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Nr. 3 / 2018

Damit der Frühling schön und farbenfroh wird, hat der Osterhase mit der übriggebliebenen Eierfarbe den Himmel bemalt. Mit der vorliegenden Ausgabe wünschen wir Ihnen den einen wundervoll bunten Start in die warme und helle Zeit des Jahres!

Midro_93x129_d_Midro_93x129_d 24.09.13 16:22 Seite 1 Individuell dosierbar Gelegentlich verstopft? Midro ® – Pflanzliche Abführhilfe bei gelegentlicher Verstopfung. Rezeptfrei in Apotheken und Drogerien. Dies sind Arzneimittel. Bitte lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. biORGANIC natural Selenium Gisand Selen, das Spurenelement als Nahrungsergänzung • Schützt die Zellen vor Oxidation • Neutralisiert freie Radikale • Wirkt degenerativen Prozessen entgegen Gisand AG, Schläflistrasse 14, 3013 Bern Midro AG, CH-4125 Riehen Reissfeste Verbindungen Verwandte sind wie zwei Seiten einer Medaille: Als Rettungsanker kann man sich selbst in schwierigsten Lebenslagen auf sie verlassen. Gelegentlich entpuppen sie sich aber auch als Bürde. Ingeborg Ingber (Name geändert) kann die Tränen nicht mehr zurückhalten: »Es ist einfach ungerecht», beklagt sich die 33-Jährige, «nur weil ich ein Mädchen war, galt ich stets weniger. Das ist noch heute so.» Ihre Bitterkeit resultiert aus der Vorzugsbehandlung, die ihr jüngerer Bruder von seinen Eltern bekommt. Nachdem er mit seiner Weinhandlung in Konkurs geraten ist, steigt er nun ins Autogeschäft ein, dies mit einer kräftigen Finanzspritze aus dem Elternhaus. Aus Ingeborgs Sicht ist er ein grossspuriger Angeber, der mit wenig Arbeit das grosse Geld machen will. «Die Eltern wollen nicht sehen, dass er auf zu grossem Fuss lebt. Auch mit seiner neuen Firma wird er wieder scheitern», befürchtet sie. «Als ich nach der Lehre eine Zusatzausbildung machen wollte, hiess es, ich solle mich einschränken und mit einer Teilzeitarbeit meinen Lebensunterhalt verdienen. Von meinen Eltern gab es keinen Rappen. Meinem Bruder dagegen werfen sie das Geld hinterher.» Opfer der Familie Es ist 01.36 Uhr, als Monika Erni (Name geändert) durch den Klingelton eines SMS aus dem Schlaf gerissen wird. Schlaftrunken schaut sie auf das Display und liest: «Es ist gemein, ihr habt mich zum Geburtstag von Mutter nicht eingeladen!!» Nun ist es vorläufig um ihren Schlaf geschehen, der Ärger steigt in der 59-jährigen Monika hoch. Sehr wohl hat ihre Schwester, die Absenderin des SMS, eine Einladung erhalten. Weil sie zu viele Medikamente schluckt und zu oft zum Glas greift, hat sie womöglich die Einladung und den Geburtstag der Mutter vergessen oder übersehen. Seit ihr Mann sie verlassen hat, sucht sie noch öfter vermeintliche Hilfe in der Flasche oder in der Tablettenschachtel. Dadurch sind auch die Vorwürfe gegen ihre Geschwister häufiger geworden. Sie lauten stets ähnlich: Veronika fühlt sich von den Geschwistern benachteiligt. Man lasse sie 36 Schweizer Hausapotheke 3-2018

links liegen, niemand frage nach, wie es ihr gehe. Schon seit ihrer Kindheit sei sie das fünfte Rad am Wagen. Monika und auch ihre Geschwister haben mehrfach versucht, die Schwester von ihrer negativen Sichtweise abzubringen. Ohne Erfolg. Sie fühlt sich weiterhin als Opfer ihrer eigenen Familie. Familien können ein Hort der Geborgenheit sein, allerdings auch eine schwierige Konfliktzone. Wenn ein Arbeitsverhältnis arg zerrüttet ist, schaut man bei den Stellenannoncen nach. Von einem Job, bei dem man sich ausgenutzt, nicht wertgeschätzt und nicht respektiert fühlt, kann man sich per Kündigung verabschieden, aus einer Familie kann man nie endgültig austreten. Zwar heisst es gelegentlich während der Pubertät lautstark: «Mit euch will ich nie mehr etwas zu tun haben! Ihr seid für mich gestorben!» Doch selbst wenn man künftig um seine Schwestern und Brüder, Mutter und Vater, Grosseltern, Tanten und Onkel, Cousinen und Cousins einen grossen Bogen macht, wird man sie nie los, sie bleiben einen Teil von einem selbst. Familiäre Verbindungen kann man nicht auflösen, so wie man eine Freundschaft oder Partnerschaft beenden kann, wenn man schwer enttäuscht wurde oder wenn man sich auseinanderentwickelt hat; von Angehörigen kann man sich höchstens distanzieren. Selbst «schwarze Schafe» werden in der Familie nicht ausgestossen. Familienmitglieder, die im Gefängnis landen oder bankrott sind, können auf Beistand hoffen. Dieser emotionale Rückhalt hilft auch schwer erkrankten Angehörigen leichter wieder auf die Füss e zu kommen. «Geteiltes Leid ist halbes Leid», weiss eine Redensart treffend. Familien sind Lebensschulen. Arbeitsteams oder Sportmannschaften sind vor allem zusammengewürfelte Zweckgemeinschaften auf Zeit, Familien dagegen verbinden unzerstörbare Gefühlsbeziehungen. Besonders eindrücklich zeigt sich dies bei Adoptierten: Einige von ihnen drängte es, als Erwachsene nach ihrer leiblichen Mutter zu suchen. Sie sind sich dabei bewusst, dass sie möglicherweise eine herbe Enttäuschung oder eine Abfuhr erleben werden, aber selbst dieses Risiko vermag sie nicht zu bremsen. «Blut ist dicker als Wasser», meint eine Redewendung, will heissen: Im Zweifelsfall halten Verwandte zusammen. Dies erfährt unter Umständen ein Mann, der eine neue Partnerschaft mit einer Frau mit Tochter oder mit Sohn eingeht. Wenn er das Kind wegen eines Fehlverhaltens tadelt, ergreift die Mutter Partei für ihr Kind. Ohne Konservierungsmittel Gereizte Augen? Weleda Euphrasia – Augentropfen Verschwiegenheit und Loyalität Keine anderen Personen kennen sich so detailliert wie Familienangehörige. Sie haben eine jahrzehntelange Geschichte, die von gemeinsamer Freude und von gemeinsamem Leid geprägt ist; Erlebnisse und Erinnerungen schweissen Menschen zusammen. Aber auch Geheimnisse, die Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage. Weleda AG, Schweiz Schweizer Hausapotheke 3-2018 37