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Roehrig S et al. Respiratorisches Versagen (...) - Lungensonographie für Alle.....

Das Clinotel Online Journal hatte 2013 unseren Beitrag sehr innovativ mit Filmen publiziert. Leider ist die Zeitschrift nicht mehr online. Daher habe ich mir die Mühe gemacht, den Inhalt mit den Originalfilmen für Sie zu "reanimieren". Bitte bedienen Sie sich. Sie können download, Ausdruck und Verbreitung.....! Viele Grüße, Raoul Breitkreutz

Respiratorisches Versagen in der Akut- und Intensivmedizin – Was kann die Lungensonographie leisten? Respiratory failure in acute and critical care medicine – What is the value of lung ultrasound? Übersichtsarbeit Review Article mehr als zwei Litern Harn und zur Stabilisierung der klinischen Situation, welche auch durch ein Nachlassen der Intensität der multiplen B-Linien dokumentiert werden kann. Als Ursache wird ein Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) bei noch gut erhaltener Pumpfunktion des Herzens identifiziert und der Patient entsprechend leitliniengerecht behandelt. Aufgrund des Myokardinfarktes (Troponin I >17.000 ng/ ml) und einer zusätzlichen Makrohämaturie unklarer Genese, die sich nach Anlage des Blasenkatheters zeigt, wird der Patient vorsorglich nach 15 Minuten Aufenthalt in der ZNA auf die Intensivstation verlegt. Hier wird dann auch eine konventionelle Röntgenaufnahme des Thorax durchgeführt (Abschnitt 3): Es zeigen sich noch fleckförmige Verschattungen über beiden Lungenflügeln und eine zentrale Stauung. Pleuraergüsse werden als »klein« im Originalbefund beschrieben. Notabene: In der Röntgenaufnahme werden die Pleuraergüsse als »klein« beschrieben und auch die Intensität des Lungenödems erheblich (»zentrale Stauung«) unterschätzt, da bei vorhandener COPD und Überblähung die Stauung nicht so sensitiv diagnostiziert werden kann. Es führt damit immer der klinische Eindruck zusammen mit den zusätzlichen Informationen durch die Lungensonographie zu einer belastbaren Einschätzung in der Akutsituation. Innerhalb von drei Tagen gelingt eine vollständige Rekompensation, die auch sonographisch sichtbar gemacht werden kann, da am Tag 3 nach Aufnahme keine pathologisch vermehrten B-Linien mehr nachweisbar sind (»trockene Lunge«) (Abschnitt 4), dies wird auch durch den Röntgen-Thorax bestätigt (Abschnitt 5). Merke: Bilateral nachgewiesene multiple B-Linien können sehr gut den Grad der pulmonalen Stauung und interstitiellen Flüssigkeitsvermehrung semiquantitativ beschreiben. Dies ist ein Vorteil gegenüber der konventionellen Röntgendiagnostik und erheblich schneller verfügbar. Die Ursache der pulmonalen Stauung kann dagegen mit beiden Methoden nicht identifiziert werden und muss mithilfe weiterer klinischer Untersuchungen (EKG, Labor etc.) ermittelt werden. Das Verfahren kann aber helfen, unmittelbar nach Problemidentifizierung eine geeignete symptomatische Therapie einzuleiten. In dem beschriebenen Fall wäre sogar eine prähospitale Anwendung möglich und Erfolg versprechend gewesen. 2. Lungenkonsolidierung bei Pneumonie Durch eine Abnahme des intraalveolären Luftgehaltes der Lunge verändert sich das Reflexverhalten gegenüber Ultraschall, sodass die Lunge als Organ der Sonographie zugänglich wird. Dies tritt zum einen bei Ausbildung von Atelektasen, zum anderen bei pleuranahen pneumonischen Infiltraten auf, da hier die betreffenden Lungenareale nicht mehr ausreichend ventiliert werden. Da bei diesen Pathologien in der Regel immer noch in geringen Mengen Luft in den Alveolen und Bronchiolen eingeschlossen verbleiben, findet man im Ultraschall das typische Bild eines parenchymatösen Organs mit disseminiert verteilten, weißen Punkten und Linien, die als das sogenannte Bronchoaerogramm bezeichnet werden. Klinisch nutzbar wird dieser Aspekt der Lungensonographie unter anderem in der primären Diagnostik einer Pneumonie und deren Verlauf unter Therapie. Fallbeispiel 2: Neurochirurgische Intensivpatientin Nach mehrtägiger postoperativer Beatmung wurde eine Entwöhnung vom Respirator eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt waren sowohl Blutgasanalyse als auch laborchemische Infektionsparameter im nicht pathologischen Wertebereich nachweisbar. Nach Extubation stellte sich jedoch innerhalb weniger Stunden unter nicht invasiver Atemtherapie eine progrediente respiratorische Insuffizienz ein, sodass letztlich eine Re-Intubation und erneute Respiratortherapie resultierte. Die Lungensonographie zeigte auf der linken Seite ein großes Konsolidierungsareal im Sinne einer Ventilator-assoziierten Lobärpneumonie des Unterlappens (Abb. 5), woraufhin mit einer kalkulierten Breitspektrumantibiose begonnen wurde. Am folgenden Behandlungstag ergab die Lungensonographie an gleicher Stelle einen bereits deutlich veränderten Befund (Abb. 5a): Die Konsolidierung war nur 9

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