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KSPK Wertebuch

180 Jahre Kärntner

180 Jahre Kärntner Sparkasse Hilfe zur Selbsthilfe Geldausgabeautomaten in den Geschäftsstellen Klagenfurt-Neuer Platz (Abbildung 9) und Spittal installiert. 1973 übernahm ein Mikrofilmarchiv die Aufbewahrung des gesamten Beleggutes und Schriftverkehrs. 1974/75 folgte der Ankauf eines Großcomputers und 1976 die Einführung der Online-Technik. Zugleich wurde die Erweiterung des Zweigstellennetzes in Angriff genommen (1970: Klagenfurt/ Pischeldorfer Straße; Krumpendorf; 1971: Klagenfurt/ Rosentaler Straße; Seeboden; 1972: Viktring; 1976: Ferlach; 1978: Ebenthal; Spittal an der Drau (Abbildung 10). Die Geschäftsausweitung bedingte eine Zunahme der Mitarbeiterzahl. Innerhalb von zehn Jahren nahm diese von 245 (1970) auf 443 (1979) zu. In den späten 1970er-Jahren begann die Welt des Geldes eine andere zu werden. Auch die Periode eines stetig steigenden Wohlstandes und hoher Wachstumsraten neigte sich dem Ende zu. Die Sparkassenvorstände waren vor große Herausforderungen gestellt. Eine davon war das neue Kreditwesen- und Sparkassengesetz des Jahres 1979. Insbesondere bekam die „Sparkasse“ das neue Filialkonzessionssystem zu spüren. Dieses ließ die unbehinderte Expansion kapitalkräftiger Bank- und Kreditinstitutsgruppen zu. Unter diesen Gegebenheiten entschloss sich die „Kärntner Sparkasse“, der Konkurrenzsituation mit einem aktiven, auf ihr geographisches Umfeld bezogenen Konzept, zu begegnen. Als eine der ersten österreichischen Geldinstitute führte sie eine an die neuen gesetzlichen Vorschriften angepasste Verwaltungsorganisation ein. Eine weitere Konsequenz war die Änderung der Satzungen. Auf der Basis des einstigen Gründungsauftrages des Jahres 1835 strebte die „Sparkasse“ im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe die Förderung der „persönlichen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit und Freiheit sowie das Zusammenleben der Menschen in Kärnten“ an – verbunden mit dem Ziel der Ermöglichung der „Vermögensbildung durch Geldanlage und Kreditversorgung“. In diesem Zusammenhang wurden im „Lendorfer Programm“ (1981) neue Leitlinien für die künftige Geschäftspolitik, neue Arbeitsschwerpunkte und Ziele unter der Perspektive „Von 1835 bis ins Jahr 2000“ formuliert. Diese inkludierten die Betonung der speziellen Identität der „Sparkasse“ als Kärntner Institut, die Anpassung der Betriebsstruktur an die Erfordernisse in Richtung eines markt- und kundenorientierten Unternehmens 52

Abbildung 9: Geschäftsstelle Klagenfurt-Neuer Platz in den 70er Jahren