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BuFAS-News 01/2018 in der März Ausgabe der Schützen & Erhalten

BuFAS-News Informationen des Bundesverbandes Feuchte & Altbausanierung e.V. Nach einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 10.09.2016 Kaum zu glauben oder: „Alles neu an 30 Hochbahnsteigen“ Die Vorgeschichte: In Hannover wurde vor Jahrzehnten entschieden, die Straßenbahn nicht auf Systeme mit niedriger Einstiegshöhe umzustellen, wie es sie in vielen anderen Städten gibt. Ein behindertengerechter Einstieg war damals noch kein Thema. Da die Straßenbahn das Zentrum als U-Bahn unterquert und die U-Bahn-Stationen ohnehin barrierefreie Einstiege haben, war die Entscheidung seinerzeit sicherlich korrekt. Außerhalb der U-Bahn fährt somit ein und derselbe Zug als Straßenbahn, so dass der Gast zum Einsteigen 3 Stufen der Bahn benutzen muss, die an den Haltepunkten aufgeklappt werden. Um die Jahrtausendwende begann man damit, die Haltestellen behindertengerecht umzurüsten. Die Lösung bestand aus Natursteinplatten auf einer Stahlbetonplatte. Die Lasten wurden über eine punktuelle Stahlkonstruktion in das Fundament eingeleitet. von Klaus Münkel Ich fragte mich damals schon, weshalb man unterhalb der Stahlbetonplatte unnötige und extrem teure künstliche Hohlräume geschaffen hatte, die wiederum mit Seilen abgespannt werden mussten, damit niemand unter der Platte „durchkriecht“. Man benötigt nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass sich darunter der Müll sammelt und aufwändig aufgesammelt werden muss. Ich fragte mich: Weshalb wurden keine Stahlbetonwände und/oder Fertigteile eingesetzt? Wie soll in einigen Jahrzehnten der Korrosionsschutz erneuert werden? Die Antwort war sehr einfach: In der damaligen EXPO—Euphorie spielte Geld überhaupt keine Rolle. Nur das teure Bauwerk konnte wirklich gut und besonders sein. Die „Umrüstung auf Hochbahnsteige“ ist noch nicht abgeschlossen und dauert bis heute an. In Anbetracht der Vielzahl der Haltestellen überrascht das auch nicht. Aber: Irgendwann setzte der Verstand ein — wenn auch nur teilweise. Hauptsache teuer: Umrüstung auf Hochbahnsteige in Hannover. Als das Geld knapper wurde: Einsatz von Stahlbetonfertigteilen. Aktuell werden tatsächlich Stahlbetonwände oder Stahlbetonfertigteile eingesetzt. Und jetzt wird es interessant: Man hat Natursteinplatten (ein wenig Luxus muss ja sein) mittels Mörtelbett auf der Stahlbetonplatte verlegt. Jetzt hat man mittels „Experten“ herausgefunden, dass Salze in die

BuFAS-News Informationen des Bundesverbandes Feuchte & Altbausanierung e.V. Konstruktion eindringen und die Bewehrung schädigen. Dafür wurden „auf Beton spezialisierte Gutachterfirmen“ beauftragt. Wer hätte das gedacht? Auf den Bahnsteigen wird Tausalz eingesetzt!! Und das schädigt den Betonstahl!! Um das festzustellen, benötigt man „auf Beton spezialisierte Gutachterfirmen“. Man lernt doch wirklich nie aus. Es kommt noch schlimmer: Eine Führungskraft der Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover behauptet doch tatsächlich: „Die Konstruktionsweise der Hochbahnsteige war bis 2010 Stand der Technik und ist nicht nur in Hannover angewendet worden.“ Offensichtlich hat er oder sein beauftragter Architekt noch nie etwas von „allgemein anerkannten Regeln der Technik“ gehört. Die Anlagen wurden zwischen 1999 und 2008 gebaut. Die Gewährleistung ist abgelaufen. Die Kosten pro Bahnsteig belaufen sich auf ca. 300.000 €. Man rechnet mit insgesamt 12.000.000 €. Wer zahlt? Natürlich der Steuerzahler! Und: Mit der Lernfähigkeit ist das so eine Sache. Es wird immer noch Naturstein im Mörtelbett eingesetzt. Also werden es 20- oder 30.000.000 €? Man wird sehen! Verehrte Kollegen, wenn Sie jetzt denken, das war ein Bericht, der am 1. April in der Tageszeitung zu lesen war, irren Sie sich. Es war wirklich der 10. September 2016. Wer es nicht glaubt, möge bitte im Internet nachlesen unter. http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Jeder-vierte-Hochbahnsteig-in-Hannover-broeckelt-Sanierung-kostet-Millionen http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Die-Infra-muss-31-Hochbahnsteige-sanieren-das-wird-voraussichtlich-mehrere-Millionen-Euro-kosten

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