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91. Spengler Cup Davos - Jahrbuch 2017 (30-er Jahre)

Spengler Cup Davos 2017 : Spengler Cup-Sieger mit Prag, Schweizer Meister mit Davos Was für die Schweizer Bibi Torriani in den 1930er- und 40er-Jahren war, war Josef Maleček für die Tschechoslowakei. Er galt als bester europäischer Stürmer der Zwischenkriegszeit. Dreimal ( 1929, 1930 und 1937 ) gewann Josef Maleček den Spengler Cup und war 1938 in die legendäre « Final-Schlägerei » verwickelt, die zum Spielabbruch führte. 1948 spielte der Tschechoslowake beim Hockey Club Davos und gewann den Schweizer Meistertitel – unter anderem mit Bibi Torriani. Europameister mit 19 Jahren Bereits ein Vierteljahrhundert früher hatte er 1921 und damit als 18-Jähriger in der ersten Mannschaft des HC Sparta Prag debütiert. Ein Jahr später spielte er erstmals bei Europameisterschaften und feierte gleich seinen ersten Titel – dies nach Siegen über die Schweiz ( 8 : 1 ) und Schweden ( 3 : 2 ). Im Verlaufe seiner Karriere kamen drei weitere Goldmedaillen bei Europameisterschaften dazu: 1925, 1929 und 1933. 1926, 1938 und 1939 gewann er Silber und 1931, 1934 und 1935 Bronze. Bei insgesamt 107 Länderspielen für die Tschechoslowakei erzielte Maleček 114 Tore. Allein 62 waren es bei seinen elf Weltmeisterschaftsteilnahmen. Zweimal gewann er dabei Bronze – 1933 und 1938. Zudem nahm er mit der tschechoslowakischen Auswahl an den Olympischen Winterspielen 1924 in Chamonix, 1928 in St. Moritz und 1936 in Garmisch-Partenkirchen teil. Mit Prag beim Spengler Cup Ab 1927 spielte Josef Maleček beim damaligen Spitzenclub LTC Prag. Mit diesem gewann er den Spengler Cup – und achtmal in Folge den tschechoslowakischen Meistertitel. 1930 und 1931 holte er mit seiner Mannschaft zudem den Tatra Pokal, der im Gebiet der Hohen Tatra ausgetragen wird und das zweitälteste internationale Vereinsturnier neben dem Spengler Cup ist. : Das tschechoslowakische Eishockeyteam mit Tuzicka, Kucera, Hromadka, Pusbauer, Malecek, Peka, Reporter Josef Laufer, Cetkovsky, Michalek, Pergut, Cisar, B. Jirotka, Z. Jirotka ( von links ) anlässlich der Weltmeisterschaft 1935 in Davos. Mehrfacher Torschützenkönig Maleček galt als bester europäischer Stürmer der Zwischenkriegszeit. Er war ein technisch versierter Schlittschuhläufer mit einem äusserst platzierten Schuss. Dies brachte ihm Anfang der 1930er-Jahre auch ein Angebot der New York Rangers aus der NHL ein. Er lehnte jedoch ab. Dafür wurde er in der Tschechoslowakei mehrmals Torschützenkönig und gewann 1940, 1942, 1943 und 1944 mit seiner Mannschaft die Meisterschaft des Protektorats Böhmen und Mähren. Nach Kriegsende wechselte er zum HC Slovan Bratislava, für den er drei Jahre spielte. Einsatz auch im Davis Cup Maleček war nicht nur einer der besten Eishockey-Spieler seiner Zeit. Talent bewies er auch in anderen Sportarten. So vertrat er sein Land mehrfach bei Feldhockey-Länderspielen. Als Tennisspieler gewann er zwei tschechoslowakische Meistertitel und nahm 1929 am Davis Cup teil. Aus dieser Zeit kannte er Vojtěch Vodička und Ladislav Hecht. Mit ihnen führte er im Prag der Zwischenkriegszeit eines der beliebtesten Sportgeschäfte, das als erstes Eishockey-Ausrüstung der Marke CCM aus Kanada importierte. Von der Schweiz nach Amerika 1948, nachdem die Kommunisten im Februarumsturz die Macht in seiner Heimat übernommen hatten, ging Maleček in die Schweiz. Er spielte eine Saison lang beim Hockey Club Davos. 1954, nach Abstechern zum HC Crans-Montana, Krefelder EV und HC Zürich Jaguars zog er Mitte der 1950er-Jahre weiter in die Vereinigten Staaten. Dort arbeitete er als Kommentator für das tschechischsprachige Programm von Radio Free Europe. Zudem war er Ehrenvorsitzender der Vereinigung tschechoslowakischer Sportler im Ausland. Josef Maleček starb 1982 in Bayport, New York. 2003 wurde er in die IIHF Hall of Fame aufgenommen und gehörte 2008 zu den ersten Mitgliedern der Tschechischen Eishockey-Ruhmeshalle.

: Kariem Hussein Leichtathletik ( Europameister 2014 über 400-m-Hürdenlauf ) « Die Dynamik des Spengler Cup hat mich gepackt. Nebst dem Sport verkörpert er ein grosses Volksfest – einmal dabei gewesen, immer wieder! Ich erinnere mich gerne an die spannenden Spiele, interessanten Gespräche und einfach an ein Wohlfühl-Event purer Leidenschaft und Magie.»