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Jupf-Info:112

In der neuen Ausgabe des Infos geht es um das Schwerpunktthema Frieden und 100 Jahre Ende des ersten Weltkriegs. Verschiedene Projekte und Berichte runden das Heft ab.

Anregendes Das Lied vom

Anregendes Das Lied vom Frieden Kontakt und Infos: Ruth Dobernecker kinderchorprojekt.kkk-sued@ ekir.de Telefon 0221.96676721 Kreiskantorin Barbara Ricarda Mulack barbara.mulack@ekir.de Telefon 0221.344882 www.kkk-sued.de/index.php/ kirchenmusik Vor drei Jahren ging es im Kirchenkreis Köln-Süd los: Das Projekt „Kinder- und Jugendchor im Fokus“ wurde ins Leben gerufen, um das Singen von Kindern und Jugendlichen zu fördern - weil Singen ein urmenschlicher Ausdruck des Selbst und weil es gesund ist. Weil das gemeinsame Singen die Gemeinschaft stärkt und unsere Lieder von Gott und der Welt erzählen. So organisierte Ruth Dobernecker in Brühl den ersten Kinderchortag - unter dem Motto „Das Lied vom Frieden“. Dabei hatten die teilnehmenden Kinderchöre dezentral Stücke vorbereitet, die dann gemeinsam geprobt und gestaltet wurden. Zur musikalischen Abschlussandacht am Nachmittag sah die Kirche mit Friedenstauben ganz verwandelt aus und klang wider vom eindringlichen Ruf der Kinder nach Frieden. Beim zweiten Kinderchortreffen im vergangenen Jahr in Köln-Rodenkirchen (Thema: „Von fremden Ländern und Menschen“) waren mit 70 Kindern fast doppelt so viele Teilnehmer gekommen. Auf den kommenden Kinderchortag bereiten sich die Chöre jetzt in ihren Proben vor, er wird in Frechen am 5.Mai 2018 zum Thema „Wundervoll“ stattfinden. „Der Himmel geht über allen auf“ „Der Himmel geht über allen auf“ ist ein Lied, das über Grenzen, Nationalitäten und Konfessionen hinaus weist. „Der Himmel geht über allen auf auf alle über, über allen auf. Der Himmel geht über allen auf, auf alle über, über allen auf.“ Kinder lieben diesen Kanon: sie verstehen die Botschaft genau. Sie machen noch keine Unterschiede zwischen schwarz und weiß, groß oder klein, arm oder reich, Muslim, Jude, Christ, Hindu… Sie heben beim Singen die Hände zum Himmel und freuen sich, dass sie mit anderen zusammen sind. Dass das Thema Frieden schon – oder gerade – Kinder bewegt, wurde während einer Singwoche deutlich, die der Kirchenkreis Köln-Süd und federführend Konstanze Pfeiffer in den Herbstferien 2017 veranstaltet hat. „Martin Luther King“ – das Kindermusical von Andreas Hantke und die Thematik um Gleichberechtigung, Gewaltfreiheit und Frieden bestimmten die Freizeit, die die 21 Jungen und Mädchen miteinander verbrachten. Die Aufführung war für die Aufführenden, die auch Bühnenbild und Requisiten selbst gestaltet hatten, gleichermaßen wie für Zuhörer und -schauer ein absolutes Highlight. Die Kinder sangen im Chor und als Solisten vom Busboykott in Montgomery, von Martin Luther Kings berühmter Rede „Ich habe einen Traum“ und der Verleihung des Nobelpreises, und mehr als einmal traten die Bezüge zur heutigen Welt und Notwendigkeit von Frieden klar hervor. Inzwischen wird die Initiative „Kinder- und Jugendchor im Fokus“ von verschiedenen Seiten wahrgenommen, auch über den Kirchenkreis hinaus. Relevant und praxisnah - so soll das Projekt auch in Zukunft Kinder und Jugendliche zum Singen begeistern. Dafür setzt sich Kreiskantorin Barbara Mulack ein. Text: Ruth Dobernecker Für Konfirmanden: Workshop „Liederwerkstatt“ Warum singen Konfirmanden selten im Gottesdienst mit? Vielleicht liegt es am Liedgut? Ist Singen im Gottesdienst uncool? In der Liederwerkstatt schreiben die Jugendlichen selbst – allein oder in Kleingruppen – ihre Gedanken auf und entwickeln Liedtexte. Gemeinsam wird nach Beat, Melodie und Harmonie gesucht, sodass am Ende der Anfang eines neuen, eigenen Liedes stehen kann. Die Themenauswahl umfasst neben Glauben und Zweifel, Sterben und Tod auch Krieg und Frieden. Frieden wünschen sich viele. Warum schaffen es die Völker nicht friedlich zu koexistieren? Aus welchen Gründen hat man früher Kriege geführt? Warum hat man aus der Geschichte nicht gelernt? Wie könnte man Frieden heute wieder herstellen? Was bedeutet Frieden für mich? 20 Jupf-Info Nr. 112/18

