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Landseer Pfote 23 - Oktober 2016

Die Landseer Pfote ist das Cluborgan des Landseer Verein Schweiz

Clubschau

Clubschau 2016 in Rifferswil - eine Analyse Armand Martin Über alles gesehen, war die erste gemeinsame Clubschau zusammen mit den Leonbergern erfolgreich. Gewiss, im einen oder andern Punkt mussten wir Lehrgeld bezahlen. Das grösste Problem lag allerdings am Wetter, das scheusslich war. So hat zum Beispiel der Dauerregen dazu geführt, dass viele Aussteller und Besucher ins Restaurant flüchteten, wo es rasch ziemlich eng wurde. Auch mehr Unterstände wären nötig gewesen; mancher Besucher wäre dann am Ende des Tages weniger aufgeweicht gewesen. Nachfolgend die Beurteilung verschiedener Aspekte rund um den Anlass. Die Vorbereitung: Ein ad hoc gebildetes Organisationskomitee, bestehend aus je drei Vertretern des LVS und des SLC, hat den Anlass organisiert. Es wurden drei Sitzungen in Egerkingen durchgeführt, an denen kein Protokoll erstellt, jedoch eine Pendenzenliste geführt wurde. Diese Arbeitsweise hat sich bewährt, wir wollen sie beibehalten. Wenn nächstes Jahr sogar drei Vereine teilnehmen werden, wird das Komitee 9-10 Personen umfassen. Da kommt doch recht viel Erfahrung zusammen und die Arbeit kann gut aufgeteilt werden. Im Vorfeld des Anlasses haben wir Flyer drucken lassen, etwas, das wir im LVS noch nie gemacht haben. Das hat sich bewährt, die Verteilung kann aber noch verbessert werden. Ich denke dabei an Vereinsmitglieder, die Gelegenheit erhalten sollen, die Flyer in ihrem Umfeld aufzulegen, so zum Beispiel in der Hundeschule. Die Kosten: Wir beschlossen, die Kosten nach der Zahl der gemeldeten Hunde aufzuteilen. Das hat weitgehend funktioniert, es gab aber auch Fälle, wo das nicht möglich war. Die Kosten für Raummiete der vorbereitenden Sitzungen, oder für Verpflegung der Helfer am Ausstellungstag sind Beispiele bei denen andere Verteilschlüssel angewandt werden mussten. Wesentliche Einsparungen hat der LVS durch das Zusammengehen mit den Leonbergern nicht erzielt. Im Vergleich mit den Vorjahren hat uns der Anlass nur geringfügig weniger gekostet. Weil wir jedoch die Pokale für die Clubschau 2017 bereits eingekauft haben, wird unser Kassier in der Jahresrechnung für den diesjährigen Anlass einen Verlust vermelden müssen. Nächstes Jahr, wenn die Neufundländer mit von der Partie sein werden, dürfte das positive Auswirkungen auf die finanziellen Belange haben. Ein beträchtlicher Anteil der Aufwände sind Fixkosten, die sich, auf mehrere Kostenträger aufgeteilt, für die Einzelnen reduzieren werden. Das Gelände: Mit der Windhund-Rennanlage in Rifferswil haben wir nicht das grosse Los gezogen. Dass das Gelände bei Regenwetter sumpfig werden könnte wussten wir im voraus. Dass es dann fast den ganzen Tag wie aus Kübeln giessen würde, wussten wir zwar nicht, wir hätten aber dieser Möglichkeit höheres Gewicht beimessen müssen. Der Dauerregen hatte aber noch weit gravierendere Auswirkungen. Die Besucher flüchteten, wie bereits erwähnt, ins Restaurant, das sich bald als zu klein erwies. Die Zufahrtstrasse, die auch bei trockenem Wetter eine holprige Angelegenheit ist, wurde zur Schlamm- und Pfützenpiste. Das machte den Anmarsch vom (zu) weit entfernten Parkplatz zu einem Abenteuer. Genügend Parkplätze in akzeptabler Distanz zum Ausstellungsgelände sind für künftige Veranstaltungen ein Muss. Die ungenügende Lautsprecheranlage war ein weiteres Übel. Bei der Besichtigung funktionierte sie nicht, daher war kein 8 23 / 2016

