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Portfolio Stefanie Kramer

Sinn für...

Sinn für... grossräumliche orientierung I m Gegensatz zur Raumlage -Orientierung, die größerenteils unbewusst geregelt ist, ist die Orientierung nach Landschafts- oder Himmelsrichtungen, im Straßenverkehr, und unbekannten Gebäuden stärker durch Denken, Vorstellungen und Erfahrung geprägt. Bei der natürlicher Fortbewegung (Fußgängernavigation) und beim langsamen Fahren kann man sich zum Beispiel den zurückgelegten Weg durch Richtung und Entfernung einprägen und nach leitenden Linienstrukturen suchen (Wege, Grenzen, Gewässer, Böschungen, Gebäuden etc.) oder sich an ihnen durch markante Punkte (Wegmarken, Wegweiser, visuelle Reize, Geräusche, Gerüche usw.) leiten lassen. geschlechtsspezifische unterschiede Untersuchungen zeigen regelmäßig auf, dass sich Männer die Wege besser merken können als Frauen und sich auch auf Landkarten etwas leichter zurecht finden. Teilweise kann dies eventuell entwicklungs - und kulturgeschichtlich bedingt sein ( Jagd, traditionelle Führungsrollen usw. ), doch sind auch Verschiedenheiten in der Gehirnstruktur und in der Strategie der Grund. Letztere lässt sich zum Beispiel daran untersuchen, wie Männer und Frauen eine Wegbeschreibung aufbauen:

Wissenswertes zum Thema Orientierung Während sich die meisten Männer vor allem auf Himmelsrichtungen und Entfernungen konzentrieren, orientieren sich Frauen vor allem an Wegmarken. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass beide Geschlechter verschiedenartige Informationen auswerten. Frauen denken stärker in Zusammenhängen und merken sich daher Weg - und Landmarken besser, während Männer optische Hinweise eher als Raumstruktur » verspeichern «. Nach langjährigen Testreihen zweier Forscherinnen (Catherine Jones und Susan Healy) der Royal Society ist die Orientierungsfähigkeit von beiden Geschlechter ungefähr gleich, wenn es auf die optische Merkmale ankommt. Insbesondere bei räumlichen Informationen schneiden hingegen Männer deutlich besser ab, weil sie diese und visuelle Hinweise gleich gut verwerten können. In geschlossenen Räumen hingegen, finden sich jedoch Frauen besser zurecht, denn sie achten vermehrt auf die hier bedeutenderen visuellen Reize, während Männer meist ihre Aufmerksamkeit zwischen diesen und den hier unwesentlicheren 3D - Informationen teilen. Ob diese beiden Arten der Orientierung auf Vorteile in der frühen Menschheitsgeschichte zurückzuführen sind, sollen für die Zukunft weitere Forschungen zeigen. Orientierung 82 83