Anregendes Neue Impulse Arbeitskreis für Internationale Partnerschaften und Jugend-Begegnungen aus dem Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch Angefangen hat alles auf der Klausur 2016 für Hauptberufliche in der Jugendarbeit. Dort berichtete eine Kollegin von der Delegationsreise in den Kongo, an der sie teilgenommen hat. Eindrucksvolle Bilder und Begebenheiten von der Begegnung untermalten den Bericht. So entstanden erste Ideen zum Thema für die Jugendarbeit. Ziel des Arbeitskreises ist, das Thema in der Jugendarbeit der Gemeinden/Kirchenkreis besser bekannt zu machen. Gemeinsame Aktionen mehrerer Gruppen (Generationenübergreifend, innerhalb einer Gemeinde oder Jugendliche aus mehreren Gemeinden), z.B. einen Afrikatag für Jugendliche zu veranstalten, einen Internationalen Tag der Begegnungen mit anderen Gemeinden zu organisieren und als längerfristiges Ziel eventuell eine kreiskirchliche Jugendbegegnung/Partnerschaft auf die Beine zu stellen. Das Besondere am Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch, auch landeskirchenweit, ist die Bedeutung von Internationalen Partnerschaften, die explizit in der kreiskirchlichen Konzeption verankert ist: „Der Kirchenkreis pflegt seit über 20 Jahren Partnerschaften mit Kirchenkreisen in Brasilien, im Kongo und in Taiwan. Er versteht sich somit als Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi und weiß sich damit verbunden mit dem Weltkirchenrat und der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). Das findet seinen Ausdruck in den drei ökumenischen Partnerschaften mit drei Kirchenkreisen aus drei verschiedenen Konfessionen in drei Kontinenten. Mission und Ökumene sowie der interreligiöse Dialog mit Menschen anderen Glaubens werden im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch damit auf vielfältige Weise gestaltet. Es fördert übergemeindliche Vorhaben, die in besonderer Weise missionarische und ökumenische Themen in die Öffentlichkeit tragen und die insbesondere junge Menschen für diese Fragen interessieren und gewinnen wollen“. (Aus der Konzeption des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch) Gerade in Zeiten des demokratischen Wandels, mit den gravierenden europäischen und weltlichen politischen Veränderungen, gewinnt die Internationale Jugendarbeit noch mehr an Relevanz. Für die friedenspolitische Bildung in jungen Jahren ist es essentiell, dass Kirche die Möglichkeiten schafft, internationale Jugendarbeit zu erhalten und aktiv zu fördern. uerst. Der Kontakt mit den internationalen Partner_innen führt zu mehr Verständnis zwischen den Kulturen, Vorurteile auf beiden Seiten werden hinterfragt und die Förderung der gegenseitigen Toleranz gestärkt. Der Kontakt der Jugendlichen untereinander hat im Zeitalter der digitalen Medien eine ganz andere Bedeutung als früher bei Jugendbegegnungen. Die Begegnung setzt sich, da man sich ja schon kennt, auch bei WhatsApp, Instagram oder Facebook fort. Die Jugendlichen der Partnerländer tauschen sich aus und erfahren viel voneinander, entdecken aber auch viele Gemeinsamkeiten, da sie ihren Alltag austauschen. Junge Menschen lernen im eigenen Land und im Partnerland, dass es viele Formen des Glaubens und der Gemeinschaft gibt und es kein richtig oder falsch gibt. Die Begegnung mit den Anderen ist immer auch eine Begegnung mit sich selbst, mit dem eigenen Glauben, mit der eigenen Gemeinde, vielleicht auch mit dem eigenen Kirchenkreis. Text: Kalliopi Özenc / Foto oben: Jörn Ruchmann Foto lins: Kalliopi Özenc Internationalen Begegnungen in der Jugendarbeit sind der „Nährboden“ für die Friedensbildung! Sie haben einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung von Heranwachsenden. Neben der Bildung zur Teamfähigkeit, Offenheit und Selbstsicherheit lernen junge Menschen nämlich Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben. Denn Frieden beginnt in uns selbst. „Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen.“ (Mahatma Gandhi) Nähere Informationen zum Arbeitskreis gibt es hier: Referat für Jugend, Frauen und Männer, Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch Ansprechpartnerin: Kalliopi Özenc (Referentin), Tel.: 0221-278561-92 Jupf-Info Nr. 112/18 21

Handreichung zum Volkstrauertag 2013 - 100 Jahre Erster Weltkrieg
Aus Gottes Frieden leben - Evangelische Kirche in Deutschland
CityNEWS Ausgabe 02/2015
Weltkrieg, Erster - FreiDok - Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
"Und der Gerechtigkeit Frucht wird Frieden sein..." - Evangelische ...