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LeipzigGrün Gartenprogramm 2018

Raus aufs Land Junge

Raus aufs Land Junge Leute zieht es aufs Land. Warum? Das Beispiel Lobelei. Wer hat die schönste www.streuobst-in-sachsen.de »Wir wollten alle zusammen auf dem Land leben, aber nicht zu weit weg von Schule und Arbeit«, erklärt Timea Ihlenfeld die Grundidee von Lobelei. Die Gruppe hat einen alten Vierseitenhof im Ort Lobstädt erworben. Hier wollen sie leben, teilweise arbeiten, sich um Tiere und Pflanzen kümmern und soziale Projekte verwirklichen: »Mehr Platz, mehr Ruhe, die Naturanbindung«, fasst Ihlenfeld zusammen. Da erwies sich der Winkel an der Pleiße, cirka 28 Kilometer südlich von Leipzig als idealer Ort. »Wir haben gezielt nach Orten mit einer guten S-Bahn-Anbindung gesucht. Hier fährt jede halbe Stunde die Bahn, das ist auch wichtig, wenn die Kinder zu Jugendlichen werden.« Mit dem Lobelei Verein haben sie einen gemeinnützigen Verein als Basis für ihre Aktivitäten in den Lobelei-Räumlichkeiten mit Haupthaus, Scheune und Werkstatt geschaffen, die der Verein mit Hilfe des Miethäusersyndikats erwarb. Derzeit bauen sie einen großen Gemeinschaftsraum aus, finanziert durch Direktkredite. »Wir wollen hier ja nicht als junge Gemeinschaft isoliert vereinsamen«, sagt Ihlenfeld. »Daher haben wir natürlich Kontakt mit der Dorfbevölkerung gesucht.« Man tauscht sich aus. Regelmäßig laden sie in den wärmeren Monaten zu Festen ein, etwa bei den Gartentagen. Gartenbauliches Kernstück ist die 4.000 Quadratmeter große Streuobstwiese, die beim Wettbewerb Schönste Wiesen 2016 den ersten Platz errang. »Das ist ein toller Altbestand. Hier wächst alles mögliche Obst. Neben verschiedenen Apfelsorten, Kirschen, Mirabellen, Pflaumen, Nüsse. Und immer wieder entdecken wir neue Beeren. Oder machen uns Nachbarn auf Obst aufmerksam, das wir noch nicht kannten: »Eure Mirabellen sind reif.« »Die Gelben?« »Nein, die Blauen hier vorn.« Die hatte ich noch nie bemerkt.« Die Wiese wird von zwei Schafen kurz gehalten – »Wir wollen hier doch nicht mit dem Rasenmäher durchpreschen.« – Laufenten verzehren Schädlinge wie Nacktschnecken, zwei Schweinchen helfen beim Kompost und sind Medien in der Tierpädagogischen Arbeit. Die jungen Eigentümer achten auf ökologische Aspekte, wie das Belassen von Totholz, Schaffung zusätzlicher Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten, Steinhaufen für Amphibien und andere Tiere und natürlich die Pflege und Verjüngung des Baumbestandes auf der Wiese. Beim Anbau folgen sie dem Prinzip der Vier-Felder-Wirtschaft und probieren noch immer aus. »Ich habe noch nicht verstanden, warum der Kohl in einem Jahr wächst, in einem anderen nicht«, meint Timea Ihlenfeld. »Wenn man so will, dann stecken wir noch in den Lehrjahren. Zum Glück ist eine von uns hier Gartenbaulehrerin.« Darüber hinaus holen sie in Workshops etwa für Obstbaumschnitt, richtiges Sensen, Lehm bautechnik, Imkern Know-How für sich und andere Interessierte heran. »Wir lernen dann immer gleich etwas mit.« Für die Weinreben, die auch vom Altbesitzer übernommen wurden, suchen sie noch jemanden, der diese verarbeiten kann. Neue Mitbewohner sind derzeit nicht gefragt, die Lobelei ist »voll ausgelastet« – in den Sommermonaten versteht sich der Ort aber wieder als »Einladung an die Stadtgesellschaft«. Wer sich einbringen oder aufhalten möchte, könne das für einen schmalen Obolus oder Mitarbeit tun. Aktuell leben drei Familien hier, längerfristig seien Wohngemeinschaften und generationsübergreifendes Wohnen angedacht. In Lobstädt selbst gäbe es aber noch Hauskapazitäten, weiß Ihlenfeld. Der Bürgermeister, mit dem sie in Kontakt stehen, habe Interesse, Städter ins Dorf zu holen. Dazu dienen auch allerlei Projekte der Lobelei. Viele Ideen werden gemeinsam entwickelt und mit vielen Leuten umgesetzt. So werden zum Beispiel mit verschiedenen Schulklassen altersspezifische Hoftage zu Themen wie »Ernten, Verarbeiten und Einmachen, Frühlingserwachen und Winterzeit« durchgeführt. Die Kinder gestalten den Tag gemeinsam in verschiedenen Gruppen wie Garten-, Koch-, Feuer- und Holzmachgruppe. Timea Ihlenfeld würde sich freuen, wenn wieder eine aktive Dorfgemeinschaft entsteht. »Natürlich wollen wir niemanden etwas vorschreiben, aber wenn ins Feierabenddorf mehr Lebendigkeit einzieht, wäre das sehr schön.« Die jungen Menschen von der Lobelei arbeiten daran. TOBIAS PRÜWER www.lobelei.de Obstgenossen 14 Streuobstwiesen weisen eine herausragende Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Obstsorten auf. In unserer Region gibt es noch viele solcher Kleinode der Natur, die wir gern der Öffentlichkeit vorstellen möchten. Zum 6. Streuobstwiesenwettbewerb rufen Landschaftspflegeverbände Nordwestsachsen, und Torgau-Oschatz; DVL-Landesverband Sachsen; NABU-Landesverband Sachsen; Grüner Ring Leipzig; Leipziger Obstgenossen sowie DGGL in Sachsen auf. Bis zum 31. Mai 2018 können sich Streuobstwiesenbesitzer aus den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig sowie aus der Stadt Leipzig bewerben. Bewertungskriterien sind Artenvielfalt, Bewirtschaftung, Pflegezustand und Verwertung des Obstes. Das Projekt ist ein Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen und der biologischen Vielfalt und fördert die Anerkennung der Arbeit der Streuobstwiesenbesitzer. Ihre Bewerbung richten Sie bitte schriftlich an den: Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e. V. Schreckerstr. 30 · 04838 Eilenburg E-Mail: info@lpv-nordwestsachsen.de Landesverband Sachsen e.V. 2018 Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. Landesverband Sachsen Foto: LPV Nordwestsachsen | Layout: NABU Sachsen

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