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2017-02-14_FORUM 1-2017_Druck final

THE 3RD MILLENNIUM

THE 3RD MILLENNIUM 2000ER CAPAROL ICONS Farbkultur von der 50er Jahren bis zu den Anfängen des neuen Jahrtausends 1950er: Sehnsucht nach Unschuld Der Wunsch nach Neuanfang spiegelt sich in einem Trend zu hellen, pudrigen Farbtönen, die an Eiscreme denken lassen, wider. Eine rosarote Brille färbt die Welt in zarte Pastellnuancen, die einen erblühenden Optimismus symbolisieren. Das Ehepaar Eames designt seine Kult-Klassiker. Amerika wird zur Leitkultur bei Interieurs, Autos und Musik. Das Zeitalter der Raumfahrt bricht an – neue Galaxien locken mit irisierenden Farben. 1960er: Die Entdeckung der Lust am Leben Das Wirtschaftswunder verleiht Menschen mehr Möglichkeiten und Selbstbewusstsein. Rock ’n’ Roll, sexuelle Befreiung und ein allgemeiner Drang nach Veränderung sind allgegenwärtig. London wird in den Swinging Sixties zum Epizentrum der Revolte gegen das Establishment. Die kreative Unruhe der Jugendkultur prägt neue Lebens-, Kunst- und Musikstile. Auch die Farbigkeit emanzipiert sich. Das Resultat sind provozierende, starke Farben, wie in einem Pop-Art-Kunstwerk, die oft vor schwarz-weißen Mustern der Op-Art inszeniert werden. Primärfarben sind als Zitat des Bauhaus-Stils en vogue. 1970er: Freiheit und Gemütlichkeit Discofieber und „counterculture“ erobern die Welt. Die Hippiebewegung proklamiert freie Liebe und bewusstseinserweiternde Substanzen – ein neuer Individualismus prallt auf das in den 60ern erlernte Gemeinschaftsgefühl des Kommunitarismus: Berühmt sein, und sei es nur für fünfzehn Minuten. Parallel führen wirtschaftliche und politische Unsicherheit zur Rückbesinnung auf das Zuhause. Diese Mischung aus dem Wunsch nach Geborgenheit und Extremen zeigt sich in den psychedelischen Farbkombinationen aus erdigem Braun-Grün mit leuchtendem Violett-Orange. 1980er: Synthetische Welten Mauern fallen. Die neuen Technologien der Personal Computer, Videospiele, Synthesizer und ersten Mobiltelefone generieren eine künstliche, unbunte Welt aus kühlen Farben. Trendfarben sind Neon, Metallic und Grau. Designer wie die Memphis-Gruppe zeigen harte Kontraste bei Farben und Mustern. Ein neues androgynes Selbstverständnis wird auf den Straßen der Metropolen zelebriert und mit Graffitikunst dokumentiert. 1990er: Ein neues Bewusstsein Die Ökologie-Bewegung bringt die Zerbrechlichkeit unserer Umwelt in das Bewusstsein der Menschen und die damit assoziierten natürlichen Farben in die Wohnungen und Kleiderschränke: Zarte Grüntöne und warmes Beige lösen die kalkulierte Nüchternheit in Design und Architektur ab. Es entsteht ein luxuriöser Purismus, der sich helle, dezente Farben wünscht. Materialien wie Holz, Naturfaser und Sichtbeton werden mit einem Maximum an Off-white- und Nude-Tönen harmonisch kombiniert. 2000er: Jahrtausendwende Die Globalisierung und das Internet machen Informationen und Bilder omnipräsent. Die Welt fühlt sich kleiner und näher an. Social Media, Apps und Computeranimationen prägen eine neue visuelle Ästhetik voller starker 18 www.meg.de forum 1 / 2017

NO 07 DISCO BALL NO 113 FOR CAROLINE Akzente mit viel Rot und Blau. Eine Abkehr vom Trend-Diktat führt zu einer Eklektik der Farben: Das Stilempfinden orientiert sich an einem internationalen Lifestyle und verlangt nach ausgefallenen Farbtönen als Statement von Individualität. Opulente Bildwelten und Fetischkultur liefern berauschend intensive Farben. Gleichzeitig entwickelt sich ein Trend zum Understatement: Die Rückbesinnung auf Traditionen und alles Organisch-Nachhaltige drückt sich in einer Vorliebe für edle klassische Töne aus. NO 61 SURF´S UP CAPAROL ICONS in Ihrer MEG Süd-West Die neuen Produkte von Caparol stehen Ihnen in den Niederlassungen Wiesbaden, Frankfurt und Mülheim-Kärlich zur Verfügung. Weitere Infos zu CAPAROL ICONS finden Sie auch auf unserer Internetseite www.meg.de. forum 1 / 2017 www.meg.de 19

ROCKBUSTER-Finale 2017 | Programmheft
02/2017