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Der Betriebsleiter 4/2018

Der Betriebsleiter 4/2018

BETRIEBSTECHNIK Auf den

BETRIEBSTECHNIK Auf den Punkt gebracht Ein funktionsfähiges Energiemanagementsystem nachzuweisen, genügt jetzt nicht mehr. Die Verbesserung der energiebezogenen Leistung gegenüber der Ausgangsbasis wird durch die neue Norm essenziell für den Zertifizierungsprozess. LIVE@ Energiemanagement im Fokus Unternehmen müssen künftig Verbesserung energiebezogener Leistung nachweisen Seit kurzem müssen Unternehmen in Deutschland eine verbesserte energiebezogene Leistung nachweisen, um steuerliche Vorteile geltend machen zu können. Steffen Nölck, Produktmanager für Energieund Umweltmanagementsysteme bei TÜV Nord Cert, erläutert, welche Auswirkungen das auf Betriebe hat. Seit 14. Oktober 2017 ist die Akkreditierung aller Zertifizierungsstellen im Bereich Energiemanagementsysteme (EnMS) auf die internationale Akkreditierungsnorm ISO 50003 umgestellt. Das hat Folgen für Unternehmen: Zukünftig müssen diese die „Leistungsfähigkeit des Energiemanagementsystems“ durch eine kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung nachweisen. Sie setzt sich zusammen aus messbaren Ergebnissen bezüglich Energieeffizienz, Energieeinsatz und Energieverbrauch. Die Dokumentation der Ergebnisse ist nun bei jedem Zertifizierungs- und Re- Zertifizierungsaudit durchzuführen. „Bisher reichte es aus, ein funktionsfähiges Energiemanagementsystem nachzuweisen. Das allein genügt jetzt nicht mehr. Die Verbesserung der energiebezogenen Leistung gegenüber der Ausgangsbasis wird durch die neue Norm essenziell für den Zertifizierungsprozess“, erklärt Nölck. Geprüft wird die Leistung im Drei-Jahres-Zyklus. Auf die anfängliche Erstzertifizierung folgt alle drei Jahre eine Re Zertifizierung. Dazwischen finden jährliche Überwachungsaudits statt. Betroffen sind insbesondere Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die im Rahmen des Spitzenausgleichs bzw. der Umlagebegrenzung im Erneuerbare-Energien- Gesetz Anträge stellen. Zudem gilt die Regelung für alle großen Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem betreiben, um die gesetzlichen Anforderungen gemäß dem Energiedienstleistungsgesetz einzuhalten. Energieeffizienz bedingt Steuererleichterung Bereits seit der Einführung des Energie- und Stromsteuergesetzes 2013 sind bestimmte Steuererleichterungen für Unternehmen an die Verbesserung der Energieeffizienz gekoppelt. Neu ist, dass diese Steuererleichterungen bzw. -rückzahlungen an eine verbesserte energiebezogene Leistung gebunden sind. „So soll bei Unternehmen der Anreiz erhöht werden, ihre Energieeffizienz kontinuierlich zu steigern und auch von den tatsächlich gesparten Energiekosten zu profitieren“, sagt Nölck. „Wie hoch diese letztendlich ausfallen, ist natürlich abhängig vom tatsächlichen Energieverbrauch und den jeweiligen Energiepreisen.“ Geänderte Kompetenzanforderungen Um ein Energiemanagementsystem umfassend betreuen zu können, muss das Unternehmen einen Energiemanagementbeauftragten und gegebenenfalls ein Energiemanagementteam benennen. Der Beauftragte und sein Team sind verantwortlich für das EnMS. Ihre Aufgabe ist es, transparent und damit nachweisbar zu zeigen, wie sich die energiebezogene Leistung entwickelt. Der Beauftragte und die Teammitglieder müssen daher über entsprechende allgemeine und spezifische Fachkompetenzen verfügen. Dazu gehören neben der Kenntnis der relevanten Normen auch Kenntnisse darüber, wie Energieeffizienzkriterien festgelegt und entsprechende Effizienzmaßnahmen umgesetzt und beurteilt werden können. Darüber hinaus sind methodische, organisatorische und technische Fertigkeiten im Umgang mit einem EnMS grundlegende Voraussetzungen. Diese können durch die bisherige Berufsausbildung oder durch weiterbildende Maßnahmen erworben worden sein, wie sie beispielsweise die TÜV Nord Akademie anbietet. Hilfe für die Umsetzung Im Gegensatz zur Zertifizierungsnorm ISO 50001 handelt es sich bei der ISO 50003 um eine Akkreditierungsnorm. Diese legt die Anforderungen für die Zertifizierungsstellen im Bereich der EnMS fest. Sie ersetzt die bisherige nationale DAkkS- Regel 71 SD 6 022. Die ergänzenden Normen ISO 50004, 50006 und 50015 können Unternehmen helfen, die neuen Anforderungen umzusetzen: Sie zeigen, wie zum einen eine energetische Ausgangsbasis und zum anderen relevante Energiekennzahlen gebildet werden können. Anhand dieser Werte wird die energiebezogene Leistung gemessen und beurteilt. Hannover Messe: Halle 12, Stand C39 www.tuev-nord-group.com Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit 24 Der Betriebsleiter 4/2018

