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Jupf-Info:112

In der neuen Ausgabe des Infos geht es um das Schwerpunktthema Frieden und 100 Jahre Ende des ersten Weltkriegs. Verschiedene Projekte und Berichte runden das Heft ab.

Anregendes Das

Anregendes Das Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade hat sein Motto für das Jahr 2018 festgelegt. Mit „Krieg 3.0“ und dessen inhaltlicher Ausgestaltung in Bildungs- und Aktionsmaterialien soll im Zeitraum der Ökumenischen FriedensDekade vom 11. bis 21. November 2018 ein Beitrag zum Frieden und gegen die Militarisierung von Politik und Gesellschaft geleistet werden. Die auch im deutschen Verteidigungshaushalt erkennbare Aufrüstungsspirale soll kritisch hinterfragt und zugleich der Fokus auf die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung kriegerischer Waffen gelegt werden. Die Entwicklung eigenständig agierender Killermaschinen wie Drohnen, Roboter oder Slaugtherbots ist auf dem Vormarsch, um Kriege auch als Cyberwars führbar zu machen. Trägerorganisationen der Ökumenischen FriedensDekade sind die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Bonn und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Frankfurt. Internet: http://www.friedensdekade.de/ Für ein friedliches Miteinander Ansprechpartnerinnen: Doris Klingenhagen Referentin für Migration und Vielfalt Telefon: 0511 1215-137 E-Mail: dk@aej-online.de Katharina Roesing Projektleitung „JETZT erst recht! Religiöse Jugendverbände gestalten Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft“ Telefon: 0511 1215-120 E-Mail: kr@aej-online.de Internet: www.evangelischesinfoportal.de Die Evangelische Jugend in Deutschland will die Zusammenarbeit verschiedener religiöser Jugendverbände fördern, um Flüchtlinge zu unterstützen. Dazu hat sie das dreijährige Projekt „JETZT erst recht! Religiöse Jugendverbände gestalten Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft“ gestartet. J E T Z T e r s t recht Es soll an bundesweit zehn Orten junge evangelische, koptische und orthodoxe Christen sowie muslimische Jugendliche zusammenbringen. Das Ziel ist, Angebote für junge Flüchtlinge zu vernetzen. In einem begleitenden anderthalbjährigen Qualifizierungsprogramm werden haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter für diese Arbeit geschult. „Das Projekt soll dazu beitragen, das friedliche Miteinander unterschiedlicher Religionen zu fördern“, sagt der Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend in Deutschland (aej), Mike Corsa. Unterstützt wird das Vorhaben von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und vom Bundesfamilienministerium über das Programm „Demokratie leben“. Gefördert wird das dreijährige Projekt von der Evangelischen Kirche in Deutschland und im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Text: Martin Weber, aej 18 Jupf-Info Nr. 112/18

Anregendes Keinen Bock mehr auf die alten Treter! Bomberjacke, Springerstiefel und Glatze – das alte Bild von jungen Rechtsextremist_innen greift nur noch selten. Rechtsextreme Einstellungen junger Menschen äußern sich heute viel subtiler durch Aufnäher, Sticker oder unauffällige Modemarken Codes, Symbole und Kleidungsstil orientieren sich mehr und mehr an anderen Subkulturen. Auch verstecken sich rechte Parolen oftmals hinter scheinbar harmloser Globalisierungskritik. Eltern, Angehörige, Freund_innen, Unterstützer_innen, und (pädagogische) Fachkräfte stehen dem oft ratlos gegenüber. Werden erste Tendenzen rechter Einstellungen bemerkt und eine Szeneaktivität vermutet, können sich diese vertrauensvoll an das Projekt NinA NRW wenden. Zusammen mit den Mitarbeiter_innen werden Strategien entsprechend dem Empowermentansatz für die jungen Menschen und ihre Bezugspersonen entwickelt. Dabei befähigt NinA NRW Jugendliche und junge Erwachsene dazu, Wege aus der „Szene“ zu finden, wenn sie auf andere Angebote nicht mehr ansprechen. NinA NRW unterstützt junge Menschen beim Ausstieg aus der rechten Szene mit einem individuellen, anonymen und vielschichtiges Beratungsangebot, welches dem notwendigen Sicherheitsaspekt Rechnung trägt. Im Rahmen einer langfristigen Begleitung werden Teilnehmende dabei unterstützt, sich von ihrem alten Umfeld zu lösen und neue Perspektiven zu erarbeiten. Die Neuorientierung im sozialen sowie im beruflichen Leben beinhaltet explizit auch die Aufarbeitung der „rechten Ideologie“, so soll zukünftig rechtsextremen Tendenzen entgegen gewirkt werden. Die Stärkung der Eigenverantwortung und Selbstbestimmung, u. a. durch Qualifizierung, Ausbildung und Arbeit sind weitere wichtige Bestandteile der Arbeit. Dazu müssen oftmals andere Probleme bewältigt werden, wozu bei der Durchführung der Beratung auf den individuellen Bedarf der Teilnehmer*innen eingegangen wird. RE/init e. V. Am Steintor 3 45657 Recklinghausen www.reinit.de www.nina-nrw.de +49 (0) 176 93119765 nina.nrw@reinit.de Text: www.nina-nrw.de Gebetsaufruf Angesichts der dramatischen Lage in Syrien bittet Präses Manfred Rekowski die Kirchengemeinden der rheinischen Kirche um besondere Fürbitte für diese Menschen: Herr, unser Gott, wir bringen Dir unsere Ohnmacht und unsere Wut angesichts der Gewalt und der Menschenverachtung in Syrien. So viele werden Opfer des Bürgerkrieges. So viel Leid, das neuen Hass sät und Zukunft verhindert. So viel Unrecht und sinnlose Zerstörung. Du hörst die Schreie der Verletzten, Trauernden und Geflüchteten. Du kennst ihre Not, ihre Angst, ihre Hoffnung auf Frieden. Zeig ihnen, dass Du sie nicht verlässt. Wir bringen alle vor Dich, die Einfluss haben, dass sie ihre Macht nutzen, um die Gewalt zu beenden. Wir beten für die Menschen, die die Not öffentlich machen, und für die, die ihr Leben einsetzen, um sie zu lindern. Bewahre sie vor Resignation und stärke sie durch Deine Nähe und die Solidarität vieler Menschen. Zusammen mit den Kirchen im Nahen Osten bitten wir Dich: Schaffe endlich Frieden in Syrien und überall in der Welt! Amen. Jupf-Info Nr. 112/18 19

Jupf- Info Nummer 113
Handreichung zum Volkstrauertag 2013 - 100 Jahre Erster Weltkrieg
CityNEWS Ausgabe 02/2015
Aus Gottes Frieden leben - Evangelische Kirche in Deutschland
Weltkrieg, Erster - FreiDok - Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
"Und der Gerechtigkeit Frucht wird Frieden sein..." - Evangelische ...