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Jupf-Info:112

In der neuen Ausgabe des Infos geht es um das Schwerpunktthema Frieden und 100 Jahre Ende des ersten Weltkriegs. Verschiedene Projekte und Berichte runden das Heft ab.

Anregendes 1. Weltkrieg

Anregendes 1. Weltkrieg in Köln © Bernhard Seiger Erinnerungsorte im Kölner Stadtbild Im Kölner Stadtbild ist die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg an mehreren Stellen präsent. Eigelsteintorburg Ein Blickfang ist es allemal -doch dass sich hinter den Schiffsüberresten, die an der Eigelsteintorburg prangen, auch eine tragische Geschichte verbirgt, wissen die wenigsten. Diese ereignete sich im ersten Weltkrieg, aber noch heute wird einmal jährlich am Schiffswrack ein Kranz niedergelegt. Südfriedhof Hönninger Platz 25 50969 Köln Südfriedhof Auf dem Südfriedhof gibt es gleich rechts neben dem Haupteingang in einem großen Rund eine Reihe von 27 Gräbern von Menschen, die 1918 beim ersten Luftangriff auf Köln ums Leben kamen, darunter viele Kinder. In der Nähe des Britischen Ehrenfriedhofs liegen unter Buchen die vielen deutschen Kriegsgräber von 1914-1918 Der Theologe und Ethiker Albert Schweitzer schrieb: „Die Kriegsgräber sind die großen Prediger des Friedens“. An den Gräbern zu stehen, stellt einem den ganzen Irrsinn vor Augen, den dieser Krieg bedeutet hat und den jeder Krieg bedeutet. Besuche an Kriegsgräbern in anderen Ländern und ganz in der Nähe bringen einen auf die Spur, um jeden Preis und immer wieder neu die Versöhnung und die Verständigung mit den europäischen Nachbarn zu suchen. Solche Orte sind friedenspädagogische Lernorte für die jeweils nächste Generation. Von der Kapelle des Südfriedhofs ausgehend gelangt man auf dem baumbestandenen Hauptweg zum Hochkreuz aus dem Jahr 1905. An dieser Stelle finden am Volkstrauertag Gedenkveranstaltungen der Stadt Köln und örtlicher Vereine zur Erinnerung an die Kriegstoten statt, Kränze und Grablichter werden aufgestellt. Superintendent Dr. Bernhard Seiger Der Kleine Kreuzer Cöln war das erste deutsche Kriegsschiff, das »Köln« im Namen trug. Am 28. August 1914 kam es vor Helgoland zu einem verheerenden Seegefecht mit feindlichen Flotteneinheiten. Insgesamt kamen so 506 Besatzungsmitglieder ums Leben, lediglich ein Matrose überlebte das Unglück, nachdem er 76 Stunden auf den Wellen getrieben war. Alt-St. Alban Quatermarkt 4 50667 Köln www.tripadvisor.de/Eigelstein_Torburg-Cologne_North_ Rhine_Westphalia Einer der Kutter der Cöln konnte – völlig zerschossen und nur noch als Wrack erhalten – drei Tage später vor Norderney gesichtet und geborgen werden. aus: „111 Kölner Orte, die man gesehenhaben muss“ von Bernd Imgrund und Britta Schmitz Eigelsteintorburg • Eigelstein • 50668 Köln 6 Jupf-Info Nr. 112/18

Anregendes Friedenspark Mit der Aufgabe der Umwallung der Stadt Köln wurde das Fort I Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr zu Verteidigungszwecken genutzt; Das Fort und unmittelbare Umgebung wandelte die Stadt ab 1914 in einen Park um. 1927 wurden oben auf dem Fort eine Gedenkstätte für die Kölner Regimenter errichtet, die im 1. Weltkrieg kämpfen mussten. Hier wird an fast 21.000 junge Männer erinnert, die grausam gestorben sind. www.luftfahrtarchiv-koeln.de/ FortIV_Festung.htm http://www.luftfahrtarchiv-koeln.de/ FortIV_Festung.htm Friedenspark Hans-Abraham- Ochs-Weg 1 50678 Köln 1989 bekommen die Reste des Forts neben der Funktion als Kriegerdenkmal offiziell einen zweiten Verwendungszweck: Abenteuerspielplatz für Kinder. Heute befindet sich im Reduit ein Kinder- und Jugendzentrum. Der Innenhof wird als Bauspielplatz für die Kinder genutzt. www.luftfahrtarchiv-koeln.de/FortIV_Festung.htm Ruine Alt-St. Alban Zentraler Kölner Ort zum Kriegsgedenken ist die Ruine Alt-St. Alban, an der zum Volkstrauertag Kränze abgelegt und Reden in Vertretung der Stadt und der Bezirksregierung gehalten werden. © Raimond Spekking via Wikimedia Commons Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde das später romanische Gotteshaus 1172. Im 17. Jahrhundert erfolgte der Umbau in eine Hallenkirche. Alt-St. Alban Quatermarkt 4 50667 Köln Während des Zweiten Weltkrieges erlitt Alt Sankt Alban starke Schäden. Doch an einen Wiederaufbau war nicht zu denken. Die Ruine wurde lediglich gesichert und 1959 zur Gedenkstätte für die Toten der beiden Weltkriege erklärt. © Raimond Spekking via Wikimedia Commons Jupf-Info Nr. 112/18 7

Handreichung zum Volkstrauertag 2013 - 100 Jahre Erster Weltkrieg
Aus Gottes Frieden leben - Evangelische Kirche in Deutschland
CityNEWS Ausgabe 02/2015
Weltkrieg, Erster - FreiDok - Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
"Und der Gerechtigkeit Frucht wird Frieden sein..." - Evangelische ...