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Arabische Pferde IN THE FOCUS Nr. 1/2018 (Vol. 13)

Shagya-Araber

Shagya-Araber International Auf Inspektions-Tour in den USA Shagya-Araber Das Leistungs-Shagya-Araber Registry (PShR) hielt seine jährliche Stutbuchaufnahme Anfang Oktober auf der Stafford Farm in Pleasant Plains, Illionois ab. Insgesamt wurden sieben Pferde, Stuten und Wallache, aufgenommen. Die Inspektion beinhaltete eine tierärztliche Untersuchung, eine Gebäudebeurteilung, Freispringen, einen Rittigkeitstest und einen Wesenstest. Die Farm liegt nahe Springfield, die Hauptstadt von Illionois. Springflied ist eine bekannte geschichtsträchte Stadt in den USA, und ist als die Heimatstadt von Abraham Lincoln bekannt. Da das Programm nicht allzu eng getaktet war, hatten wir noch die Gelegenheit, das sehr informative Abraham Lincoln Museum zu besuchen. der Rittigkeitstest und das Freispringen am Nachmittag. Die Fremdreiter waren Martha Rattner, "2015 Horseperson of the Year in the US". Die Zuchtrichter waren Marie Johnson, "R" Richter der USDF und Judit Erzsébet Kovács, die Stutbuchführerin des ungarischen Araberzucht-Verbandes (MALE). Die Pferde waren alle gut auf die Prüfungen vorbereitet. Sie waren sehr aufmerksam gegenüber ihren Vorführern und machten alle einen guten Job während des Vorführens. Es war augenfällig, dass die meisten auf Distanzritten geritten werden, aber sie zeigten sich auch sehr fleißig beim Freispringen und in der Rittigkeitsprüfung. Die Prüfungen wurden mehrheitlich mit der Note "gut" abgeschlossen, und alle Pferde bestanden die Prüfungen. Die Pferde überwanden den Parcours meist ruhig, mit Vertrauen zu ihren Vorführern. Das gesamte Wochenende, war genügend Zeit für lehrreiche Diskussionen und Fragen von den Teilnehmern. Die Richteraspiranten waren sehr begeistert von der Möglichkeit von den erfahrenen Richtern zu lernen. Sportergebnisse Shagya-Araber sind ja als elegante Reitpferde bekannt, mit Ausdauer und guter Rittigkeit. In den USA beweisen sie dieses über ihre Sportergebnisse: Die Shagya-Sportpferdestute Lily Creek Rhythm erhielt den Sonderpreis für ihre Lebensleistung von 1600 Meilen (2575 km) an Distanzritten. Besitzer und Reiter dieser Spitzenleistungsstute ist Sherry Aune. Die PShR Gründliche Untersuchung Für die tierärztliche Untersuchung wurden alle Pferde aufgestellt und von Dr. Scott Austin von der Universität von Illinois gründlich untersucht. Die meisten Test waren am Samstag, davon die Gebäudebeurteilung am Vormittag, Weiterbildung ist gefragt Als ein Teil der Weiterbildung in Bezug auf die Rasse, hat die PShR auch einen Richterkurs parallel zur Stutbuchaufnahme, an der drei enthusiastische Richteraspiranten teilnahmen: Lucy Stafford, Sherry Aune und Alex Uspenski. Vor der Inspektion wurde jedem Teilnehmer ein umfangreiches Broschüre ausgehändigt, damit diese sich mit den Prozeduren und Bewertungsrichtlinien vertraut machen konnten. Am nächsten Tag war der Wesenstest an der Reihe. Die PShR hatte diesen Prüfungsteil bereits in das Programm der vorangegangenen Inspektionen nach den Richtlinien der ISG aufgenommen. Demgemäß gab es einen schönen Hindernisparcours, der aus eine Palette bestand, einer Kordel, einigen Regenschirmen, einer Trommel, einige Kontakthindernisse und sogar ein Wasserpfütze (die aber optional war). Auf der Suche nach Kontakten in Europa Es war schön zu sehen, daß die Qualität der Shagya-Araber in den USA ziemlich die gleiche ist wie in Europa. Das spricht insbesondere für deren züchterische Arbeit, wenn man bedenkt, dass die Anzahl von Zuchtstuten und -hengsten so viel geringer ist. Ich fragte, wie man die Züchter in USA am besten von Europa aus unterstützen könne: Als erstes wurde die Kommunikation genannt - sie möchten gerne mehr spezielle Bücher über die Zucht des Shagya-Arabers in Englisch lesen können. Sie interessieren sich vor allem für die Blutlinien, für wissenschaftliche und genetische Ergebnisse in Sachen Schimmelmelanom, für die neuesten Berichte über Stutbuchaufnahmen und Schauen in Europa, und über Termine für Veranstaltungen mit genügend Vorlauf, um eine Reise von den USA zu planen. Sie erwähnten auch aktuelle Information, wie beispielsweise Videokonferenzen, aktuelle Information auf Facebook, Smartphone-freundliche Webseiten, wo Züchter sich informieren können, Ergebnisse von Stutbuchaufnahmen mit Fotos und andere