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INSELSTADT MALCHOW Auf

INSELSTADT MALCHOW Auf einer Insel liegt der Altstadtkern von Malchow schon seit der ersten Erwähnung im Jahr 1147, aber seit 2011 darf sich das schmucke Städtchen nun auch offiziell mit dem Namenszusatz „Inselstadt“ zieren. Malchower See und Fleesensee umgeben die Insel – auf der einen Seite verbindet der Erddamm, auf der anderen die Drehbrücke mit beiden Ufern. Malchow zählt ca. 6.600 Einwohner und ist der Verwaltungssitz des Amtes Malchow, dem weitere acht Gemeinden angehören. Begünstigt durch die Insellage entwickelten sich im 19. Jahrhundert die Tuchmacherei und Färberei in Malchow, das deshalb zeitweise als das „Manchester Mecklenburgs“ Berühmtheit erlangte. Noch bis 1990 war hier die Textilindustrie beheimatet – einige teilweise sanierte und denkmalgeschützte Industriebauten zeugen noch heute davon. Die Inselstadt ist einer der touristischen Hauptorte der Seenplatte und hat viel Sehenswertes und Kulturelles zu bieten. Über den See grüßt das ehemalige Kloster, in dem heute ein viel besuchtes Orgelmuseum untergebracht ist. Weitere, z. T. recht originelle Museen bieten dem Gast Kurzweil. Der liebevoll sanierte Altstadtkern lädt zum Bummel durch kleine Gassen ein, die immer wieder Blicke auf das Wasser, grüne Wiesen und Felder freigeben. Malchower Kloster Die 130-jährige Stadtmühle und die neogotische Stadtkirche komplettieren das Stadtpanorama. Wahrzeichen von Malchow, attraktiver Treffpunkt und touristisches Highlight ist die neue Drehbrücke, die ihre in die Jahre gekommene Vorgängerin 2014 ersetzte und neuerdings sogar eine Belobigung zum Landesbaupreis erlangte. Jeweils zur vollen Stunde haben hier während der Saison die Freizeitkapitäne und Ausflugsschiffe auf der Müritz-Elde-Wasserstraße Vorrang vor dem Durchgangsverkehr in der Stadt. 16 Inselstadt Malchow

STADT MIROW Umgeben von einer ursprünglichen Wald- und Seenlandschaft liegt inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte die kleine Stadt Mirow. Kaum zu glauben: Hier erblickte 1744 die spätere englische Königin Sophie Charlotte als Prinzessin zu Mecklenburg-Strelitz das Licht der Welt. Noch heute hat der Name der Stadt Strahlkraft weit über die Region hinaus - bis hin zum englischen Königshaus. Auch Charlottes Bruder Karl II., Vater von Königin Luise von Preußen, wurde hier geboren. Die blaublütige Historie verpflichtet. Das nach historischen Plänen originalgetreu restaurierte Schlossensemble lockt das ganze Jahr über Heerscharen von Besuchern an. Auf der Mirower Schlossinsel gibt es geballte Geschichte zu bewundern. Schlossensemble Mirow Keimzelle von Mirow war im 13. Jh. eine Ordensniederlassung der Johanniter, die im 14. Jh. durch einen imposanten Kirchenbau erweitert wurde. Um 1700 wurde das Gebäudeensemble zur Nebenresidenz der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz und erlebte Mitte des 18. Jh. mit dem Bau von Schloss und Kavaliershaus sowie der Anlage des Schlossgartens eine prachtvolle Blütezeit, die heute in den historischen Bauten vorbildlich aufbereitet dem Besucher nahegebracht wird. Wer hat mehr Spaß an der Mirower Schleuse – die Bootsfahrer oder die Zuschauer, die das Spektakel von der Brücke aus beobachten? Ein respektabler Höhenunterschied von 3,5 Metern wird durch die Schleuse überwunden, eine Herausforderung für die manchmal noch ungeübten Freizeitkapi- Mirower Schleuse täne. Das technische Denkmal der Stadt Mirow wird auch „Tor zur Müritz“ genannt, da es die Kleinseenplatte mit der Müritz verbindet. ENTDECKUNGEN RUND UM MIROW WESENBERG Das Ackerbürgerstädtchen Wesenberg ist nicht nur Wasserwanderern ein Begriff, sondern hat sich auch als Station des internationalen Radwegs Berlin-Kopenhagen einen Namen gemacht. Herausragende Sehenswür- 17