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Lebens.Haus Magazin 04/2018

Wir möchten mit Dir ins Gespräch kommen, über Themen, die in unseren Leben wichtig sind: Leben Heute - Meditation - Kreativität - Spiritualität - Genuss

i Kreativität

i Kreativität Dimensionen, Farben, Materialien, Kreativität kann ich so viel lernen. Und wer sind Deine liebsten Künstler? Ist meine Insel ein Bild, ein Satz, eine Vorstellung – also fiktiv? Oder ist sie ganz real: Mein Auto, in dem ich noch ganz verschlafen, aber zur Lieblingsmusik auf dem Weg in die Stadt bin. Mein Wohnzimmer oder mein geliebtes Bett. Zeit mit meinem Haustier zu verbringen. Zeit fürs Zeichnen, Malen oder Gestalten. Oder etwas dazwischen: etwa ein Lied? Wie finde und erkenne ich meine Insel? Ich frage mich: • Was ist meine persönliche Insel im Alltag? • Wo fühle ich mich wohl und sicher? • In einem realen Raum wie meinem Schlafzimmer, meinem Bett? • Bei meiner Familie, in meinem Heimatort? • Finde ich meine Inselmomente in der Bewegung: Im Spazieren gehen, Sport machen? Oft bist Du Dir über diese Momente und Tätigkeiten in Deinem Leben größtenteils schon bewusst. Aber diese nochmals als elementar und wichtige Stützpunkte aus dem Alltag, den vielen hundert Sachen, die wir an einem Tag tun, hervorzuheben, hilft, ihre Wichtigkeit für das eigene Leben wahrzunehmen. J wie jeder Tag oder wie Jetzt: Wie die kleinen Momente im Alltag suchen und finden: „Das bewusste Aufwachen, das Einüben in die Wahrnehmung der eigenen Gegenwart, die Begegnung mit unserem Alltag, mit uns selbst, ist eine der wertvollen Erfahrungen, die es entlang unserer Lebens.Ringe zu entwickeln gilt. In dem Maße, in dem mir das gelingt, werde ich unabhängiger davon, ob ich etwas will oder nicht, ob ich glücklich bin oder enttäuscht, ob ich Ziele erreiche oder hinter meinen Zielen her laufe. Ich komme in Berührung mit mir selbst. In Berührung mit der Persönlichkeit, die ich vom ersten Tag an in mir trage, und die sich entwickeln will auf ihrem Weg mit mir. Ich kann erleben, wie sich das Lebendige in mir mit jedem Tag weiter auswickelt und entwickelt. De Mello rüttelt uns wach, weil es mein Leben ist und Dein Leben ist, das da jeden Tag mit uns geschieht: Es ist meine und Deine Geschichte, die sich erzählt und unsere eigene Persönlichkeit, die sich da täglich formt.“ K wie Künstler: Wie Lieblings.Künstler. Künstler und deren Werke sind die tollste Inspiration. Ob die farbenfrohen Expressionisten, die starken Linien des Jugendstils oder modernen Installationen und Video-Kunst. Meine absoluten Favoriten sind: Alberto Giacometti, Egon Schiele, Wilhelm Lehmbruck, Anselm Kiefer und Zahra Hassanabadi. Von deren Linien, L wie Lebenskunst: Kunst als Aufgabe - Lebens.Kunst „Die Aufgabe zur Kunst drückt sich am allgemeinsten und am tiefsten in der Kunst zu Leben aus. Dazu ist jeder Mensch und jedes Lebewesen mit der Geburt beauftragt. In diesem Sinne ist jeder von uns wesentlich ein Künstler. Kunst begegnet uns auf Schritt und Tritt. Jeder Tag ist ein Kunst.Werk für sich und hat etwas Künstlerisches an sich: Was wir mit unseren Händen und unseren Gedanken schaffen, ein Brief, ein Lied, ein Geschenk, Bücher und Gedichte, ein Blumenstrauß, ein angelegter Garten, die Kunst zu lieben und zu trauern, die Kunst gemeinsam zu feiern und vieles mehr … Unsere Teilhabe an der Kunst verleiht dem eigenen Leben Kreativität und Ausdruck. Die Kunst ist ein wesentlicher Baustein unserer eigenen Wirksamkeit und unserer Lebens. Gestaltung.“ 45 - Lebens.Haus Magazin April 2018

