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2017-02-14_FORUM 1-2017_Druck final

Bei Modernisierung mit

Bei Modernisierung mit WDVS: Dämmstoffdicke individuell festlegen Wichtig: Putzreparatur oder Putzerneuerung? Um herauszufinden, welche Anforderungen der Energieeinsparverordnung gelten, muss zunächst geprüft werden, ob es sich um eine Putzreparatur oder eine Putzerneuerung handelt. Für Putzreparaturen gelten die Anforderungen der Energieeinsparverordnung in der Regel nicht, für Putzerneuerungen aber wohl. „Putzreparaturen“ sind Arbeiten, bei denen der vorhandene Putz („Altputz“) nicht vollständig abgeschlagen wird. Wird z.B. ein gerissener oder beschädigter Putz mit einem neuen Renovierungsputz versehen, so handelt es sich um eine Putzreparatur. Für solche Maßnahmen sieht die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) keine Anforderungen an den Wärmeschutz vor, die Flächen müssen also nicht nachträglich mit einer Dämmung versehen werden. Erst wenn der vorhandene Putz über eine Fläche von mehr als 10 % einer Außenwand abgeschlagen und erneuert wird, ist für diese Teilfläche eine zusätzliche Wärmedämmung gemäß Energieeinsparverordnung vorgeschrieben. Letzteres gilt aber ausdrücklich nur dann, wenn es technisch möglich ist. Beispiel: Wird im Rahmen einer Modernisierung auf einzelnen Teilflächen der Putz abgeschlagen, dann müssten diese Teilflächen, soweit sie größer als 10 % der Gesamtfläche sind, mit einer Wärmedämmung versehen werden. Eine solche „pflasterartig aus der Gesamtfläche hervorstehende“ Dämmung gilt als „technisch nicht möglich“ und die Anforderungen der Energieeinsparverordnung gelten insoweit nicht. Für die Praxis heißt das: Erst wenn der Putz über die gesamte Fläche abgeschlagen wird - und damit quasi wieder der unverputzte „Rohbauzustand“ hergestellt wird - gilt das anschließende erneute Verputzen als „Putzerneuerung“ im Sinne der EnEV. Deshalb gelten für solche Flächen die entsprechenden Anforderungen an den Wärmeschutz, sodass in der Regel eine zusätzliche Wärmedämmung erforderlich ist. Wie dick muss der Dämmstoff bei der energetischen Modernisierung sein? Auch bei der nachträglichen Wärmedämmung gilt die Energieeinsparverordnung. Bei Neubauten ergibt sich die erforderliche Dämmstoffdicke aus den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) und der wärmeschutztechnischen Berechnung für das Gesamtgebäude. Wird eine Außenwand im Rahmen einer energetischen Modernisierung nachträglich gedämmt, so muss man drei Fälle unterscheiden. Fall 1 und 2 gelten, wenn der bestehende Putz im Rahmen der Modernisierung nicht über die gesamte Fläche abgeschlagen wird. Fall 3 gilt, wenn der vorhandene Putz vor Aufbringen der Wärmedämmung ganzflächig abgeschlagen wird. Fall 1 - Nachträgliche Dämmung mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) Erfolgt die nachträgliche Wärmedämmung mit einem Wärmedämm-Verbundsystem, kann die Dämmstoffdicke so gewählt werden, dass sie den Bauwerksbedingungen und den Wünschen des Bauherrn optimal entspricht. Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung gelten dann nicht. Genauso verhält es sich übrigens bei einer nachträglich eingebauten Innendämmung. Unabhängig von den nicht bestehenden gesetzlichen Anforderungen kann Immobilienbesitzern nur empfohlen werden, die Dicke der Dämmschicht nicht zu dünn zu wählen. So sind z.B. Dämmschichtdicken unter 8 cm wirtschaftlich und energetisch kaum sinnvoll. Fall 2 - Nachträgliche Wärmedämmung mit anderen Alternativen Wenn die nachträgliche Dämmung nicht mit einem Wärmedämm-Verbundsystem erfolgt, sondern z. B. mit einer vorgehängten Fassade, so gelten dafür die Mindestanforderungen der Energieeinsparverordnung und die erforderliche Dämmstoffdicke ergibt sich aus der wärmeschutztechnischen Berechnung sowie den Anforderungen der Energieeinsparverordnung. Fall 3 - Nachträgliche Wärmedämmung bei Total-Modernisierung Wird vor dem Aufbringen einer nachträglichen Wärmedämmung der vorhandene Putz (Altputz) über die ganze Fläche abgeschlagen und damit praktisch wieder der Rohbauzustand hergestellt, so gelten für die Dämmstoffdicke - wie oben beschrieben - die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014). In diesem Fall wird auch nicht mehr unterschieden, ob die nachträgliche Dämmung mit einem Wärmedämm-Verbundsystem oder einer anderen Alternative erfolgt. 20 www.meg.de forum 1 / 2017

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