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Lebens.Haus Magazin 04/2018

Wir möchten mit Dir ins Gespräch kommen, über Themen, die in unseren Leben wichtig sind: Leben Heute - Meditation - Kreativität - Spiritualität - Genuss

i Kreativität -

i Kreativität - Kreatives Schreiben Das Briefbuch In meiner Schulzeit, so im Alter von 13-16 Jahren, schrieb ich mir mit meiner Banknachbarin regelmäßig kleine Briefe in unserem „Letterbook“. Eine Briefsammlung sozusagen, in der wir – von der Schule wieder zuhause – unseren Alltag beschrieben oder uns über Mitschüler ausließen. Am nächsten Tag, wieder im Klassenzimmer, überreichten wir dann dem anderen dann das Buch. Umso stolzer, je mehr Zeilen wir geschrieben hatten. Manchmal fanden auch Aufkleber, Fotos oder kleine Zeichnungen ihren Weg in das Letterbook. Die Bücher ruhten über das letzte Jahrzehnt bei meiner Freundin, sie übergab mir vor kurzem die kleine Buchreihe. Und was für eine Überraschung: Ich erkenne mich in vielen Worten von damals kaum wieder. Aber interessant, spannend und berührend ist es schon, in den Gedanken von früher zu wühlen – und machnmal auch echt peinlich. MEIN WEG ZUM KREATIVEN SCHREIBEN Das Schreiben .. und ich Schritte zur Kreativität: Dieses Mal und hier eine Rückschau auf meinen Weg zwischen Kunst und Wort… mein Herantasten an das Schreiben. Und wo ich meine Worte lasse und verstaue. Weitere Artikel und Übungen zum kreativen Schreiben findest Du auf unserem Blog! Willst Du schreiben lernen und Dich mit Worten ausdrücken? Oder tust Du das längst? Vielleicht schon länger, als es Dir bewusst ist.. immer so nebenbei, aber nie mit voller Konzentration und Wertschätzung? Ein bisschen ging es mir so. Wenn ich zurückdenke, hat mich das Schreiben, Worte finden schon seit meiner frühen Jugend begleitet. Gedichte, Sprüche, Zitate, die mich berührten, lernte ich auswendig – und schrieb sie auf. In meine ersten, kleinen Bücher. Leere Notizbücher als Ort für Gedanken, Texte, Entwürfe und Inspiration haben sich für mich bis heute bewährt. Lies hier mehr über meinen Weg mit und um das Gedanken festhalten. Kreatives Schreiben ist für mich: • … in erster Linie ein persönlicher, privater Vorgang • … eine Verpackung für meine Ideen, Einfälle und Gedanken zu finden • … gut aufgehoben in meinem Inspirationsbuch, meinem Tagebuch und manchmal auch in meinem Kalender • … ein Schreiben ohne Wertung, ohne Richtig und Falsch • … einfach schreiben zu dürfen • … manchmal eben ganz privat, manchmal aber auch die Grundlage für einen Blogartikel • … oft und am liebsten mit Kunst und Gestaltung verknüpft 55 - Lebens.Haus Magazin April 2018

Meike Mein Wochenkalender Während den letzten Schuljahren wurden mir meine Timer und Wochenplaner immer wichtiger, ich notierte Gedanken, Zitate – und natürlich auch Termine. Als ich ein paar Jahre später den Moleskine-Wochenplaner fand, war mein tägliches Notier-Glück perfekt: links Platz für Termine, rechts für Notizen, Gedanken, Gekritzel.. So wurde mein Kalender zu meinem ständigen Begleiter und lässt mich nun in der Rückschau tief in meinen Alltag (und manchmal auch in die Gefühlswelt) von vor fünf oder zehn Jahren blicken. Doch richtig frei und gut schreiben? Das konnten immer die anderen besser. Kunst und Wort Mein nächster Schritt auf dem Weg zum selbst verfassten Text war die künstlerische Auseinandersetzung mit Wörtern in meinem Kunstpädagogik Studium. Wie etwa das Schreiben ohne richtige Buchstaben und Inhalte, in einer selbst ausgedachten Schrift, nur als Gestaltungselement: Oder das Verwenden von benutzten Notizzetteln als Hintergrund in einer Collage. Die Notizzettel mit Schrift (und deren Bedeutung) wurden so in den Hintergrund gedrängt: Die Kunst stand im Vordergrund. Mein Tagebuch Seit dem Sommer 2015 begleitet mich ein Tagebuch, bzw. bin ich inzwischen beim dritten Exemplar angelangt. Auch wenn ich lange nicht täglich darin schreibe, ist es mir ein wichtiger Weg.Begleiter geworden. Dass ich in den wenigen Jahren doch so viele Seiten füllte, zeigt mir, dass es ein großer Part in meinem Leben ist. Aktuelle Befindlichkeiten, Begegnungen reflektieren, Lieder und Zitate, die mich berühren: Alles findet seinen Weg in das Buch. Oft sind es auch nur Stichpunkt-Sammlungen oder einzelne Worte. Die Einträge so frei zu gestalten hilft mir, zu unterschiedlichen Zeiten meines Lebens den Weg zum Tagebuch und auch Worte für meine Gedanken zu finden. Lebens.Haus Magazin April 2018 - 56

Buch.Wort