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Leitfaden_Uni_Halle_01_2018

Informationsbroschüre für Patienten und Besucher des Universitätsklinikums Halle.

Die universitäre

Die universitäre Medizin in Halle kann in ihrer mehr als 300-jährigen Geschichte auf namhafte Ärzte und Forscher wie Friedrich Hoffmann, Dorothea Christiane Erxleben, Johann Friedrich Goldhagen, Johann Christian Reil oder Richard von Volkmann verweisen, deren wissenschaftliche Leistungen von überregionaler Bedeutung sind. Seit 1694 wird Medizin in Halle an der Universität gelehrt. Standort Ernst-Grube-Straße Stand um 1990 Dorothea Christiane Erxleben 8

Die Geschichte des Universitätsklinikums Foyer im Komplement Die Entwicklung der Universitätskliniken ist beispielhaft für die Ausbreitung der Universität und ihrer Institute im Stadtgebiet von Halle. Zunächst nutzte die Medizinische Fakultät das 1716 eingerichtete Krankenhaus der Franckeschen Stiftungen für den klinischen Unterricht (Collegium clinicum Halense) – das Medizinstudium wurde durch praktische Unterrichtungen aufgewertet. 1839/40 wurde ein medizinisch-klinisches Gebäude am Domplatz – das erste eigene Gebäude der Fakultät – nach Plänen von Johann Justus Peter errichtet. Trotz mehrerer Erweiterungen entsprach das Gebäude bald nicht mehr den medizinischen Anforderungen. Das Gebäude steht heute noch und wurde bis vor wenigen Jahren als Zoologisches Institut der Universität genutzt. Von 1876 bis 1884 wurde der zusammenhängende Komplex in der heutigen Magdeburger Straße (damals Maillenbreite genannt und am Rande des Stadtkerns gelegen) erbaut. Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Psychiatrischen und Nervenklinik in der heutigen Julius-Kühn-Straße begonnen. Sie galten als Musterkliniken. Die Finanzierung beider Komplexe erfolgte aus französischen Reparationszahlungen des Krieges 1870/71. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erschloss man für den Bau des damals so genannten „Klinikums Kröllwitz“ (heute Standort Ernst-Grube-Straße) ein neues Areal, das ursprünglich für die Versorgung von Halle-Neustadt gedacht war. 1974 wurde mit dem Bau des Klinikums begonnen, von 1977 bis 1984 erfolgte die Verlegung einzelner Abteilungen in den neuen Komplex. Das zweite Bettenhaus wurde 1981 in Betrieb genommen. Zuvor hatte 1979 die Martin-Luther-Universität den Standort – wie ursprünglich geplant – übernommen. In den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts ist das Universitätsklinikum in Halle am Standort Ernst-Grube-Straße wesentlich erweitert worden. Es entstand ein Erweiterungsbau mit einem 20 Operationssäle umfassenden Zentral-OP, neuen Intensivstationen, einer Blutbank sowie poliklinischen Bereichen und Bettenstationen. Zwei weitere Gebäude konnten im Herbst 2014 in Betrieb genommen werden. Die Geburtshilfe, die Physiotherapie und die Intensivstation des Herzzentrums zogen im Herbst 2016 in neue Räumlichkeiten im Komplement. 9