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Musikverein Infoheft 2018

Ins_Kohler_Martin

Ins_Kohler_Martin Ins_Saumhof_120x60 Montag, 7. März 2016 13:06:41 6

Bericht des Dirigenten ... Wellen Ich weiss nicht, wie lange ich schon an diesem Ort stehe. Ganz vorne auf der Fähre von Korsika nach Genua, leicht erhöht. Die Sonne langsam im Westen, eine leichte Brise in den Haaren, pardon an der Kopfhaut. Und sonst? – Nichts. Das mächtige Schiff kämpft sich in matter Eintönigkeit durch das spiegelglatte Mittelmeer. Eigentlich ist alles perfekt und der Meditationseffekt ist gigantisch. Managerseminare zu diesem Zweck würden viel Geld kosten. Und trotzdem fehlt mir etwas: Die Wellen. Das lebendige Element in dieser Szenerie. Wellen sind nämlich eines meiner Lieblingsnaturphänomene. Immer wenn ich an einem Strand bin, beobachte ich die Wellen. Darum fehlt mir zum Beispiel auch meistens die Zeit, ein Buch zu lesen. Wellen erzählen viel mehr als es ein Buch je kann. Wie wir ja alle wissen, ist eine Welle eine sich räumlich ausbreitende Veränderung oder Schwingung einer orts- und zeitabhängigen physikalischen Grösse. Wasserwellen sind dabei als Oberflächenwellen in der Regel eine Mischform zwischen Longitudinal- und Transversalwellen und Wellen transportieren Energie aber keine Materie. Diese trockenen Definitionen erfassen aber nicht die Schönheit und Spannung, die in diesem Phänomen liegen. Wann bricht die nächste Welle? Wie stark nimmt die Wellenhöhe zu oder ab? Ändert die nächste Welle die Richtung, oder erst die übernächste oder die überübernächste, oder die überüberübernächste? Was für ein schöner Moment auch, wenn sich die soeben am Strand vor meinen Füssen angeklatschte Welle langsam unter die nächste anrollende schiebt und verschwindet und nichts mehr darauf hindeutet, dass sie einmal da war. Dieser Moment bringt mich direkt zum Thema Musik. Erstens bestehen Töne auch aus (zwar nicht sichtbaren) Wellen und zweitens erleben wir die gleiche Flüchtigkeit: Klänge sind da und im nächsten Moment weg oder von anderen überlagert. Manchmal kann man sich noch an den letzten Klang erinnern, manchmal ist der neue stärker oder kommt aus einer anderen Richtung und verändert unser Empfinden nachhaltig. Aber auch das Musikmachen hat mit Wellen zu tun. Es ist doch ein wunderbares Gefühl, wenn es in einer Vorbereitungsphase oder an einem Konzert oder Auftritt gelingt, sich wie ein Wellenreiter vorzukommen. Das gemeinsame Tun trägt einen als wäre man ein Surfer, der praktisch „gratis“ vorwärtsgetrieben wird. Nun, bis man in den Genuss dieses Gratistransports oder eben dieses Gefühls kommt, gibt es nicht so viel gratis. Ein Surfer muss viele Punkte beachten, damit er die perfekte Welle erwischen kann: - Er muss zuerst einmal ein Wagnis eingehen: er muss als Landwesen in eine Umgebung paddeln, die von Natur aus nicht für ihn geschaffen ist. Das birgt gewisse Risiken. Wenn man am Strand stehen bleibt und zuschaut, (Fortsetzung Seite 9) 7

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