Aufrufe
vor 2 Wochen

Der Betriebsleiter 4/2018

Der Betriebsleiter 4/2018

BETRIEBSFORUM Augen auf

BETRIEBSFORUM Augen auf bei der Partnerwahl Damit individuelle Softwareentwicklung kein Abenteuer wird Mittelständische Unternehmen starten in der Regel wohl überlegt in das Abenteuer „Individuelle Softwareentwicklung“. Die Evaluierung des Softwarehauses ist dabei alles andere als einfach. Umso größer ist die Verärgerung, wenn ein Projekt dennoch aus dem Ruder läuft oder gar Produktionsabläufe beeinträchtigt. Die Gefahr, dass so etwas passiert, lässt sich allerdings eindämmen. Dass die meisten Softwareentwicklungsprojekte weder termin- noch kostentreu abschließen, hat viele Ursachen. Beispielsweise spielen Unsicherheit und Unwissen auf Seite des Auftraggebers eine entscheidende Rolle. Allerdings liegen Planabweichungspotenziale auch auf Seiten des Entwicklungspartners. Der War of Talents etwa führt branchenweit zu Personalengpässen und damit naturgemäß zu einer dünnen Kapazitätsdecke, die bei Ausfällen schnell einreißt. Hinzu kommt die Tatsache, dass die meisten Häuser oft mit großen Auftraggebern zusammenarbeiten, die als gern präsentierte Referenz in der Prioritätenliste stets oben stehen wollen. Kleinere und mittlere Auftraggeber geraten Autor: Markus Müller, Geschäftsführung, new frontiers software GmbH, Groß-Bieberau so schnell ins Hintertreffen und müssen oft warten, wenn vermeintlich wichtigere Projekte Aufmerksamkeit erfordern. Sorgfalt und Qualität im Fokus Insbesondere in Zeiten einer austauschbaren Supply-Chain sind die innerbetrieblichen Prozesse und das Funktionieren der Kern-Software zentrale Erfolgsfaktoren. Über die Funktionstüchtigkeit können Kundenempfehlungen und Referenzbesuche verlässlich Auskunft geben. Im Fokus solcher Recherchen sollte zwingend auch die übliche Herangehensweise und Prozesssicherheit des künftigen Dienstleisters stehen. Es mag einfach klingen, aber zweifelsohne zählt dabei etwa das gemeinsame Erarbeiten verständlicher Anforderungen zu den wichtigsten Kriterien in der frühen Projektphase. Da üblicherweise einige von ihnen miteinander in Konflikt stehen, sind hier Priorisierungen ein Indiz für ein solides Projektmanagement. Systementwickler, die versuchen, allen Anforderungen gerecht zu werden, scheitern in der Regel an der Komplexität. Hand in Hand mit der Anforderungsanalyse geht das Anforderungsmanagement, das eine sorgfältige und vollumfängliche Dokumentation inklusive Versionierung sicherstellt und durch Transparenz zeitraubende Diskussionen und Missverständnisse vermeidet. Fachkenntnis und Schnittstellen Eine schnelle Auffassungsgabe und die Fähigkeit, Sachverhalte abstrahieren zu können, sind selbstredend wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Im Fokus sollten aber vor allem auch nachweisbare Erfahrungen im Produktionsumfeld stehen. Nur mit diesen Erfahrungen kann der Auftragnehmer Lücken schließen, die im Verlauf der Anforderungsanalyse auftreten. Es sollten Fragen geklärt werden wie: Ist eine Kommunikation mit der Automatisierungstechnik notwendig und wenn ja, welche Feldbus-Systeme sind dort im Einsatz? Werden Schnittstellen zu Produktionsplanungssystemen oder Leitständen benötigt? Kommt es durch eine getaktete Fertigung zu Lastspitzen im Netzwerkverkehr, mit denen man umgehen muss? Gibt es rechtliche Vorgaben wie Nachweispflichten? Des Weiteren gilt es zu klären, ob die neue Software Auswirkungen auf bestehende oder angestrebte Qualitätszertifizierungen hat. Diese produktionsspezifischen Aspekte dürfen für einen Softwarepartner kein Neuland sein. Anderenfalls steigt die Gefahr, dass wichtige Aspekte übersehen oder falsch verstanden werden und zu massiven zeitlichen Verzögerungen führen. Diese beispielhafte Liste der zu beachtenden Punkte ließe sich ohne weiteres fortsetzen und würde auch weiche Faktoren, wie etwa das gern zitierte „Bauchgefühl“, beinhalten. Wirklich relevant werden diese Faktoren aber erst, wenn eine ausreichende Branchenkenntnis und ein Funktionieren der Kern-Software des Anbieters der Wahl nachgewiesen sind. Besuche bei bestehenden Kunden der eigenen Branche können hierüber Aufschluss geben. Aber auch aus der Art der Fragen, die ein potentieller Anbieter stellt, lässt sich oft ein Rückschluss auf bestehende Projekterfahrung ziehen. Bild: Fotolia/Surflifes www.new-frontiers.de 38 Der Betriebsleiter 4/2018