Clubschau 2016 in Rifferswil - eine Analyse Test möglich. Wir werden bei einer nächsten Ausführung dafür sorgen, dass die Sprecherin (der Sprecher) einen geschützten Arbeitsplatz mit Tisch und Stuhl erhält, damit sie (er) vernünftig arbeiten kann. Daniela Lutz, die Präsidentin des SLC, welche in Rifferswil als Sprecherin amtete, hielt meistens in der linken Hand das Mikrofon, in der Rechten die Unterlagen und irgendwie zwischen Achsel und Kinn eingeklemmt den Regenschirm. Doch nicht alles war negativ am Austragungsort. Das Gelände war gross genug, für die drei Ringe gab es genügend Platz und für die Zuschauer blieb ausreichend Raum, um das Geschehen zu beobachten. Auch die geografische Lage, einigermassen zentral gelegen, war akzeptabel. Trotzdem: wir sind uns einig, dass wir nie mehr eine Clubschau in Rifferswil austragen werden. Die erwähnten Mängel lassen sich nicht beheben. Man müsste damit leben. Wie der Platz bei Regenwetter ist, wissen wir nun. Bei prallem Sonnenschein hätte es wohl zu wenig Schattenplätze. Der Austragungsmodus: In der Vergangenheit haben wir im LVS Benotung und Rangierung der Hunde stets im Ring vorgenommen. Im Ehrenring ging es dann nur noch um die beste Hündin, den besten Rüden, den Veteranensieger und natürlich um den BOB-Titel. In Rifferswil kam der heute gebräuchlichere Modus zum Tragen: Die Hunde wurden im Ring benotet, die Rangierung und die Vergabe der CACs erfolgte dann im Ehrenring. Leser, die mit Benotung/Rangierung vertraut sind überspringen diesen Abschnitt. Jeder ausgestellte Hund erhält eine Formwertnote von v (vorzüglich) über sg (sehr gut), g (gut), gen (genügend) bis disq (disqualifiziert). Erhalten nun in einer Klasse, z.B. bei den Rüden offene Klasse drei Tiere ein v, so erfolgt eine Rangierung in v1, v2 und v3. Der Hund mit v1 ist der Sieger dieser Klasse. Ein CAC (Anwartschaft für den Championtitel) kann vom Richter den Klassensiegern vergeben werden. Der neue Modus hat den Vorteil, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Nachteilig ist, dass es länger dauert, bis die Sieger ermittelt sind. In Rifferswil, bei diesem Sauwetter, war es nicht angenehm, so lange zu warten. Die Fotografen: Die Fotografen des Leonberger Clubs haben jeden ausgestellten Hund und dessen Besitzer fotografiert. Auch wir vom LVS durften von diesem Service profitieren. So wurde es möglich, in der letzten Ausgabe der «Pfote» alle teilnehmenden Landseer und ihre Chefs mit Namen und Ausstellungsresultat vorzustellen. Eine gute Sache, da weiss jeder Leser, wer die abgebildeten Menschen und Hunde sind. Die Sponsoren: Ein erfreulicher Effekt des gemeinsamen Anlasses ist, dass wir für die Sponsoren interessant wurden. Royal Canin hat nicht nur die Startnummern gestiftet, sondern auch 50 Säcke Trockenfutter. Das gab doch schon ganz schöne Siegerpreise, denn Hundefutter ist ja nicht gerade billig. Auch Inserate von Lieferanten im Wert von Fr. 300.- konnten im Katalog platziert werden. Leider erfolgte die Abgabe der Preise zu wenig geordnet, auch dies wiederum eine Auswirkung des Regenchaos. Es gab Besucher, die haben dies ausgenutzt und sich ungerechtfertigt bedient. Wir nehmen einmal an, dass dies aus Unwissenheit geschah und nicht in böser Absicht. Jedenfalls wissen wir nun, dass die Preisverteilung besser organisiert und kontrolliert werden muss. 23 / 2016 9