Neuigkeiten. Die PShR wurde gerne die ISG und die internationalen Aktivitäten aller ISG-Mitglieder unterstützen. Bislang ist die ISG größtenteils unbekannt in den USA und Kanada. Die Zucht ist es eine Herausforderung aufgrund des limitierten Genpools. Um dies dennoch möglich zu machen, hat die PShR eine Art Datenbank für Gefriersamen auf der PShR-Website begonnen. Es gibt dort zwei Kategorien: eine für die Hengste, die bereits Gefriersamen mit Genehmigung für die USA haben, und die zweite für Hengste deren Besitzer gewillt wären, Gefriersamen für den US-Import herstellen zu lassen, wenn es denn genügend Interesse gäbe. Dies könnte eine moderne und schnelle Lösung sein, wenn mehr Hengstbesitzer in Europa daran interssiert wären. J. Kovacs erkennt Shagya-Sportpferde (mit mindestens 25% Shagya-Araber-Blut) an, um die Leute über die Vorteile des Shagya-Arabers zu informieren und die Rasse zu fördern. Auch der Shagya-Araber-Wallach SA Te Jat wurde für seine außergewöhnliche Sportleistung wurde geehrt. Dieses Pferd ist im Besitz von Chris und Marty Power, und hat bereits mehr als 3000 Meilen (4830 km) an Distanzritten bewältigt. Das Beste bei diesen Leistungen war, daß beide Pferde in guter körperlicher Verfassung waren und ein gutes Temperament besitzen. Für mich ist das ein Zeichen von Artgerechter Pferdehaltung und -Nutzung, was den Mitgliedern der PShR sehr wichtig ist. Leistungsprüfungen sind ein ausdrückliches Ziel der PShR - dadurch haben die Pferde die Möglichkeit, ihr genetisches Potential, auch bei den Wallachen und Sportpferde-Kreuzungen unter Beweis zu stellen. Nach dem Mittagessen machten sich die Teilnehmer mit ihren Pferden auf den Heimweg, denn sie waren für diese Inspektion von weit her angereist, einige mußten sechs Stunden fahren. Es war eine sorgfältig vorbereitete, und ausgezeichnet organisierte Stutbuchaufnahme, bei der alle Team-Mitglieder der PShR ihr Bestes gaben. Ich hatte den Eindruck, daß der Shagya-Araber und die Shagya-Sportpferde in den USA eine guten und verdienten Ruf genießen. Judit Erzsébet Kovács 60 © ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 1/2018

Shagya-Arabian International on Inspections USA Tour in The Performance Shagya-Arabian Registry (PShR) held last year's inspection early October at the Stafford Farm in Pleasant Plains, Illinois. Altogether seven horses, mares and geldings, were registered. The inspection included a veterinary examination, an exterior judgement, then free jumping, rideability test and interior test. The farm is located near to Springfield, the state capital of Illinois. Springfield is a famous historical place in the U.S., as the city is known as the home of Abraham Lincoln. Since the schedule wasn't too busy, we even had the opportunity to visit the very informative Abraham Lincoln Presidential Museum. Thorough Examination For the veterinary examination, all horses lined up and all went through the proper tests by Dr. Scott Austin of the University of Illinois. Most of the exams were on Saturday with the exterior judgement in the morning and the rideability test and the free jumping in the afternoon. The test rider was Martha Rattner, the 2015 Horseperson of the Year in the U.S. Inspection judges were Marie Johnson, "R" Judge for USDF and Judit Erzsébet Kovács, the registrar of the "Society of the Hungarian Arabian Horse Breeders" (MALE). The horses were well prepared for the tests. They were very attentive to their handlers and did a good job during the in-hand showing. It was obvious to see that they were mostly ridden in endurance riding, but they also showed diligent cooperation in free jumping and in the rideability exercises. The tests were judged mostly within the category ‘good’ and all horses passed the inspection. The side-program included presentations for both evenings: the first evening Judit Kovács gave a short summary on the history of the Shagya-Arabians and on the following day Dr. Olivia Rudolphi and Martha Rattner gave a talk on the events and their experiences at the Young Riders Endurance World Championships in Verona, Italy. Thereafter, as a surprise, the guests were offered Hungarian dishes at the Breeders’ Evening. 