Kunst im Alltag M wie Materialien: oder Materialvielfalt. Nach neuen Materialien suchen, die man sonst nicht automatisch fürs künstlerische Arbeiten benutzen würde. Was kann das sein? Jedes Papier etwa, das herumliegt. Manchmal gibt es wunderschönes Briefpapier, das sich zum künstlerischen Gestalten eignet. Zeitung, Zeitschriften, Verpackungen. Und darauf: Mit dem verkohlten Teil eines Streichholzes lässt sich gut zeichnen (man muss es nur immer mal wieder anzünden und dann auspusten, damit wieder neue Asche da ist). Oder mal die Neon-Marker statt immer nur Bleistift. Auch der Kugelschreiber ist ein tolles Zeichenmittel, usw. … N wie Nähen: und Nadeln als künstlerische Technik. Nähen kann man nicht nur auf Stoff, sondern auch auf Papier! Ganz einfach: Nadel und Faden hervorholen und ein etwas stärkeres Papier (etwa 120 mg oder mehr). Los geht es: Statt Strichen mit dem Stift, entstehen Linien und Umrisse nun aus Faden. Zeichnen mit der Nadel also. Ein spannendes Experiment - einfach verschiedene Stiche ausprobieren und so Linien „nähen“. Unbedingt auch die Rückseite beachten und das Blatt zwischendrin einmal umdrehen - diese automatisch mitgestaltete Seite ist manchmal spannender als die Vorderseite. O wie Orientierung: Was brauchen wir zur Orientierung? Anregungen und Inspiration • Weggefährten • Träume • Ziele • Positionen, eine eigene Meinung • einen weiten Horizont • Einsamkeit • Nähe • eine Ahnung vom nächsten Schritt • Mut • Neugierde Ist sich orientieren nicht auch eine Bestandsaufnahme vom eigenen Leben? Woran will ich mich überhaupt orientieren? Weitere Fragen, die ich mir dazu stellen kann: • Woraus schöpfe ich Kraft? • Wie kann ich diese Kraft neu schöpfen und kanalisieren? • Was schwächt mich? • Was hindert mich und hält mich zurück? • Was ist mein Lebens.Weg? • Wodurch fühle ich mich lebendig? • Was ist mir wichtig? • Was macht mein Leben aus? • Was und wer soll Teil meines Lebens. Hauses sein? P wie Philosophie: Oder philosophische Fragen, die das kreative Denken anregen können. Neue Perspektiven aufzeigen: Findet mich das Glück? In neue Ecken denken, unterschiedliche Sichtweisen wie neue Schuhe an- und ausprobieren. Am besten: mit jemand gemeinsam über verrückte Fragen sprechen und losphilosophieren. Regt definitiv die Gehirnwindungen und kreatives Denken an. „Ist alles was ich schon vergessen habe so groß wie ein Haus?“ „Ist Widerstand zwecklos?“ „Soll ich mir ein Süppchen kochen?“ „Warum geschieht nie nichts?“ „Willst Du die Welt verändern?“ Q wie Querelen: „Widerstände ernst nehmen.“ Und „Widerstände produktiv machen.“ diese klugen Worte begleiten mich seit einigen Jahren und kommen mir immer wieder in den Kopf. Es klingt zwar etwas abstrakt, macht aber Sinn: Aus den Schwierigkeiten und Herausforderungen schöpfen lernen. Das, woran man sich reibt, genauer betrachten: Warum fällt mir genau dieser Umstand auf? Neue Wege einschlagen und weiter in der aktiven Rolle bleiben - auch bei Widerständen - ist eine Herausforderung - aber eine lohnende. R wie Reissen: Vom Zerreissen in der Kunst: Papier nicht ordentlich geschnitten … sondern mit scharfen, unregelmäßigen Kanten. Vermeintlich ungezielt bearbeitet, die Ecken uneben und ausgefranst. Die Linien unregelmäßig und uneben. Gerissen eben. Eine filigrane Technik, die Arbeiten viel Tiefe gibt und diese fast dreidimensional erscheinen lassen kann. S wie Sammeln: Die Schnipsel-Sammlung: Ich habe für mich über die Jahre herausgefunden, dass ich die kreative Kombination von Bild und Text, in den unterschiedlichsten Variationen liebe. Und zwar nicht als Foto mit Bildunterschrift, sondern in künstlerischer Kombination. Deshalb arbeite ich auch gerne mit Collagen, also Papierarbeiten, auf denen ich Lebens.Haus Magazin April 2018 - 46

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