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Naturparkplan Naturpark Dümmer

NATURPARKPLAN DÜMMER

NATURPARKPLAN DÜMMER Namensgeber des Naturparks ist der zweitgrößte Binnensee Niedersachsens, der Dümmer-See. Aktuell sind elf kommunale Gebietskörperschaften die Mitglieder des gemeinnützigen Trägervereins (siehe Tabelle 1). Im Trägerverein des Naturparks sind privatwirtschaftlich Agierende aufgrund von zu geringen Kapazitäten und bereits vorhandener informellen Kooperationen nicht vertreten. Der Verein hat sich mit seiner Satzung dem Ziel verpflichtet, in dem „als Erholungsgebiet besonders geeigneten Raum die Landschaft zu erhalten und zu pflegen, die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und durch geeignete Maßnahmen eine naturnahe Erholung der Bevölkerung zu ermöglichen“ (Naturpark Dümmer e. V. 2013). Als Organe des Vereins fungieren die Geschäftsführung, der Vorstand und die Mitgliederversammlung. Die Geschäftsstelle des Naturparks ist beim Landkreis Diepholz ansässig. Der Geschäftsführer des Naturparks ist mit einem Stellenumfang von weniger als einer Vollzeitstelle im Fachdienst Kreisentwicklung des Landkreises Diepholz angesiedelt. Die Geschäftsstelle greift im Tagesgeschäft bei der Entwicklung und Umsetzung von Projektideen je nach Verortung der Projekte auf die Ressourcen der Regionalmanagements in den regionalen Kooperationsräumen Diepholzer-Land, Vechta und Wittlager Land sowie des Landkreises zurück. Kooperationen Der Naturpark versteht sich als Koordinierungsinstanz für Aktivitäten, die zur satzungsgemäßen Entwicklung im Naturparkgebiet beitragen. Eine wichtige Basis dafür bildet einerseits die Einbindung der Naturparkmitglieder in vielfältige Kooperationen auf unterschiedlichen Ebenen und andererseits die intensive Vernetzung der Geschäftsstelle des Naturparks mit unterschiedlichsten Aktivitäten im Gebiet des Naturparks. Von besonderer Bedeutung für die Naturparkentwicklung sind die folgenden großräumigen auf Teilräume des Naturpark-Gebiets bezogene Kooperationen (siehe Abbildung 8): • Der Zweckverband Dammer Berge umfasst die vier Mitgliedskommunen des Landkreises Vechta und hat das Ziel „die Landschaft zu erhalten und zu pflegen sowie den naturnahen Tourismus zu fördern“ (Landkreis Vechta 2017a). Darüber hinaus kooperiert der Zweckverband mit den angrenzenden Touristikverbänden „Verbund Oldenburger Münsterland“ und „DümmerWeserLand Touristik“. • Der Dümmerbeirat wurde initiiert, um die angestrebten Ziele des Dümmersanierungskonzepts (ML 2012) durch abgestimmtes Vorgehen zu erreichen. Der Beirat berät die Landesregierung zu den unterschiedlichen Themen der Wasserreinhaltung und unterstützt die Umsetzung der Dümmersanierung. • Das Dümmerforum wird seit dem Jahr 2011 vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) zweimal im Jahr auf dem Schäferhof in Stemshorn veranstaltet. Das Motto lautet: „Grenzen überwinden“. Es wird vom „Dümmerkoordinator“ eingeladen und vom NLWKN organisiert. Die Protokolle stehen im Internet. Vor einem breiten Kreis von Interessenten wird ein breites Spektrum an Fachthemen diskutiert. Aktuell steht die „Dümmersanierung“ im Mittelpunkt der Berichterstattung. • Das „Städtequartett“ der Städte Diepholz, Vechta, Lohne und Damme arbeitet in der Bereitstellung von Kompensationsflächen, im Zusammenhang mit Eingriffen in Natur und Landschaft, zusammen (Langendorf 2014). • Vier Einrichtungen zur Umweltbildung im direkten Umfeld des Dümmer-Sees sind im Dümmer- Kleeblatt zusammengefasst. Hierunter vermarkten sich die Dümmer Vogelschau, das Dümmer Museum, der Schäferhof mit dem Verein Naturraum Dümmerniederung sowie die Naturschutzstation Dümmer (Langendorf 2014). • Die DümmerWeserLand Touristik e.V. bearbeitet die überregionale Vermarktung der touristischen Angebote. Der Zuständigkeitsbereich umfasst im Westen nicht den ganzen Naturpark, geht jedoch im Osten über die Grenzen des Naturparks hinaus (Naturpark Dümmer e.V. 2017b). 7 KoRiS | PU

