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Ggbg Heft 1_2018_Ostern

F r e u n d e v o n S t

F r e u n d e v o n S t . G e o r g e n b e r g A T 6 9 3 6 3 2 2 0 0 0 0 0 0 7 0 0 6 0 R Z T I A T 2 2 3 2 2 J a h r e s b e i t r a g 2 0 1 8 … … S p e n d e … … F r e u n d e v o n S t . G e o r g e n b e r g A T 6 9 3 6 3 2 2 0 0 0 0 0 0 7 0 0 6 0 R Z T I A T 2 2 3 2 2 J a h r e s b e i t r a g 2 0 1 8 … … S p e n d e … …

achtete, war durchzustreichen – eine Heidenarbeit, allerdings mit bemerkenswerten Ergebnissen. Schrom war ein Lehrer, der stets Interesse weckte, zu kritischem Hinterfragen ermunterte, schwache Schüler geduldig förderte und die Besseren zu noch mehr Leistungen antrieb und den damals elf, zwölf Jahre alten „Leuchten“ Tipps zur Berufswahl gab. Dieser Mann weckte auch ihn mir Begeisterung für die deutsche Sprache. Immer wieder bekam ich von ihm zu hören, dass ich „später etwas mit unserer wunderbaren Sprache“ tun müsse. – Wurden damals schon die Weichen gestellt? Wie auch immer. Nach der Matura studierte ich an der Leopold-Franzens-Universität Germanistik und Geschichte – allerdings ohne Abschluss. Ich hatte einen großen Freundes- und Bekanntenkreis, in dem einige Journalisten vertreten waren; deren Erzählungen ließen in mir den Wunsch wachsen, auch Journalist zu werden. Noch heute bin ich diesen Vorbildern – Herbert Buzas, Robert Vinatzer, Volkmar Hauser und anderen – sehr dankbar. Eines Tages entdeckte ich in der Tiroler Tageszeitung ein Inserat, in dem unter Chiffre-Nummer eine nicht genannte „große“ Institution einen Mitarbeiter für die Pressestelle suchte. Ich bewarb mich und wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Bald darauf erhielt ich die Nachricht, dass man sich für mich entschieden habe. Allerdings müsste ich eine Empfehlung des zuständigen Ortspfarrers vorlegen. Msgr. Josef Patscheider, Pfarrer von Innsbruck-St. Paulus, später Dekan von Jenbach, erledigte das gern. Dass ich im Pressereferat der Diözese Innsbruck gelandet war, irritierte mich keineswegs. 1975 übernahm ich die Leitung der karg ausgestatteten Pressestelle mit Innenhofblick in der Innsbrucker Wilhelm-Greil-Straße; sie war dem Seelsorgeamt zugeordnet, das Msgr. Hermann Nagele, ein Mann der Weisheit und der stillen Worte, in geradezu liebenswürdiger Art leitete. Ja, die Ausstattung war wirklich karg; in meinem Büro und im Sekretariat gab es je eine elektrische Schreibmaschine, ebenso ein Telefon mit Festnetzanschluss – Handys waren damals noch nicht erfunden. Die Texte der Presseaussendungen mussten auf Matrizen geschrieben werden, damit sie im Hektografiergerät, auch Matrizen-, Blau- oder Spiritusdrucker genannt, vervielfältigt werden konnten. Ein derartiges Gerät stand im Pressereferat natürlich nicht zur Verfügung. Die Matrizen mussten daher vom ersten in den vierten Stock gebracht werden, wo die kleine Hausdruckerei untergebracht war. Nach Lust und Laune des einzigen dort tätigen Mitarbeiters konnten die vervielfältigten Texte gleich mitgenommen oder, was mehrenteils der Fall war, eben erst später abgeholt werden. Presseaussendungen hatten oft, aber keineswegs immer Vorrang. Dafür erleichterte ein Lift, in dem mit Müh’ und Not zwei nicht zu feste Personen Platz fanden, – 15 –