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syndicom magazin Nr. 4 - Holen wir unsere Zeit zurück!

Das syndicom-Magazin bietet Informationen aus Gewerkschaft und Politik: Die Zeitschrift beleuchtet Hintergründe, ordnet ein und hat auch Platz für Kultur und Unterhaltendes. Das Magazin pflegt den Dialog über Social Media und informiert über die wichtigsten Dienstleistungen, Veranstaltungen und Bildungsangebote der Gewerkschaft und nahestehender Organisationen.

26 Freizeit Tipps Ein

26 Freizeit Tipps Ein Kompass für die digitale Revolution. Und viel mehr Dass die digitale Revolution von uns einen Effort zur Weiterbildung verlangt, ist fast schon eine Binse. Nur wenn wir Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter das Thema beherrschen, erkennen wir seine Risiken. Doch Weiterbildung ist ein weites Feld mit zahllosen Optionen. Licht in diesen Dschungel bringt die SGB- und Movendo-Tagung «Digitalisierung? Weiterbildung!» am 28. Juni 2018 in Freiburg. Anmeldung und Infos über movendo.ch. Donnerstag, 28. Juni, 09.00 bis 16.30 Uhr. Für Mitglieder der Gewerkschaft gratis (Nichtmitglieder CHF 250.–). Mitglieder, die in den Medien, in der Visuellen Kommunikation oder in der Grafischen Industrie arbeiten, können am sehr reichen Kursangebot von Helias teilnehmen. Helias ist das gemeinsame Bildungsinstitut von syndicom, syna und Viscom. Bildungszeit ist Arbeitszeit. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben grundsätzlich Anspruch auf bezahlten Bildungsurlaub während der Arbeitszeit. Voraussetzung ist, dass der Betrieb Mitglied von Viscom ist oder dass er die Vertragstreue erworben hat. Das Kursangebot im Einzelnen, von Digitaler Fotografie über Typografie in InDesign bis Mobiles Publizieren mit Twixl Publisher: goo.gl/MUEAP6. Allgemeine Informationen (Preise usw.): syndicom.ch/mitgliederservice/ aus-und-weiterbildung/helias/. Und nicht vergessen: Meldet Euch rechtzeitig für die Movendo-Kurse ab dem Sommer an. Gemeinsam die Stadt begrünen. Auch politisch zVg Mit den frühlingshaften Temperaturen zieht es die Gärtnerinnen und Gärtner unter uns wieder in ihre Beete: Seien das ausrangierte Einkaufswagen auf dem Trottoir, alte Badewannen, Jutesäcke, SBB-Paletten oder Brachen. Urban Gardening, der weltweite Trend, der in den 70er-Jahren in benachteiligten Stadtteilen New Yorks begann, ist in den Schweizer Städten angekommen. Es geht um nachhaltigen Anbau, lokale Produkte, Artenvielfalt, aber nicht nur: Für Urban Gardener ist der Garten kein privater Rückzugsort, sondern ein Labor für neue Formen urbanen Lebens. Von St. Gallen bis Genf ist der gemeinsame Garten Ausgangspunkt für Begegnung: mit Nachbarinnen und Nachbarn aus verschiedenen Kulturen, Generationen oder sozialen Schichten. Wer ebenfalls beim Gärtnern über Saatzeiten, Gott und die Welt philosophieren möchte, kann sein eigenes Projekt aufziehen oder sich einem Garten in der Nachbarschaft anschliessen. In Basel listet der Verein Urban Agriculture Basel über 50 Initiativen auf – von generationsübergreifenden Gärten über Permakultur-Projekte bis zur Bienenschutzbewegung – und bietet Unterstützung bei der Realisierung von eigenen Ideen. In Zürich ist beispielsweise der Merkurgarten weit mehr als ein gemeinsam bewirtschaftetes Gartenbeet; hier gibts auch Konzerte, Theater, Ausstellungen oder Lesungen im Grünen. In Genf und Lausanne ist die NGO Equiterre aktiv, die unter anderem einen Garten in einem Asylzentrum mitinitiiert hat. (Barbara Spycher) © Die Post Buch: Zurück in die Zukunft. Der richtige Weg für die Post «Es war der Anfang einer verhängnisvollen Veränderung, der Anfang vom Ende eines Betriebs, der auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, auf die Verminderung von Ungleichheiten und auf die Gleichbehandlung aller Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landes Wert legte.» Die ersten Zeilen von Graziano Pestoni in seinem Buch über die Privatisierung der Post siedeln den Anfang des Problems 1997 an. In jenem Jahr hörte die Schweizerische Post auf, eine Grundversorgerin zu sein, und wurde zum gewöhnlichen Konzern. Pestoni erklärt, welche Folgen das hatte. Die rentablen Sektoren wie das Fernmeldewesen oder die Zustellung von Paketen in der Stadt wurden privatisiert oder liberalisiert. Die defizitären Bereiche wie die Zustellung in den Randregionen wurden der Post überlassen. Gleichzeitig wurde diese aber verpflichtet, Gewinne abzuliefern. So wandelte sich unsere Post immer mehr zu einer unsympathischen Aktiengesellschaft. Pestoni erläutert, wie sich die politischen Entscheide auf den Service public und die Arbeitsbedingungen ausgewirkt haben. Eine der Folgen sind die frisierten Bilanzen von PostAuto – frisiert auf Kosten der Allgemeinheit, in deren Eigentum der Betrieb aber immer noch ist. Pestonis Buch kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Heute muss über einen Richtungswechsel für die Post nachgedacht werden. Ein Richtungswechsel, für den der Autor ein klares Wort hat: Wiederverstaatlichung. (Giovanni Valerio) movendo.ch, syndicom.ch/mitgliederservice/aus-und-weiterbildung equiterre.ch, merkurgarten.ch urbanagriculturebasel.ch Graziano Pestoni: La privatizzazione della Posta Svizzera. Deutsch im Sommer 2018

1000 Worte Ruedi Widmer 27