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TE KW 15

B ÜCHER Politik, damals

B ÜCHER Politik, damals wie heute Hat die Gesellschaft aus ihren Fehlern gelernt? (mel) Noch immer werden neue Bücher über den Holocaust, den unvergesslichen Völkermord, geschrieben. Nicht vergessen, aber auch noch immer nicht verstanden, prägen diese Geschichten immer noch unsere Zeit und Gesellschaft. Sicher umgehen viele Leser dieses Thema mit dem Gedanken, schon genug darüber gelesen zu haben, aber die Neuerscheinung des Buchs „Gelebt, Erlebt und Überlebt“ von Gertrude Pressburger ist in einer so einfühlsamen Art von der Journalistin Marlene Groihofer aufgeschrieben, dass man erneut das Gefühl der Wirren dieser Zeit spürt. Die Autobiographie entstand, nachdem Pressburger durch ein Videointerview zu den Präsidentenwahlen 2016 bekannt wurde. Lange konnte sie über das Erlebte nicht reden, doch Sätze wie „Ein Bürgerkrieg ist möglich“ oder „So wahr wie mir Gott helfe“ während dem Wahlkampf machten ihr Angst und ließen sie nicht in Ruhe. Sie erklärt, dass solch ähnliche Parolen damals dazu führten, dass die Menschen ihr Niedrigstes hervorholten und sich von ihren ehemaligen Nachbarn abwandten und sich anstecken ließen von Hass und Verachtung. Als einzige Überlebende ihrer Familie wollte sie eigentlich das Erlebte nie wieder hervorholen, bedankte sich aber nach der gemeinsamen Niederschrift bei Groihofer, dass sich zwar der Schmerz der Erinnerungen nicht verringert hat, aber es TYROLIA Gertrude Pressburger. Gelebt, erlebt, überlebt. – Zsolnay. Raoul Schrott. Politiken und Ideen. - Hanser. Erhältlich bei wie eine Art Therapie war. Am Ende schrieb sie, dass sie fürchte, dass es wieder zu Krieg kommen könnte, den sie nicht mehr erleben werde, der aber eine folgende Generation treffen könnte. Mit dem Satz „Politik beruht auf Konzepten, die sich geschichtlich herausgebildet haben“ setzt Raoul Schrott in seinem Buch „Politiken & Ideen“ ein Statement. In vier großen Essays versucht er, die Hintergründe unseres Zusammenlebens zu erklären. Wichtig ist dem Autor, woher unsere Werte kommen. Sind diese in unserer Vergangenheit zu suchen oder definieren wir uns über unsere Sprache, Abstammung oder unsere geographischen Grenzen? Schrott wurde 1964 in Landeck geboren und studierte Germanistik und Anglistik an den Universitäten Innsbruck, Norwich, Sorbonne und Berlin. Alle vier Erörterungen beschäftigen sich mit dem Prozess der Entstehung von Kultur, die er als politisch begreift, insofern sie aus gesellschaftlichen Prozessen resultiert. Religion wird eigentlich nie als politisch betrachtet, jedoch lenkt der Autor mit seiner Betrachtung der Papstwahl auch die kirchliche Entwicklung mit in die Entstehung der heutigen Gesellschaft. Betrachtet man die Gesellschaft als Ergebnis jahrtausendelanger Prozesse, weiß man aus Erfahrung, dass nichts Abgeschlossenes auf Dauer besteht. www.tyrolia.at 6410 Telfs, Inntalcenter, Weißenbachgasse 9, Tel. 05262/ 64390, Fax: 64390-20 Telfs hat einen 90er mehr Dr. Harald Uhl feierte seinen 90. Geburtstag. Bürgermeister Christian Härting gratulierte im Namen der Marktgemeinde recht herzlich. Foto: MGT/DIetrich (RS) Nach Mösern führte den Telfer Bürgermeister Christian Härting vor kurzem ein Gratulationsbesuch zum 90. Geburtstag. Dr. Harald Uhl