Aufrufe
vor 1 Woche

Portfolio Stefanie Kramer

was macht eine form aus?

was macht eine form aus? W enn wir im Museum die Linien eines Gemäldes oder die vielen Rundungen und Kanten einer antiken Statue oder Vase bewundern, dann meinen wir zu wissen, was wir vor uns haben. Aber was sehen wir da genau? Sinn für... Alles hat eine Form, wird über seine Form definiert – von Gesichtern über Computerchips bis hin zur Architektur. Formen sind wesentlich für unsere Wahrnehmung. Wir können komplexe Dinge auch dann erkennen, wenn sie auf wenige Linien reduziert sind, obwohl es in der realen Welt keine Linien sondern nur Helligkeitsunterschiede gibt. Kontur und Form sind wesentliche Parameter, die uns erleichtern zu erkennen, was ein Objekt darstellt, und dennoch nur Teilaspekte des Ganzen. An der Wahrnehmung einer Form sind vor allem Hell - Dunkel - Variationen beteiligt, welche vor allem duch plastische Merkmale im Raum entstehen. Eine Versenkung im Boden erscheint uns beispielsweise dunkler, eine Anhöhe in der Regel heller als die Umgebung. Zur selben Zeit bewerten wir die wahrgenommene Form subjektiv nach unserem persönlichen Geschmack, der bestimmte Proportionenund Formen bevorzugt.

In den Bildkünsten tritt Form zuerst als Bildformat auf. Statische, richtungslose, oder in sich ruhende Formate wie Quadrat und Kreis stehen den Rechteckformaten gegenüber, die als Hoch - oder Querformat schon allein durch ihre Maßverhältnisse der Seitenlängen ihre (meist unbewusste ) Wirkung nicht verfehlen. Form und Dimensionen des Bildformates korrespondieren mit der Flächengliederung im Inneren der Bildfläche, wo unterschiedlichste Formen komponiert ( bewusst zusammengestellt ) werden ( Kompositionsaten ). Je nach dem Ausdruckswillen des Künstlers begrenzt dieser die Binnenformen linear, anhand Grau- oder Farbwerte. Die Umrisse selbst können als glatt – rau, gewellt – gezackt , scharf – unscharf usw. unterschieden werden. Anlässlich des Verlaufs der Konturen spricht man von statischer oder dynamischer, von offenen oder geschlossenen Formen. Weitere Faktoren für die Auswirkung einer Form sind die Flächengestik ( z.B. rund, eckig, spitz ) stufenlose oder stufenartige Übergänge von Grau - oder Farbwerten bis hin zur harten Formtrennung mit Hilfe von Hell - Dunkel - Kontrasten. Die plastische Körperform wird nach ähnlichen Besonderheiten wie die der Flächenformen mit dem Augensinn (Distanzsinn) differenziert, der besonders bei weiter entfernteren Objekten für den Tastsinn (Nahsinn) einspringt. Letzterer kann vor allem haptische Qualitäten wie die Konkav - ( Wölbung nach innen) und Konvexform (Wölbung nach außen) oder zum Beispiel Hohlräume (Formöffnugen) ermitteln, die mit dem umgebenden Raum in Beziehung treten (Standfigur), aber auch Oberflächenbeschaffenheit und Temperatur, welche aus den verschiedenen Materialien resultieren. Wissenswertes zum Thema Formfindung Form 39 38