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s'Magazin usm Ländle, 8. April 2018

Dornier Riesenflugzeug

Dornier Riesenflugzeug DO-X, 1932 •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Sie war die größte Passagiermaschine der Welt und ihrer Zeit weit voraus: die in Altenrhein gebaute und vom Bodensee aus startende Dornier DO-X. Das Riesenflugzeug mit einer Spannweite von 48 Metern und zwölf Triebwerken mit einer Gesamtleistung von 7680 PS wurde nach dem Ersten Weltkrieg entworfen und 1929 gebaut.Die Fachwelt zeigte sich ob der Größe des Flugzeugs skeptisch: Wird esüberhaupt abheben? Im Oktober 1929 unternahm Claude Dornier mit 159 Passagieren einen Präsentationsflug über Süddeutschland und Vorarlberg. 1930 wurde die Maschine für den Flugverkehr freigegeben und verband ab dem Zeitpunkt den Bodensee mit der großen weiten Welt: Die DO- Xbereiste ab 1930 zahlreiche Destinationen in Europa, Afrika sowie Süd- und Nordamerika und kehrte im April 1932 wieder nach Europa und wenig später an den Bodensee zurück. 1933 –nach nur vier 16 s’Magazin

MUNDART Jahren in der Luft –wurde die DO-X wieder eingestellt. Haben Sie auch historische Fotoschätze zuhause, dann schicken Sie sie uns per E-Mail an vorarlberg@kronenzeitung.at. Die besten Bilder werden veröffentlicht. Foto: Vorarlberger Landesbibliothek /Risch-Lau •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Lätsch, Lötsch Hauptwort „Der züchtwieder an Lätsch, as tät d’Welt untergo!“ Das alemannischeHauptwort Lätsch oder Lötsch ist verwandt mit dem deutschen Eigenschaftswort lasch – welches bekanntermaßen schlaff, locker oder kraftlos bedeutet.Gemeint ist in Voradelbergmit dem Lätsch vor allem ein hängendes Menschengesicht,dem jegliche Spannung abgeht –meist,weil sein Besitzer schlecht gelaunt ist.Der Lätsch wirdentweder unfreiwillig gemacht,nachdem sein Träger vorKummer jede Beherrschung über die eigene Physiognomie verloren hat („Was machscht du hüt wieder für an Lätsch ane!“), oder aber bewusst gezogen oder geschnitten, wenn der Eigentümer des hängenden Antlitzes seine Umwelt absichtlich auf die schlechte Laune hinweisen will („Züch ned so an Lätsch –adem Füfer bischt du scho ganz sell schuld!“). Das zum Lätsch gehörende Eigenschaftswort lätschig kann hingegen allgemeiner verwendet werden: Es bezieht sich sowohl auf Menschen, die faul, langsam, schlapp oder müde wirken („Mein, isch der hüt wieder lätschig!“), genauso können damit aber auch Lebensmittel beschrieben werden, die im Idealfall frisch, knackig oder knusprig sein sollten, stattdessen aber welk und lasch geworden sind („Der Salot kofisicher ned –der isch jo scho lätschig!“). Springt die Laschheit im Gesicht eines Menschen irgendwann auf seinen ganzen Körper,seinen Gang und sein Wesen über,sospricht man vondieser Person allumfassend als Lötsche.Der Lätsch ist darin inbegriffen. s’Magazin 17