feierte dort in hervorragender geistiger Frische den Eintritt ins zehnte Lebensjahrzehnt. Der Gemeindechef wünschte alles Gute und überreichte ein kleines Präsent. Dr. Harald Uhl wurde 1928 in Düsseldorf geboren, verbrachte aber den Großteil seines Lebens in Wien. Im Ruhestand ließ sich der Naturliebhaber zusammen mit seiner inzwischen verstorbenen Frau in Mösern nieder, weil er die Schönheit und Vielfalt der Region ganz (GeSch) „Farbimpressionen zwischen Tirol und Polarmeer“: Unter diesem Titel startet der Heimatbund Hörtenberg seine Ausstellungstätigkeit in diesem Jahr im Noaflhaus. Wilhelm Kolar, der Künstler, war Lehrer in Stams und Telfs, wo er Geschichte und Geographie unterrichtete, hatte schon als Jugendlicher eine starke Ader zur künstlerischen besonders schätzt. Für die Geburtstagsplauderei des sehr aktiven Neunzigers mit dem Bürgermeister boten sich interessante Themen. Der Jubilar hat Psychologie und Theaterwissenschaften studiert, übte aber einen ganz anderen Beruf aus: Viele Jahre war er Osteuropa-Verkaufschef eines großen schwedischen Stahlkonzerns. Im Ruhestand widmet er sich jetzt wieder – neben seinem Interesse für Kultur und Politik – auch seinen früheren wissenschaftlichen Fachgebieten. Derzeit arbeitet er intensiv an einem religionspsychologischen Werk. Uhls Fittness-Rezept: Immer tätig und interessiert sein! Ausstellung im Noaflhaus Bis zum 28. April sind im Noaflhaus Telfs Werke des Künstlers Wilhelm Kolar ausgestellt. Foto: Noaflhaus Betätigung. Kurse mit unterschiedlichen Techniken und Materialien führten ihn schließlich zur Ölmalerei. Die Ausstellung wird am 13. April um 19 Uhr im Fasnacht- und Heimatmuseums im Noaflhaus eröffnet. Sie wird bis zum 28. April donnerstags und samstags von 9 bis 12 Uhr und Freitag von 17 bis 20 Uhr geöffnet sein. RUNDSCHAU Seite 16 11./12. April 2018

Jesus-Buch als Anstoß für eigene Reflexion Glettler und Lehofer präsentierten Buch: „Die fremde Gestalt. Gespräche über den unbequemen Jesus“ Bischof Hermann Glettler und der Psychiater Michael Lehofer präsentierten kürzlich in Graz und Innsbruck ihr Buch „Die fremde Gestalt. Gespräche über den unbequemen Jesus“. Zur Buchpräsentation im „Haus der Begegnung“ in Innsnruck waren unter anderem auch der ehemalige Erzbischof Alois Kothgasser, Bischofsvikar Jakob Bürgler, die beiden Äbte Raimund Schreier (Wilten) und German Erd (Stams) sowie zahlreiche Vertreter der Diözesanleitung gekommen. Von Gebi G. Schnöll Bischof Hermann Glettler zur Intention des Buches: „Die Absicht des Buches ist sicher eine Verlebendigung der Beziehung, die wir zu Christus haben. Auch geht es darum, das Fremde, Überraschende und Tröstende der Person Jesu herauszustreichen. Ein Großteil des Buches kreist um das Phänomen, dass er – Jesus – der Vergebende, die Barmherzigkeit Gottes in Person ist – die Zuwendung und die Direktheit Gottes zum einzelnen Menschen. Da kann es schon sein, dass er Gesetze richtig in Frage stellt oder bricht. Wenn es gelingt, dass eine Frische von dem Buch ausgeht und möglichst viel Auseinandersetzung mit Jesus provoziert, dann bin ich glücklich.