NATURPARKPLAN DÜMMER • Der Tourismusverband Dümmerland e.V. hat das Ziel, den Tourismus im Dümmer-Umland und am Dümmer-See zu fördern und fungiert als Interessensvertretung seiner 121 Mitglieder (Stand 09/16) aus der Tourismuswirtschaft (DümmerWeserLand Touristik e.V., 2017b). • Der Landkreis Vechta stellte ein Regionales Entwicklungskonzept auf, welches für das gesamte Kreisgebiet von Vechta gilt und unter Beteiligung der regionalen Bevölkerung erstellt wurde. Zur Umsetzung des REK wurde die Niedersächsische Landgesellschaft mit dem Regionalmanagement beauftragt (Landkreis Vechta 2017b). • Die (Samt-) Gemeinden Altes Amt Lemförde, Barnstorf, Rehden und die Stadt Diepholz aus dem Landkreis Diepholz schlossen sich als „Diepholzer Land“ zusammen und erstellten unter Beteiligung der regionalen Bevölkerung ein REK. Das Regionalmanagement wird von den fünf Gemeinden finanziert und im Fachdienst Kreisentwicklung des Landkreises Diepholz ausgeführt (Landkreis Diepholz 2017). • Die Geschäftsstelle des Naturpark Dümmer e.V., die Stiftung Naturschutz im LK Diepholz und die DümmerWeserLand Touristik e.V. sind organisatorisch im Fachdienst Kreisentwicklung im LK Diepholz angesiedelt. Weiterhin sind dort die Untere Landesplanungsbehörde, die Untere Naturschutzbehörde, die Untere Waldbehörde, die Regionalentwicklung, der Tourismus und das Büro für Geografische Informationssysteme zusammengefasst. Diese Struktur besteht seit dem Jahr 2007 und bringt positive Synergien mit sich. 2 Bestandsanalyse und SWOT-Analyse 2.1 Natürliche Grundlage - Umweltsituation Die folgenden Unterkapitel stellen die natürlichen Grundlagen des Naturparks dar. Die zugrundliegenden Daten wurden vorwiegend den Landschaftsrahmenplänen entnommen und durch statistische Daten ergänzt. 2.1.1 Naturräumliche Gliederung Der Naturpark ist durch eine große landschaftliche Vielfalt geprägt, die wesentlich auf eiszeitliche Prozesse zurückzuführen ist und ist den naturräumlichen Haupteinheiten Diepholzer Moorniederung, Bersenbrücker Land, Rahden-Diepenauer Geest und Cloppenburger Geest zuzuordnen (ML 1989). Innerhalb der Haupteinheiten werden kleinräumig Landschaftseinheiten, naturräumliche Einheiten oder Landschaftsräume abgegrenzt, die in Anhang - Tabelle 1 dargestellt sind. Hinsichtlich der Topographie sind drei Teilbereiche des Naturparks deutlich zu unterscheiden: Die Stemweder Berge im Südwesten mit einer Höhe von 180 m über NN und die Dammer Berge im Westen mit bis zu 145 m über NN heben sich als überwiegend bewaldete Höhenzüge aus der in weiten Teilen feuchten Niederung, die von Fließgewässern durchzogen und durch zahlreiche Hoch- und Niedermoore geprägt ist (Damke 1977). Im niedersächsischen Vergleich sind im Naturpark noch viele Ökosystemtypen besonders und/oder großflächig ausgeprägt (ML 1989). Der Naturpark ist als regional bedeutsame Natur- und Kulturlandschaft eingestuft. Die Nieder- und Hochmoore am Dümmer-See werden als wertvolle Kulturlandschaft ausgewiesen (Bezirksregierung Detmold 2004). 2.1.2 Schutzgebiete Der Naturpark grenzt im Norden an den Naturpark Wildeshauser Geest und im Süden an den Natur- und Geopark Nördlicher Teutoburger Wald TERRA.Vita. Beide Naturparke besitzen mit je etwa 1.500 km² eine größere Fläche als der Naturpark Dümmer (VDN 2017). Insgesamt sind 8 % der Flächen des Naturparks Dümmer Schutzgebiete nach der Fauna Flora Habitat Richtlinie der EU (FFH-Gebiete). 11 % sind Schutzgebiete nach der EU-Vogelschutzrichtlinie (EU- Vogelschutzgebiete). Diese internationalen Schutzgebiete sind bis auf 8 km² auch nach nationalem Recht KoRiS | PU 8

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