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2018_04

BRUDERSCHAFT Erziehung

BRUDERSCHAFT Erziehung zur Persönlichkeit Zeltlager sind eine gute Methode, um Kinder zu selbständigen, pflichtbewussten und sozialen christlichen Persönlichkeiten zu formen. P. WALTHARD ZIMMER FSSP Zeltlagertermine in Oberösterreich: Jugendliche ab 16 Jahren: 21.07. – 28.07.2018 Jungen von 10 bis 14 Jahren: 28.07. – 04.08.2018 Mädchen von 10 bis 14 Jahren: 04.08. – 11.08. 2018 Mädchen ab 16 Jahren: 11.08. – 18.08. 2018 Ziel guter Erziehung muss es sein, die Kinder zu selbständigen, christlichen Persönlichkeiten zu formen. Zeltlager machen nicht nur viel Spaß, sondern sind äußerst geeignet, um die Kinder diesem Ziel näher zu bringen. Die unmittelbare Konfrontation mit der Natur ermöglicht den Kindern eine ganz neue Sicht ihrer Umwelt. Wer sich zum Beispiel eine Woche lang im kalten Bach waschen musste, sieht den Warmwasserhahn zu Hause mit anderen Augen. Wer selbst im Lager gekocht hat, schätzt Mamas Essen um vieles mehr. Wer selber seine Lagerbauten errichten soll, entwickelt Phantasie und Geschicklichkeit. Das gemeinsame Leben im Zelt und Lager erzieht zu Verantwortung und fördert den Gemeinschaftsgeist, die „Mystik des Abenteuers“ vermittelt Selbstbestätigung, baut Aggressionen ab, macht bescheiden und erzieht zu Respekt vor dem Anderen, die priesterliche Betreuung fördert die religiöse Entwicklung der Kinder. Dieses Jahr bieten wir wieder für verschiedene Altersgruppen Zeltlager in Oberösterreich an. Die Leitung wird P. Parth übernehmen unterstützt von jungen Erwachsenen. Die Teilnehmer können sich auf eine abwechslungsreiche Woche im Stil von Pfadfinderlagern freuen: Die Zelte werden auf einer idyllischen Wiese aufgeschlagen, Tische und Bänke unter Anleitung selbst gebaut und das Essen eigenständig zubereitet. Für eine Portion Abenteuer sorgen Wettkämpfe und Geländespiele. Die tägliche hl. Messe und der Katechismusunterricht sollen das Glaubensleben vertiefen. Es ist zwar vorgesehen, dass die Eltern ihre Kinder selbst zum Lagerplatz bringen, eine Mitfahrgelegenheit kann aber bei Bedarf vermittelt werden. Nach der Anmeldung erhalten Sie einen genauen Anfahrtsplan und eine Ausrüstungsliste. Die Kinder sollten nach Möglichkeit ein eigenes Zelt mitbringen, können aber auch bei anderen Teilnehmern unterkommen. Ein ausreichender Tetanusund Zecken-Impfschutz wird empfohlen. Nähere Auskunft gibt Ihnen gerne P. Walthard Zimmer, Wiener Straße 262a, A-4030 Linz, E-Mail walthard.zimmer@liwest.at, Tel. +43 (0)669 19943472. 4 INFORMATIONSBLATT 04/2018

RUBRIKTITEL Die geistige Kommunion NACH EINEM TEXT DES HEILIGEN BISCHOFS JÓZEF BILCZEWSKI (1860–1923) Gibt es ein Mittel, den Hunger der Seele nach dem Brot der Engel zu stillen? Manche Menschen sind in der glücklichen Lage, täglich die heiligen Messe besuchen und kommunizieren zu können. Anderen ist das verwehrt. Doch die Sehnsucht nach Jesus im Allerheiligsten Sakrament kann gestillt werden. Vom hl. Stanislaus Kostka wissen wir, dass ihm ein Engel die hl. Eucharistie brachte, als er sie sich von den Menschen vergeblich erbat. Es gibt aber auch eine wunderbare Übung, welche in gewissem Maß die heiligen Sakramente und auch die sakramentale Kommunion bei denen ersetzt, die sie nicht in Wirklichkeit empfangen können. Die Liebe tauft im Notfall ohne Wasser, d. h. sie schenkt die heiligmachende Gnade und die Vergebung der Erbsünde. Die Liebe spricht auch ohne Priester all jene von ihren Sünden los, welche sehnlichst zu beichten wünschen, dazu aber keine Gelegenheit haben. Die Liebe öffnet schließlich auch geheimnisvoll die Tür des Tabernakels und ermöglicht die Vereinigung mit dem Heiland ohne Mitwirkung des Priesters und ohne Die geistige Kommunion ist der Genuss des Leibes Christi durch den Glauben und durch das liebende Verlangen, d.h. allein durch den Geist. heilige Hostie. Dies nennt man in Gegenüberstellung zur wirklichen, sakramentalen Kommunion, die geistige Kommunion. Obwohl im Katechismus die geistige Kommunion erklärt wird, ist diese wenig bekannt und noch weniger in Übung. Doch sie ist eine wunderbare Erfindung des heiligsten Herzens Jesu, eine gewaltige Macht der geistigen Welt, ein wunderbares Mittel zur innigen Vereinigung mit Christus. Die geistige Kommunion ist der Genuss des Leibes Christi durch den Glauben, durch das Verlangen, durch den Willen, d.h. allein durch den Geist. Sie besteht in der Erweckung des Glaubens, der Liebe, der Reue über die Sünden und vor allem in dem Verlangen, den Leib des Herrn zunächst geistig und bei nächster Gelegenheit auch sakramental zu empfangen. Ohne dieses Verlangen kommt sie nicht zustande. Man kann es mit eigenen Worten zum Ausdruck bringen, etwa in dieser Weise: „O mein Jesus im allerheiligsten Sakrament, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich liebe Dich von ganzem Herzen. Aus Liebe zu Dir bereue ich alle INFORMATIONSBLATT 04/2018 5