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Nr. 3 / 2018

Damit der Frühling schön und farbenfroh wird, hat der Osterhase mit der übriggebliebenen Eierfarbe den Himmel bemalt. Mit der vorliegenden Ausgabe wünschen wir Ihnen den einen wundervoll bunten Start in die warme und helle Zeit des Jahres!

Du bist

Du bist Kinderbuchautorin. Wie wichtig sind für dich Geschichten – insbesondere für Kinder? Absolut wichtig! Es gibt fast nichts Wichtigeres. Mein Vater erzählt unserer ganzen Familie jede Weihnachten eine Geschichte. Es ist ein schönes Ritual, das wir alle bis heute schätzen. Wir leben alle mit Geschichten – jeden Tag. Wenn wir uns zum Beispiel mit Freunden treffen, erzählen wir uns gegenseitig Geschichten. Es lebt. Sie gehören zu unserem Alltag. Wir erklären uns die Welt in Geschichten. Auch unser Glauben beruht auf Geschichten. Jede Kultur hat ihre Geschichten. Alles ist immer in eine Geschichte verpackt. Und einem Kind erklären wir die Welt ebenfalls durch Geschichten. Ich lege allen Eltern ans Herz, sich auch in stressigen Momente Zeit zu nehmen und ihren Kindern eine Gutenacht-Geschichte zu erzählen. Als Ritual in diese Welt einzutauchen, das sind auch Augenblicke der Nähe und Geborgenheit. Es ist für mich unabdingbar und ich kann mir nichts vorstellen, was diese innige Zeit ersetzen könnte. Deine tägliche Arbeit geht unter die Haut. Wie kannst du dich schützen? Das ist sehr wichtig. Ich möchte nicht in einen Tramp fallen, da jeder Mensch und seine Geschichte unterschiedlich ist. Ich hole den Ausgleich oder die Kraft in Gesprächen mit der Familie oder Freunden. Aber auch andere Geschichten hören oder einfach ausgehen – das lenkt mich ab. Was ich auch mache: Ich schreibe die bewegenden Geschichten auf. In einem Art Tagebuch. So kann ich das Buch schliessen und damit für mich für den Moment auch abschliessen. Jederzeit kann ich wieder den Faden aufnehmen und lesen, wenn die Geschichte wieder aktuell wird. Sich im Team auszutauschen ist auch enorm wichtig. Ich habe das Glück, dass ich zwei ganz gute Kollegen habe. Was war für dich der bewegendste Moment? Da gibt es ganz viele. Aber kürzlich erlebte ich eine sehr berührende Geschichte. Ich habe ein Elternpaar begleitet, das im Zusammenhang mit der ersten Schwangerschaft eine schwierige Entscheidung treffen musste. Diese belastete das Ehepaar auch viele Jahre später noch stark. Nach zehn Jahren haben wir gemeinsam nochmals ein Abschieds ritual gemacht. Wir liessen eine Himmelslaterne steigen. Ich drehte mich etwas ab und fotographiere die steigende Himmelslaterne. Erst als ich das Foto betrachtete, merkte ich, dass genau in dem Moment, als ich knipste, der Ballon in ein Wolkenherz flog. Das war extrem berührend und heilsam für die Eltern. Ein starker Moment. Du bist eine öffentliche Person, wohnst direkt neben der Kirche. Hast du eine Privatsphäre? Ich bin sehr unkompliziert geworden. Am Morgen öffne ich die Ställe meiner Tiere im Pyjama und Morgenmantel. Das sind sich die Menschen um mich herum gewöhnt. Ich wollte auch bei der Kirche wohnen. Ich möchte, dass die Menschen mich kennen und wissen, wo ich bin. Beim Einkaufen – wenn es nur um einen Liter Milch geht – weiss ich, dass ich eine Stunde benötige. Ausser mein Gesicht sagt deutlich, heute bin ich gestresst. Die Menschen sprechen mich an, möchten ihre Anliegen erzählen oder einfach reden. Das hat auch Vorteile. Denn alle, die eine Schwellenangst haben, ins Pfarrhaus zu kommen, finden den Weg so zu mir. Für mich war es immer wichtig, dass ich in einer Gemeinde wohne und arbeite. Was bedeuten dir Tiere? Tiere gehören zu meinem Leben. Ich liebe sie sehr. Durch meinen Beruf erfahre ich oft von Tierschicksalen. 3Meine Tierliebe hat sich herumgesprochen und so finden sie den Weg zu mir. Die Kirchgemeinde hat mir grosszügiger weise Land neben dem Pfarrhaus zur Verfügung gestellt. Mittlerweile sind es draussen 30 Tiere. Sie verbringen alle ihren Lebensabend bei mir. Jedes Tier hat einen Namen. Daisy und Dolly, die Geissen, wollte ich. Sie leben nun in einer Gemeinschaft mit Meerschweinchen und Hasen. Im Quartier kennen alle diesen kleinen Zoo, der auch viele Familien mit Kindern anlockt. Es ist ein richtiger Magnet. Zudem habe ich bei der Pflege der Tiere viel Hilfe und Unterstützung. Sehr viele Kinder helfen mir bei der Fütterung und der Reinigung des Geheges. Sie lernen so Verantwortung zu übernehmen und den Respekt vor einem Lebewesen. In der Radiosendung «Persönlich» wurdest du auf das Thema Putzen angesprochen. Was bedeutet dir Putzen? Grundsätzlich putze ich sehr gerne, weil ich es gerne sauber habe. Es ist im Aussen und im Innen ein Reinigen und Aufräumen. Aber für mich ist Putzen auch meditativ. Beim Fensterputzen kommen mir Ideen oder Pendenzen in den Sinn oder ich überdenke mein Handeln. Es kommt aber auch vor, dass ich zum Putzen tanze und singe. Am liebsten zum Lied «Runaway» von Bon Jovi. Immer in beachtlicher Lautstärke (lacht). Hast du einen Traum? Ja. Ich schaue mich jetzt schon um. Ich möchte nach meiner Pensionierung mit meinen Tieren ein altes Bauernhaus beziehen und dort Menschen ein Zuhause auf Zeit anbieten. Es können ausgebrannte Manager oder Jugendliche in Not sein, die bei mir und meinen Tieren durchatmen und sich ausruhen können. Ich biete einen geregelten Tages ablauf mit Gartenarbeit an. Wieder einmal Erde spüren an den Händen, die Tiere versorgen, Gemüse ansäen, Bäume schneiden und Landluft geniessen. Keine Dauermieter, sondern wirklich begrenzt Gast – im Sinn eines Timeouts – sein. Das wünsche ich mir sehr. Ich erlebe in der Seelsorge, dass viele Menschen nicht mehr geerdet sind. Dauerstress und Druck beherrschen das Leben. Im Sinne von «Ora et labora», aber ohne Zwang und Druck. Einfach eine Oase für die Seele – ich freue mich sehr. Sylvia Felber ist Redaktionsleiterin der Schweizer Hausapotheke seit 1991, Heimweh-Baslerin und FCB-Fan. Fotos: Silvia Bretscher 8 Schweizer Hausapotheke 3-2018

