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SPORTCLUB Journal - 32. Jahrgang, Ausgabe 7

10. April 2018: SPORTCLUB Verl - Borussia Dortmund II / 14. April 2018: SPORTCLUB Verl - SG Wattenscheid 09

Wir können uns durchaus

Wir können uns durchaus noch steigern Das Toreschießen scheint doch trainierbar zu sein. Mit der nötigen Zielstrebigkeit, Laufbereitschaft und Konzentration kommen auch unsere Jungens zum erfolgreichen Abschluss. Trainer Rino Capretti hat diese Tugenden immer wieder gepredigt. Hätten seine Spieler frühzeitiger genauer hingehört, wären nicht nur bei den zwölf unentschieden ausgegangenen Begegnungen ein paar Punkte mehr auf dem Konto. Jetzt sind es immerhin schon 37 Zähler. Es besteht kein Grund mehr, nach unten zu schauen, dafür aber selbstbewusst auf die Ränge im oberen Drittel. Sieben Tore in den letzten beiden Spielen, und hinten stand jeweils die Null. Das kam für Sie sicher auch überraschend, auch wenn Sie es dem Team zugetraut haben, oder? Mit den letzten beiden Spielen können wir sehr zufrieden sein. Es tut gut, auch in der Höhe mal verdient zu gewinnen. Dass wir nicht bis zur 90. Minute zittern müssen, weil wir die Chancen konsequent genutzt haben. Bei einer etwas deutlicheren Führung spielt es sich dann auch leichter. Überraschend war das für mich aber nicht, weil wir schon in den vorangegangenen Spielen eine Leistungssteigerung gezeigt haben. Vielleicht brauchten wir auch ein wenig Glück. Wir sind im Moment auf einem guten Weg. Und haben die Mentalität Tore zu schießen, gefunden. Da müssen wir weitermachen. Am Ende war es etwas zuviel offensiver Fußball, das war aber auch einziger Kritikpunkt. Wir arbeiten vorne momentan ordentlich. Hinten lassen wir ohnehin nicht viel zu. Die »englischen Wochen« erfordern einen hohen Kraftaufwand. Haben Sie damit gerechnet, dass das Rotieren so vorzüglich gelingen würde? Natürlich ist es erfreulich, wenn beim Rotieren kein Leistungsabfall zu verzeichnen ist. Das ist nicht selbstverständlich, aber wir trainieren sehr hart, und die Spieler, die nicht zum Einsatz kommen, machen ein entsprechendes Ersatztraining. Die Fitness muss insgesamt stimmen. Ich denke, da haben wir gut gearbeitet. Kompliment an die Jungens, die eingesprungen sind und ihre Sachen richtig gut machen. So stelle ich mir das vor. Wie sieht es personell für die beiden anstehenden Heimspiele innerhalb von fünf Tagen gegen Dortmund und Wattenscheid aus? Wer wird definitiv ausfallen? Jannik Schröder, Cihan Özkara, Cellou Diallo und vermutlich auch Julian Schmidt (kommt am Dienstag in die Röhre) und Nico Hecker fallen am Dienstag gegen Dortmund vermutlich noch aus. Wir wollen da nichts riskieren weil wir in wenigen Wochen noch etliche Spiele haben. Basti Müller ist wieder dabei, dem haben wir mal eine Pause gegönnt. Bei einem ausgeglichenen Kader gibt es sicher Diskussionen über die Startformationen und auch den einen oder an- 6 | SCVJOURNAL

deren Unzufriedenen. Dennoch scheint die Stimmung in der Truppe sehr gut zu sein. Wie schaffen Sie das? Es ist natürlich grundsätzlich so, dass jeder gerne in der Startformation aufläuft, aber wir haben immer großen Wert darauf gelegt, dass jeder zu seinen Einsatzzeiten kommt. Der eine mehr, der andere weniger. In Zeiten der vielen »englischen Wochen«, in denen die Zahl der Verletzten zusätzlich steigt, wird aber jeder dringend benötigt. Wie schätzen Sie die beiden Gegner aus Dortmund und Wattenscheid ein? Zählt Dortmund noch zum Kreis der Titelkandidaten? Gegen Dortmund haben wir in dieser Saison ja noch gar nicht gespielt. Aber wir wissen, dass sie eine große Qualität haben und sicher zu den stärksten Mannschaften der Liga zählen. Momentan sind sie zwar nicht so konstant, aber INTERVIEW MIT DEM CHEF-TRAINER das wird eine Hammer-Begegnung, ein ganz schwerer Brocken für uns. Sie haben etliche Top-Spieler in ihren Reihen. Gibt es außer Viktoria Köln und KFC Uerdingen noch weitere Mitbewerber um den Titel? Ich bin mir nicht sicher, dass die Dortmunder noch Anschluss finden werden. Viktoria Köln und Uerdingen sind die beiden heißen Kandidaten auf den Titel. Aber die Dortmunder werden auf alle Fälle versuchen, die bestmögliche Platzierung zu erreichen, und sich entsprechend engagieren. Gegen Wattenscheid geht es um mehr als nur drei Punkte, da spielt auch der DFB-Pokal eine Rolle. Die Abstiegsgefahr scheint gebannt. Welche Ziele verfolgen Sie noch bis zum Saisonende? Wir werden versuchen, so gut wie möglich abzuschneiden. Unser Ziel ist es, DIE ERSTE möglichst viele Punkte zu holen, uns weiter zu verbessern. Selbstverständlich würden wir als bestes westfälisches Team gern um den Einzug in den DFB-Pokal spielen. Aber den hat die Konkurrenz aus Wiedenbrück, Wattenscheid und Rödinghausen ebenfalls. Gegen alle drei Teams treten wir noch an. Innerhalb von fünf Tagen stehen jetzt zwei Heimspiele an. Was dürfen wir da erwarten? Ich glaube, dass wir derzeit gut in Form sind, dass wir uns immer besser finden und uns durchaus noch steigern können. Ich freue mich, dass es auch in der Offensive jetzt besser klappt, dass wir uns insgesamt verbessert haben, und wünsche mir zwei gute Heimspiele. Wenn wir mit den Tugenden der letzten Spiele auflaufen und uns, mit den Fans im Rücken, noch steigern, dann können wir auch in den beiden Spielen erfolgreich sein. SCVJOURNAL | 7