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Lebens.Haus Magazin 04/2018

Wir möchten mit Dir ins Gespräch kommen, über Themen, die in unseren Leben wichtig sind: Leben Heute - Meditation - Kreativität - Spiritualität - Genuss

i Genuss - Mein

i Genuss - Mein Lebens.Buch Mein Lebens.Buch Mein Lebens.Buch: Eureka Street, Belfast (Robert McLiam Wilson) Von Lieblingsbüchern und Lesegenuss Lebens.Haus und Freunde: Daniel Deppe stellt sein Lebens.Buch vor. Was ist Dein Lebens.Buch? Mein Lebens.Buch ist „Eureka Street. A novel of Ireland like no other“ von Robert McLiam Wilson. Das Buch wurde 1996 in UK veröffentlicht und erschien 1999 in Deutschland unter dem Titel „Eureka Street, Belfast“ in einer Übersetzung von Christa Schuenke. Ebenfalls 1999 strahlte der BBC eine sehr, sehr empfehlenswerte TV-Adaption aus, die man sich auf Youtube komplett ansehen kann. Was gefällt Dir an Deinem Lebens.Buch besonders? „Eureka Street, Belfast“ ist ein Buch über Freundschaft und Liebe, wobei es an keiner Stelle dem Kitsch verfällt. Mir gefallen besonders die unterschiedlichen Erzählebenen. Die politische Dimension, die der Nordirlandkonflikt hatte, wurde mir dabei noch einmal besonders deutlich. Es gelingt McLiam Wilson diese einschneidenden Geschehnisse im Belfast der 1990er Jahre anschaulich und faktengetreu darzustellen und gleichzeitig immer wieder zu illustrieren, wie der Konflikt das alltägliche Leben und insbesondere das Leben der beiden Protagonisten, Chuckie (Protestant) und Jake (Katholik), beeinflusst. Und dann ist da diese wirklich umwerfende Sprache, die Zitate hervorzaubert, die man sich am liebsten mit Edding an die Wand schreiben möchte: „In jener Nacht, in der Poetry Street, schlief Jake, genau wie Chuckie und Max, wie Slat, Deasley und Septic, wie der kleine Roche und der große Ronnie Clay, wie alle Stadtbewohner der Stadt, ausgenommen die Lichtscheuen, die Schlaflosen, die im Dunkeln Dienenden und überhaupt die Nachtaktiven. Und nun, da so viele Menschen schliefen, lag Belfast da wie ein unbeleuchteter Raum.“ 71 - Lebens.Haus Magazin April 2018

Daniel Eureka Street, Belfast Und zum Schluss: Was kann ich als Leser daraus für mich mitnehmen? Der erste Satz im Buch lautet: „All stories are love stories.“ Und genau das ist es auch, was das Buch für mich ausmacht. Egal, wie wild die Welt draußen umher tobt, am Ende geht es immer darum, mit seinen besten Leuten zusammen zu sein. Bei mir selbst ist es so, dass ein Tag noch so mies laufen kann, wenn ich dann aber abends ein gutes Gespräch mit einem meiner liebsten Menschen führe, hat das immer das Potenzial, blöde Sachen aus dem Weg zu räumen oder zumindest Denkanstöße zu geben. Das Buch ist eine Liebesgeschichte zu Menschen. Es ist aber auch eine Ode an die Stadt Belfast. „Neeeever forget where you are coming from.“ Und neben Beziehungen zu Menschen geht es ja immer auch darum einen Ort zu haben oder zu finden, den man Zuhause nennt, an dem man sich wohl fühlt, der Ankerpunkt ist. „Eureka Street, Belfast“ ist ein wunderbarer Lebens. Begleiter. Trotzdem fahre ich mit meinen dreißig Jahren und knapp sechs Monaten weiterhin morgens mit dem Bus zur Arbeit. Danke für alles und Grüße nach Paris, Bob! Für mich hat das Buch Anstoß gegeben, selbst mehrere Tage in Belfast zu verbringen, die Murals anzusehen, Fish and Chips zu essen und diese ungeheure Ehrlichkeit und den Zauber der einfachen Sachen, die das Buch vermittelt, mit in den Reisekoffer zu nehmen. „An diesem folgenschweren Montag ging er zu Fuß den weiten Weg von Four Winds in die Stadt, denn er hatte beschlossen, daß er zu alt sei, um noch mit dem Bus zu fahren. Diese Beförderungsmittel war eines Mannes von dreißig Jahren und einem Wochenende einfach nicht würdig.“ Es ist wenig überraschend, dass Robert McLiam Wilson mittlerweile für die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris arbeitet. Ironie und teilweise bitterböser irischer Sarkasmus werden als Stilmittel eingesetzt. Damit ruft „Eureka Street, Belfast“ auch eine ganze Bandbreite menschlicher Gefühle ab. Lebens.Haus Magazin April 2018 - 72

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