Juckreiz und Wunden im Analbereich: Chronifizierung vermeiden! Die Probleme im Analbereich bleiben bei uns eines der letzten Gesundheitstabus, die es zu überwinden gilt! Zu viele Betroffene warten, bis das Problem chronisch wird, dabei wäre es so viel einfacher, die Sache sofort zu behandeln. Brechen Sie das Tabu und holen Sie sich Hilfe! Neue, perfekt Ihrem Problem entsprechende Produkte helfen. Die Herausforderung bei Unwohlsein im Analbereich und wunden Stellen liegt darin, Pflege und Hygiene zu koordinieren, ohne die Wundheilung zu stören, und das an einer Stelle, an der sich die üblichen Mittel (Pflaster, Kompressen, Cremes und Salben) nicht anwenden lassen. Für die Hygiene sind die herkömmlichen Produkte ungeeignet, weil sie die Wundheilung stören; das oft empfohlene Vorgehen (Trocknen mit dem Föhn) liegt ausser Haus kaum drin, auch wenn eine perfekte Hygiene zu den Voraussetzungen einer raschen Wundheilung gehört. Und für eben diese gibt es kaum Produkte, die Feuchtigkeit spenden und gleichzeitig die Wundheilung fördern, ohne zu Mazeration zu führen. Überdies ist der Juckreiz oft hoch und lässt sich kaum unter Kontrolle halten. Der erste Schritt zur Linderung Ihres Problems ist eine klare Vorstellung davon. Benützen Sie dafür unbedingt einen Handspiegel! Das Internet kann Ihnen bei der Interpretation helfen. Grössere oder bereits chronische Probleme (Fisteln, Zysten …) bedürfen einer ärztlichen Diagnose, weil sich manche nur chirurgisch beheben lassen. Für die Hygiene (Sofortmassnahme oder während einer Behandlung) verwenden Sie nur passende Produkte, die die Wundheilung nicht stören: • Morgens und abends unter der presse Zactigis ProctoRelax sofort und verbessert den Gewebe- Dusche ist Zactigis ProctoWash ideal (gut spülen und mit einem zustand. sauberen Tuch trockentupfen) Es bleiben Wundheilung und • Nach dem Stuhlgang verwenden Sie weiches Papier und zulenden Gel Kito-Kit können Sie zur Schmerzkontrolle: mit dem abheiletzt ein passendes Feuchttuch Wundheilung beitragen und die (zum Beispiel Multi-Gyn Inti- mit den wunden Stellen verbundenen Schmerzen eindämmen. Fresh). • Bei Rötungen, Unwohlsein, Weitere Informationen finden Sie auf Druckgefühl lindert eine Kom- www.zactigis.ch. Bestellen Sie die Musterbroschüre Zactigis ProctoLine Name/Vorname Strasse/Nr. PLZ/Ort Email Geburtsjahr Senden Sie den Talon an: Schweizer Hausapotheke, «Zactigis ProctoLine», Könizstrasse 25, 3008 Bern Teilnahme per E-Mail: service@schweizerhausapotheke.ch (Betreff: Zactigis ProctoLine) 3/18 Blasenentzündung ade! FEMANNOSE® N – zur Akutbehandlung & Vorbeugung Wirkt rasch in der Blase Wirkeintritt bereits nach einer Einnahme möglich Sehr gute Verträglichkeit Dank D-Mannose Keine Resistenzbildung Keime werden inaktiviert und ausgeschieden Fruchtiger Geschmack Medizinprodukt CE 0426 | Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Melisana AG, 8004 Zürich, www.femannose.ch Förderkreis-Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Blasenschwäche 180129_FEM_N_Inserat_180x125_df.indd 1 Schweizer Hausapotheke 29.01.18 10:12 3-2018 9