BETRIEBSTECHNIK Ergonomisch gestaltete Bedienterminals LIVE@ Die Bernstein AG legt bei der Entwicklung von Neuprodukten besonderes Augenmerk auf die Ergonomie nach DIN ISO 33402-2. „Unsere Tragsysteme erleichtern das Bedienen und Beobachten von Maschinen und Anlagen. Wir gestalten es ebenso flexibel wie individuell“, erläutert Kerstin Zahn, Projekt- und Branchenmanagerin der Bernstein AG. Davon können sich Messebesucher in Hannover selbst überzeugen: Ausprobieren können sie auf dem Messestand z. B. die Tastaturablage an der Standsäule CS-4000 neXt. Zusammen mit den Befehlsgeräten in der Bedienkonsole lässt diese sich mit Hilfe eines Sliders der individuellen Körpergröße des Bedieners anpassen. Die Funktion unterstützt außerdem das Einstellen des IPCs auf eine optimale Bedienfeldhöhe. Dank stufenloser Neigung steht dem freien Blick auf den Bildschirm auch bei Reflektionen oder Lichteinfall nichts entgegen. Zudem entlastet bei der Eingabe von Daten eine Handballenauflage an der Tastaturanlage das Handgelenk. Ein Mausauszug unter der Tastaturablage lässt sich flexibel auf der linken oder rechten Seite nutzen und macht das Bedienen so für Links- und Rechtshänder gleichermaßen bequem. Hannover Messe: Halle 9, Stand G76 www.bernstein.eu Schrankservice für Berufskleidung In einem geordneten Betrieb hat alles seinen Platz: Geräte, Werkzeug, Kleinteile – und auch die Arbeitskleidung. Doch wohin mit der schmutzigen Kleidung? Wohin mit den frischen Garnituren? Und wo liegt die Privatkleidung? Eine praktische Lösung bietet der Schrankservice von Mewa. Der Textildienstleister stattet seine Kunden mit Schränken aus, die modular aufgebaut sind und sich beliebig erweitern und kombinieren lassen. Jeder Mitarbeiter hat sein persönliches Schrankfach, in dem seine Kleidung liegt. Während die saubere Arbeitskleidung frisch und einsatzbereit im persönlichen Schrankfach bereit liegt, wird die verschmutzte Kleidung nach dem Tragen im integrierten Schmutzwäscheschrank separat gesammelt. So wird größtmögliche Hygiene garantiert, besonders wichtig bei Hygienekleidung – etwa in der Lebensmittelindustrie. Das Gesetz schreibt vor, dass die hygienischen Bedingungen nicht nur beim Waschen, sondern auch beim Transport und Lagern eingehalten werden müssen. Das gilt auch für Arbeitskleidung, die durch Gefahrstoffe kontaminiert wurde. www.mewa.de Werkbank mit E-Antrieb für mehr Mobilität und Ergonomie in der Werkshalle Als Highlight der neuen Garant GridLine-Serie präsentiert die Hoffmann Group die selbstfahrende Werkbank. Sie wird durch einen leistungsstarken Akku elektrisch angetrieben. Dadurch können die Mitarbeiter ihren kompletten Arbeitsplatz ohne großen Kraftaufwand an einen anderen Ort innerhalb der Werkshalle verlagern. Schraubstock, Werkzeuge und andere schwere Gegenstände sind somit immer dabei; schweres Tragen wird vermieden und der Rücken entlastet. Die Bedienung der selbstfahrenden Werkbank ist denkbar einfach. Mit nur einer Hand am Lenkgriff kann der Mitarbeiter die Werkbank mühelos vorwärts und rückwärts bewegen – und das stufenlos mit bis zu 4 km/h. Über eine LED-Anzeige ist der Betriebszustand der Werkbank selbst in weniger gut beleuchteten Bereichen der Werkstatt jederzeit gut ablesbar. Damit sich die Werkbank auch auf unebenem Untergrund komfortabel bewegen lässt, wurde sie mit Rädern von 125 mm Raddurchmesser ausgestattet. Auch über Türschwellen fährt sie problemlos hinweg. Feststeller für Rad und Drehkranz an den Lenkrollen ermöglichen ein sicheres Arretieren an Ort und Stelle. Der solide, aus verzinktem Stahlblech gefertigte Korpus ist gegen Spritzwasser von allen Seiten geschützt. Als Produkt aus der neuen Garant GridLine-Serie passt die Werkbank perfekt mit sämtlichen nach Garant GridLine konzipierten Betriebseinrichtungen zusammen. Die Werkbank ist ab Mitte Juni 2018 verfügbar. www.hoffmann-group.com Neue Generation Schlauchaufroller Im Fokus der Entwicklung der neuen Generation Schlauchaufroller von Cejn stand die Herstellung eines sicheren, leistungsstarken Produkts. Das Ergebnis sind hochwertige Aufroller, bei deren Anwendung die Werkzeuge von hohem Durchfluss und geringen Druckverlusten profitieren, was letztendlich zu einem höheren Durchsatz führt. Die Handhabung ist sicher. Der Schlauch wird durch den kräftigen Einzug präzise zurück in das Gehäuse geführt. Die Schläuche lassen sich austauschen, sodass die Schlauchaufroller lange genutzt werden können. Durch die Verwendung bester Materialien in allen Komponenten ist auch die Wartung einfach. Dazu trägt die neue schnelle und sichere Schlauchwechselfunktion bei. Das Aufrollerangebot von Cejn kann für die Verwendung mit Luft, Wasser und Strom konfiguriert werden. Durch eine Sortimentserweiterung umfasst das Angebot nun auch große, offene Trommeln mit kontrolliertem Einzug für intensive Anwendungen. Wie bei allen Cejn-Produkten hat auch hier Sicherheit oberste Priorität. Dabei kann der große Aufroller auch sehr lange Schläuche bzw. solche mit großem Durchmesser aufnehmen. Für eine noch längere Haltbarkeit wurde die robuste Stahlaufroller pulverbeschichtet und meistert so auch verschleißintensive und anspruchsvolle Bedingungen. Ein weiteres Highlight ist die spezielle Achse mit Doppelhaltersystem für maximale Stabilität. www.cejn.de/schlauchaufroller Der Betriebsleiter 4/2018 25