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s'Magazin usm Ländle, 8. April 2018

GESELLSCHAFT XXXXXXXX

GESELLSCHAFT XXXXXXXX Kurt Koleznik Generalsekretär der FH-Konferenz •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• „Ich arbeite gern mit Vorarlbergern, das Achterl Wein trinkeich lieber mit Wienern“, bringt Kurt Koleznik seine Einstellung amüsant auf den Punkt.Gestartet hat sein Leben in Höchst –„ich war ein verträumtes, aber ernsthaftes Kind und ein wirklich miserabler Schüler.“ Sein Wegzum Generalsekretär sämtlicher Fachhochschulen Österreichs ist daher ein ganz besonderer: Als (schlechter) Hauptschüler wechselte er zum Polytechnischen Lehrgang nach Lochau. Sein damaliger Judo-Lehrer vermittelte ihm eine Lehrstelle als Großhandelskaufmann im Sportartikelhandel. „Da erlebte ich in drei Jahren vonder Gründung bis zum Konkursalles mit,und es entstand der Wunsch, ein Studium zu absolvieren.“Mit 18 besuchte der Hobby-Boxerdas BORGinLauterach, um dann mit 23 zu maturieren. In Innsbruck schloss Kurt in Mindestzeit und mit Auszeichnung sein Philosophie- und Kunstgeschichtestudium ab. Danach jobbte er als Assistent an der Universität,bis er sich in einem renommierten heimischen Familienbetrieb in Rankweil als Assistent des Chefszum Personalverantwortlichen hocharbeitete. Erst vorfünf Jahren kam der Ruf nach Wien –„für einen Weltklasse-Job,bei dem ich mich für Bildung einsetzen kann“. Ein interessanter und bewundernswerter Weg! Verheiratet mit einer Gsibergerin, ist er oft „dahoam“, wo er dann leidenschaftlich gerne reiten geht. twitter.com/ CarolaPurtscher Sein Selfie: Kurt Koleznik vordem Büroder Fachhochschul-Konferenz. Dixieland &Internet Viel unterschiedlicher könnten seine Talente wohl kaum sein –tagsüber sucht und findet er in seiner Agentur technische Lösungen für Websites, abends produziert er in verschiedenen Formationen auf Klarinette und Saxophon Dixieland- und Big Band-Klänge. „Musik ist der Ausgleich zu meinem Job –und umgekehrt“, meint Andreas Gabriel dazu. Die Vorarlberger Kommunikationsberaterin Carola Purtscher (PR-Agentur Purtscher Relations) lebt seit über 30 Jahren in Wien. Als Netzwerkerin lädt sie regelmäßig zu ihrer exklusiven „Tafelrunde“. Musik lag im Hause Gabriel wohl in der Luft –und jede Menge Luft brauchten Andreas und sein um 20 Monate älterer Bruder Gerhard (im Vorkloster als d’Gabriel-Buaba bekannt) auch, denn beide entwickelten sich zu Virtuosen auf Klarinette und Saxophon. Während aber Gerhard mit dem Peter Kaufmann Quintett und aktuell bei KrainerBluat überregional und kommerziell orientiert agiert, geht es Andreas in erster Linie um Spaß. „Egal ob Gugga Musik, Blaskapelle, Dixie-Band oder Jazz-Trio – die Gaudi steht im Vordergrund“, so der vielseitige Musiker, der Block- und Querflöte, Klarinette sowie Sopran-, Alt-, Tenor- und Bariton-Sax beherrscht. Daher werden mit Vorliebe Musik und Urlaub verbunden: die Original Bregenzer Gugga Musik brachte schon die Bewohner der Karibik-Insel St. Martin zum Staunen und für ein Musik-Video reiste man des milden Klimas wegen ins mediterane Vieste. Legendär sind auch die musikalischen Schlemmerreisen, die Andi mit John Goldner Unlimited, der bekanntesten und langlebigsten 12 s’Magazin

XXXXXXXX ORIGINAL seiner Formationen, regelmäßig unternimmt. „Wir reisen ins Elsass oder ins Piemont und spielen erst mal auf der Straße. Bei jenem Wirt, der uns dort als Erster einen Schnaps spendiert, wird dann die ganze Nacht gespielt“, so der 54-Jährige, der es mittlerweile auf mehrere tausend Auftritte gebracht hat und „eigentlich überall spontan mitspielen kann, solange die Notenblätter nicht an schwarze Balken erinnern“. Und dies tut er auch in unterschiedlichsten Formaten –vom Bar-Jazz des Trios T42 (Tea for Two) bis hin zu dem opulent arrangierten Swing der vielköpfigen Big Band Hard. Programmieren ist Kunst Profimusiker war aber nie ein Thema –dafür sind seine Interessen zu vielfältig. Der gelernte HTL-Maschinenbauer hat zwar nie eine Maschine gebaut, sich aber zum Profi punkto Suchmaschinen und Computer im Allgemeinenentwickelt. Nachdem er im WIFI schon rund 1000 Interessierte in EDV ausgebildet hat und als technischer Redakteur in der Schweiz Anleitungen verfasste, gründete Andreas vor 20 Jahren seine eigene Agentur, die vor allem Websites erstellt. „Ein Design zu entwerfen, eine Farbe auszusuchen und selbst technische Abläufe zu programmieren sind für mich ebenso kreative und künstlerische Tätigkeiten wie Improvisationen am Saxophon“, schildert der Frischverheiratete –ergab seiner Langzeitpartnerin Helga am 1. März das Ja-Wort –sein durchaus sinnliches Verhältnis zu Hightech-Lösungen. „Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheinen mag –Logistik-Aufgaben für den Züricher Flughafen oder die Bregenzer Festspiele haben mit Arrangements von Duke Ellington durchaus Gemeinsamkeiten“, so der Wanderer zwischen den Welten. Und nicht zu vergessen: „Auch das macht Spaß!“ Raimund Jäger Foto: Lisa Mathis s’Magazin 13