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Vergessene Kinos in Bonn

Seit

Seit einem Umbau im Jahr 2003 zeigt auch das bekannte „LVR-Landesmuseum“ in einer Kooperation mit der „Brotfabrik“ in einem eigenen Kinosaal im Untergeschoss Filme. 23 Heute sind von den insgesamt 26 Kinos seit Kriegsende nur sieben erhalten geblieben: das Kino im „LVR-Landesmuseum“, das Kino in der „Brotfabrik“, das „Kinopolis“, die „Neue Filmbühne“, das „Rex“, das „Stern“ und das „Woki“. 24 23 Nach dem Umbau 1999-2003 ging das Landesmuseum die Kooperation mit der „Bonner Kinemathek“ (auch „Brotfabrik“ genannt) ein. 24 Mehrere Kinos, wie z.B. die „Lichtburg“, werden in dieser Facharbeit nicht erwähnt, da ihre Existenz durch das Stadtarchiv nicht belegt werden konnten. Sie werden allerdings in der „Liste aller Bonner Kinos“ im Anhang aufgeführt. 8

2.2 Kinosterben in Bonn Schaut man sich die beschriebene Entwicklung der Bonner Kinolandschaft seit dem Krieg an, stellt man fest, dass es heutzutage deutlich weniger Kinos gibt als in den 50ern. Wirft man einen weiteren Blick auf diese Entwicklung, sieht man, dass es kein Auf und Ab ist, sondern dass stufenartig immer mehr Kinos verschwinden 25 . Auf den Bauboom kurz nach dem Krieg folgten nun Schließungen. Natürlich wurden auch in der Zeit danach weitere Kinos gebaut, umgebaut, neueröffnet, allerdings nicht annähernd so viele wie in den 50ern und noch nicht einmal genug, um das Kinosterben auszugleichen. Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Die Geschichte des Kinos als Ort, um mit bewegten Bildern Geschichten zu erzählen, beginnt in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts. 26 Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden in Bonn sowie in ganz Deutschland viele Kinos eröffnet. Der Krieg unterbrach diese Entwicklung abrupt. Viele Kinos überlebten ihn nicht, wurden zum Beispiel zerstört oder blieben nach Kriegsende einfach geschlossen. Erst nach und nach wurde ein Teil der Kinos wiedereröffnet, teilweise sogar wiederaufgebaut, um die Bevölkerung wieder mit Filmen zu versorgen. Mit dem Ende des Krieges kam es nun in den 50ern zum Kinoboom. Die Menschen wollten durch das Kino den Erinnerungen des Krieges und der Alltagstristesse entfliehen. 27 Es gibt mehrere Phasen des Kinosterbens, von denen eine der wichtigsten durch die Verbreitung des Mediums Fernsehen ausgelöst wurde. Das Kino boomte in den 50ern, weil die meisten Haushalte sich keinen Fernsehapparat leisten konnten. 28 In den 60ern und 70ern wurde dieser Luxus jedoch langsam in den Alltag eingegliedert. Das Kino verlor das Monopol an Filmen und besonders an Wochenschauen. Dies hatte zur Folge, dass die Publikumsmassen immer weiter abnahmen und viele Kinos schließen mussten. In Bad Godesberg lässt sich dieser Rückgang besonders gut erkennen: Statistiken der Godesberger Stadtverwaltung belegen eine Zunahme von 2.000 auf 10.000 Fernsehanschlüssen 25 Ungefähre Anzahl an Kinos: 1950: 12, 1960: 23, 1970: 19, 1980: 12, 1990: 9, 2000: 8, 2018: 7 26 vgl. Janick Gootz, in: Facharbeit „Faszination Kino“ S. 4, Bonn 2015 27 vgl. ndr.de 28 vgl. Küpper, Das Fernsehen bedeutete das Ende für das “todsichere“ Geschäft Kino, General-Anzeiger 1984 9

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