“ Der Psychiater Michael Lehofer bringt in diesem „Dialog-Buch“ seine Erfahrungen und Sichtweisen als Psychiater ein. Lehofer sieht Jesus als Vorbild, da er authentisch und treu zu sich selbst war. „Jesus hat Regeln und Gesetze gebrochen zugunsten der Liebe. Und das ist der Kern des Evangeliums“, so Lehofer. Pfeifers Pelletsfest am 21. April 2018 Frühschoppen, Info und Kinder-Action Am Samstag, dem 21. April, organisiert das Familienunternehmen Pfeifer Holz und der Verein „Propellets“ ein buntes Fest mit Unterhaltungs- und Informationsprogramm für Groß und Klein am Firmenstandort in Imst (Fabrikstraße 54). Im Mittelpunkt des Geschehens steht der umweltschonende Brennstoff Pellet. Jede Stunde gibt es eine Tonne Holzpellets oder Briketts zu gewinnen. Beginn ist um 10 Uhr, bei jedem Wetter. Bischof Hermann Glettler und Prof. Michael Lehofer präsentierten in Graz und Innsbruck ihr neues Buch. Foto: Diözese Innsbruck/Rachlé ANSTOSS. Matthias Opis, Verlegerischer Geschäftsführer der Styria Buchverlage: „In ihrem Buch nähern sich Bischof Glettler und der Psychiater Lehofer aus der Perspektive ihrer jeweiligen Profession und Persönlichkeit den schwierigen und herausfordernden Botschaften von Jesus von Nazareth. Das Buch dokumentiert das Gespräch zweier Freunde, die sich als Theologe und Therapeut an jenen gar nicht so wenigen Stellen im Neuen Testament abarbeiten, die nicht nur bei gläubigen Menschen Fragen aufwerfen. Mit den von ihm eigens für das Buch gestalteten Grafiken zeigt Bischof Glettler die Irritationen und das bisweilen Verrückte der jesuanischen Bilder und Botschaften auch auf einer anderen als nur der textlichen Ebene. Zwei besondere Autoren haben ein besonderes Buch geschaffen.“ DATEN UND FAKTEN. „Die fremde Gestalt. Gespräche über den unbequemen Jesus“. Styria Verlag Hardcover mit SU, 13,5 x 21,5 cm; 160 Seiten mit Grafiken von Hermann Glettler; 22 Euro, ISBN 978- 3-222-13587-3 Fest 2018 Samstag, 21. April ›› ab 10.00 Uhr Firmenzentrale Imst ›› Fabrikstraße 54 Pellets sind kostengünstig, CO 2 - neutral, zukunftssicher und weltweit auf dem Vormarsch. Über all diese Vorteile informiert die Firma Pfeifer gemeinsam mit weiteren Ausstellern beim großen Pelletsfest in Imst. Mit dabei sind führende Händler, Lieferanten sowie verschiedene Kessel- und Ofenhersteller. Neben den vielfältigen Informationsständen rund um den beliebten Bio-Brennstoff begeistern ein tolles Kinderprogramm, ein zünftiger Frühschoppen sowie eine „Pfeifer-Karriereecke“ am überdachten Vorplatz des größten Pelletsproduzenten Österreichs. INFO UND SPASS. Während sich die Kids bei Hüpfburg, Funbox, Fußball-Radar oder Bastelecke austoben, genießen die Erwachsenen ab 11 Uhr musikalische Klänge vom „Salvesenklang“, der böhmischen Partyband aus Tarrenz. Höhepunkt des geselligen Festes sind die stündlichen Verlosungen am Nachmittag von jeweils einer Tonne Holzpellets oder Briketts. Zudem bringt ein Shuttleservice Interessierte ab 16 Jahren zu jeder vollen Stunde zur Werksbesichtigung der Pelletsproduktion in die Imster Au. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. ANZEIGE 1 ab 13:00 Uhr stündlich 1 Tonne Pellets oder Holzbriketts zu gewinnen www.pfeifergroup.com Zünftiger Frühschoppen ab 11.00 Uhr mit Salvesenklang Kinderprogramm mit Hüpfburg, Funbox, Fußball-Radar, Bastelecke Alle Infos zum Thema Pellets durch führende Händler, Lieferanten, Kessel- und Öfenhersteller Werksbesichtigung der Pelletproduktion Pfeifer-Karriereecke 11./12. April 2018 RUNDSCHAU Seite 17