1/2018 - www.in-the-focus.com Further Education is Required As a part of education on the breed, PShR also organized a learner-judge course parallel to the inspection, in which three enthusiastic learner-judges took part: Lucy Stafford, Sherry Aune and Alex Uspenski. Before the Inspection, a large booklet was prepared so that the Learner Judges would be familiar with Inspection procedures and scoring. The next day, the Interior Test was held. The PShR had already included this test into the program of the previous inspections according to the recommendations of the ISG. Accordingly, a beautiful obstacle course was built with a pallet, cordon line, some umbrellas, a drum, with some contact obstacles and even a pool with water (which was optional). The horses performed the course mostly calm, with trust towards their handlers. Throughout the weekend, time was allowed for educational discussion and questions from the participants. The Learner Judges were very enthusiastic about the opportunity to learn from the experienced staff of judges available. It was nice to see that the quality of the Shagya-Arabians in the U.S. is very much at the same level as it is in Europe. It particularly praises the work of the breeders, if we just think on the fact that the breeding stock and the number of the stallions are much smaller overseas. I took the opportunity to inquire about what could be the biggest support for U.S. breeders from Europe and I've learned the following: First, communication was mentioned – they would like to read more specialized breeding literature in English. They would be interested in bloodlines, the genetic results of melanoma research, the latest news on inspections and shows in Europe, and notice of upcoming events to allow for trip planning from the U.S. They also mentioned updating communication, such as organizing video conferences, posting up-to-date information on Facebook, and mobile-friendly websites where breeders could be educated, inspection results presented 61 Looking for Contacts in Europe Sport Achievements Shagya-Arabians are known as elegant riding horses with endurance and good rideability. In the US they prove that with their results: the Shagya Sporthorse mare Lily Creek Rhythm received the special award for a lifetime performance of 1600 distance miles (2575 km). Owner and rider of this high-performing mare is Sherry Aune. The PShR recognizes Shagya Sporthorses (must be 25% Shagya-Arabian) in order to help promote and educate people on the benefits of the Shagya-Arabian. Another outstanding sport achievement was recognized for the Shagya-Arabian gelding SA Te Jat. This horse, owned by Chris and Marty Power, has already made more than 3000 miles (4830 km) in endurance riding competition. The most beautiful of these performances was to see that both horses were in a good physical condition as well as in good temperament. For me, this was a sign of species-appropriate horse treatment and usage, on which the Members of the PShR attach great importance. Performance testing is emphasized in the goals of the PShR – thus, the horses have a chance to show their genetic potential, including the geldings and sporthorse outcrosses. After lunch, the participants left for home with their horses – since they all arrived to the inspection from a greater distance, as far away as six hours of driving. It was a thoroughly prepared and excellently organized inspection where all the Team Members of the PShR did their best. I had the impression that the Shagya-Arabians and the Shagya sporthorses in the U.S. have a good and well deserved reputation. Judit Erzsébet Kovács along with photos, and other news. The PShR would like to promote the ISG and the international efforts of all the ISG members to promote the lovely Shagya-Arabian. At present, the ISG is largely unknown in the U.S. and Canada. From the breeding perspective it is a challenge to expand the selection of stallions in the U.S. due to the limited gene pool. So as to make this possible, the PShR has set up a kind of databank for frozen semen on the PShR website. There are two categories: one for the stallions that already have frozen semen approved for U.S. import and the second is for stallions whose owners would be willing to process frozen semen for U.S. importation if there was interest. It could be a modern and quick solution if more stallion owners in Europe were interested. I hope that it can be done and also the American breeders could have a wider base for stallions - because they deserve it! J. Kovacs Shagya-Araber