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Mobile Maschinen 2/2018

Mobile Maschinen 2/2018

diesem Geschäftsmodell

diesem Geschäftsmodell ergibt sich eine besondere Verpflichtung: Jeder Maschinenstillstand, der aus Sicht des Herstellers ein Servicefall ist, bedeutet aus Sicht des Maschinenanwenders – also in diesem Fall der Kollegen vor Ort auf den Baustellen – Zeitverzögerung und Unproduktivität. Deshalb legen die Konstrukteure von KGS Keller sehr großen Wert auf höchste Qualität und Verfügbarkeit ihrer Maschinen. Im Fokus stehen dabei – neben den Rüttelanlagen – die mobilen Bohrgeräte, die Dichtsohlen in Tiefen bis 30 m herstellen. Sie übernehmen die Hauptarbeit beim Gründungsbau und werden extrem beansprucht. Das gilt für das Verfahren zum unmittelbaren Einsatzort über unwegsames Gelände und noch mehr für die eigentlichen Bohrarbeiten. Vibrationen und Stöße, Schmutz und Feuchtigkeit, Kälte und Hitze stellen hohe Anforderungen an jedes einzelne Bauteil. Unter diesen besonderen Voraussetzungen bewähren sich die Bohrgeräte von KGS Keller bestens – und das, obwohl ihre Konstruktion keineswegs simpel, sondern ausgesprochen anspruchsvoll ist. Zum Beispiel bewegt sich der Mast in einer Parallelogramm-Kinematik. Er lässt sich aus seiner horizontalen Transportstellung liegend gerade nach oben ausfahren, kann aber auch in beide Richtungen geneigt und über die vordere Drehachse komplett senkrecht in die Bohrposition gebracht werden. Außerdem ist es möglich, den Mast und mit ihm das Bohrgestänge in zwei Achsen zu neigen, sodass der Bediener das Bohr gestänge schräg ansetzen kann. Diese Beweglichkeit wird gebraucht, wenn man mehrere Bohrungen für eine Gründung vornimmt. Die Energiekette verfährt auf einer Strecke von 8,10 m BEDINGUNG: ABKIPPEN DES BOHR- KOPFES MIT SCHUTZKÄFIG All diese Bewegungen müssen die hydraulischen und elektrischen Leitungen mitmachen und dabei bestens geschützt werden. Ein zusätzlicher Freiheitsgrad wurde kürzlich durch neue Bestimmungen zur Maschinensicherheit erforderlich. Patrick B., Konstrukteur bei der KGS Keller Geräte & Service GmbH: „Der Bohrkopf muss nun mit einem Schutzkäfig ausgestattet sein.“ Dieser wiederum muss in Transportstellung abgekippt werden, um die Höhenvorgabe für den Straßenverkehr nicht zu überschreiten. Die Konstrukteure von KGS Keller nutzten diese Anforderung, um die Führung der beweglichen Leitungen am Mast zu verbessern. Patrick B.: „Bislang reichten zwei Schlauchpakete aus. Mit der zusätzlichen Beweglichkeit musste eine echte Führung vorgesehen werden.“ Die Entscheidung fiel auf eine igus Energiekette vom Typ E4.12, die sich auch in anderen Baumaschinentypen bewährt. Harry Suckau, Branchenmanager Baumaschinen von igus: „Dieser Kettentyp ist außerordentlich robust. Dafür sorgt unter anderem der 30 Mobile Maschinen 2018/02 www.mobile-maschinen.info

Ganz groß, wenn’s eng wird: der neue RFD-4000 ‚Hintergriff‘, der eine hohe Seitenstabilität gewährleistet.“ Das ist insbesondere dann wichtig, wenn der Mast sich seitlich neigt, weil der Bohrkopf schräg ansetzt. Der große Durchmesser der beiden Hydraulikschläuche für den Antrieb des Bohrers vermittelt einen Eindruck von den Kräften, denen die Energiekette im ganz normalen Baustellenbetrieb standhalten muss. Patrick B.: „Hinzu kommt, dass sich die Schläuche, die ein beachtliches Eigengewicht haben, bei der Beaufschlagung mit Druck bewegen.“ LÖSUNG: ROBUSTE, BEWEGLICHE LEITUNGEN DIESER KETTENTYP IST AUSSERORDENTLICH ROBUST. DAFÜR SORGT UNTER ANDEREM DER ‚HINTERGRIFF‘, DER EINE HOHE SEITENSTABILITÄT GEWÄHRLEISTET. Präzise Winkelmessung auf engstem Raum: Der neue RFD-4000 ist die Sensorlösung, wo Platz knapp und Budgets klein sind. Unsere mehr als 65-jährige Erfahrung sorgt für starke Leistung bis ins Detail: • 7 mm flacher Sensor • hochwertige Ausführung • magnetisch, absolut • misst berührungslos • ein- und mehrkanalig • robust, IP69k • Messbereich bis 360° • einfache Montage • Kennlinien nach Wunsch Datenblatt-Download Die Signalleitungen, die in einer separaten Kammer geführt werden, sind in dieser Hinsicht anspruchsloser. Bei ihnen sind aber die UV-Einstrahlung sowie Kälte und Temperaturschwankungen Faktoren, die sich negativ auf die Lebensdauer auswirken können. Deshalb geht KGS Keller auch hier auf Nummer Sicher und verwendet Leitungen aus dem chainflex-Programm von igus, die genau wie die Energiekette von Grund auf für den Einsatz in beweglichen Anwendungen ungünstigen Bedingungen entwickelt wurden. Die maximale Masthöhe des KB 6 – so heißt das Bohrgerät, das aktuell in einer Kleinserie gefertigt wird – beträgt 36 m mit Hilfsmast. Die Kette verfährt am Mast auf einer Strecke von 8,10 m, die Rinne fertig Keller selbst. Da der Schutzkäfig am Bohrkopf in Fahrstellung nach unten abgeklappt wird, muss die Kette dort, wo der Korb um 90° geklappt wird, in beide Richtungen biegsam sein. Das ist bei der E4-Kette kein Problem: Man setzt in den jeweiligen Zonen einfach so genannte RBR-Elemente ein. Die Abkürzung steht für „Rückwärtiger Biegeradius“. Drei dieser Elemente sind in den Ketten der neuen Generation von Keller-Bohrgeräten verbaut. FEEDBACK: DURCHWEG POSITIV Die ersten Maschinen mit diesem neuen Design hat KGS Keller bereits an die Schwesterunternehmen ausgeliefert – und gutes Feedback erhalten. Das ist ein weiterer Vorteil, wenn man es mit internen Kunden zu tun hat. Patrick B.: „Bei jeder Inbetriebnahme – egal in welcher Nation – ist einer unserer Monteure vor Ort.“ So bekommen die Konstrukteure Feedback aus der Praxis. Und DIREKTER KONTAKT Harry Suckau, Branchenmanager Baumaschinen, hsuckau@igus.de wenn es einen Ausfall geben sollte, erfahren sie das auch sofort: Alle Maschinen werden per Telemetrie überwacht, sämtliche Maschinendaten können ausgelesen werden. Bei den Energieketten und Leitungen von igus hat es bislang noch keine Fehlermeldungen gegeben, genau wie KGS Keller es von allen eingesetzten Komponenten erwartet. www.igus.de www.novotechnik.de