Virtual Machining für bessere Qualität und Effizienz Die Werner Weitner GmbH ist Spezialist für Werkzeugausrüstungen, Spezial- und Komplettwerkzeuge, Hochleistungspumpen sowie Präzisionsbauteile. Der Einsatz einer durchgängigen Virtual-Machining- Software-Prozess-Lösung in Verbindung mit neuesten Produktionsmaschinen zeichnet den Mittelständler aus. Dank der CAM-Software ProfiCAM VM von Coscom mit Full HPC-Technologie in Kombination mit dem CAM-Datenmanagement-System Factory- DIRECTOR, der Werkzeugverwaltung ToolDIRECTOR sowie der Simulation ProfiKINE- MATIK hat das Unternehmen seine Rüst- und Einfahrzeiten um ca. 50 % gesenkt , die Laufzeiten um 30 % reduziert sowie die Fehler- und Ausschussquote nahe Null gebracht. Coscom Virtual Machining sichert den kompletten CAD/CAM-Prozess im Vorfeld der Produktion am virtuellen Arbeitsplatz (PC) ab. Ergebnis sind kürzeste Bearbeitungszeiten auf der Maschine und maximale Flexibilität bei der Belegung des Maschinenparks. IHR PARTNER FÜR DIE INDUSTRIE Smarter aufgestellt mit MES & Workforce Management 23. - 27.04. Halle 7 Stand B26 www.coscom.eu Durchgängige Materialflüsse in der Smart Factory LIVE@ Der Intralogistik-Spezialist viastore ist ein führender Anbieter von Systemen und Software für Warehouse Management sowie vernetzte und automatisierte Materialflüsse in Logistik und industrieller Fertigung. Welche Lösungen es hier gibt und welchen Mehrwert sie bieten, zeigt viastore auf der Digital Factory der Hannover Messe. Im Fokus steht die neueste Version des Warehouse Management Systems viadat. Es unterstützt alle Aufgaben, die Entwicklungen wie Industrie 4.0 an die Intralogistik stellen und ist für komplexe Logistikzentren mit hohem Warenumschlag ebenso geeignet wie für konventionelle, manuelle oder staplerbediente Anlagen. „Wir vernetzen Materialflüsse über die klassischen Grenzen hinweg, indem wir Logistik und Produktion wirkungsvoll durch Warehouse Management Systeme und Manufacturing Execution Systeme integrieren“, erklärt Dr. Harald Göbel, COO der viastore Software. „Das schafft die Voraussetzung für effiziente Prozesse und höchste Transparenz entlang der Supply Chain.“ Wie solche Prozesse in Produktion und Logistik aussehen, erfahren Besucher auf dem Messestand per Virtual Reality. www.viastore.com Hannover Messe: Halle 7, Stand A40 Mit Maschinendaten und Business Intelligence zur transparenten Wertschöpfungskette LIVE@ Business Intelligence meets Internet of Things: Unter diesem Motto präsentiert die Sievers-Group auf der Hannover Messe ihre Zusammenarbeit mit der Harting Technologiegruppe. Eine gemeinsam entwickelte IoT-Lösung ermöglicht es Anwendern, ihre Maschinendaten mit anderen Informationen entlang des Produktionsprozesses zu verknüpfen. Der modular aufgebaute iMini-Computer MICA von Harting erfasst dazu die Arbeitsdaten einzelner Maschinen und Anlagen. Diese Daten kombiniert die Sievers-Group mit ERP- und Business-Intelligence-Anwendungen. So liefert das IT-Architekturhaus ein Werkzeug, um aus der Produktion heraus betriebswirtschaftliche Fragestellungen fundiert zu beantworten. Hannover Messe: Halle 11, Stand C13 www.sievers-group.com