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U PC TIROL LIGA Knackt Kematen den „Emat-Code“? Telfs zuhause seit unglaublichen 590 Tagen unbesiegt (fly) Am 2. September 2016 mussten sich Osl & Co. letztmals vor heimischem Anhang geschlagen geben. Die letzte Heimpleite gegen einen Club westlich von Innsbruck liegt noch weiter zurück. Fast genau drei Jahre. Am 26. April 2015 siegte Seefeld mit 3:2. Gelingt Kematen ein ähnlicher Coup? Die Derby-Generalprobe glückte beiden. SV TELFS – SV BÄCKER RU- ETZ KEMATEN, Sonntag, 17.00. Während Telfs zuletzt äußerst punktehungrige Löwen zähmte, waren die „Blues“ beim 3:1 über die selbsternannten Gladiatoren aus Silz zumeist Herr in der heimischen Arena. „Nach der frühen Führung müssen wir nachlegen, können die Partie frühzeitig entscheiden. Das haben wir nicht getan. Im Gegenteil: wir haben uns einlullen lassen und sind knapp vor der Pause sogar ins Wanken geraten“, sprach Trainer Markus Schnellrieder von einem generell recht schwachen Kick. „Silz RUNDSCHAU: Beim 1:1 im Herbst traf Kematen spät zum Ausgleich. Wird`s diesmal ähnlich spannend? Werner Rott: Ja! Es wird auch diesmal ein enges Spiel. Hoffentlich werden wir nicht wieder in der Nachspielzeit bestraft. Markus Schnellrieder: Ja, ich denke schon. Normalerweise sind Spiele zwischen Telfs und Kematen immer sehr knapp. Auch wenn sie zuletzt meist zu Gunsten von Telfs ausgegangen sind. RS: Wie erwartet ihr den Gegner, wie lautet die eigene Marschrichtung? Rott: Kematen wird wohl ähnlich offensiv wie in Zirl auftreten. In einem 4-4-2. Wir wollen versuchen, an das Niveau der zweiten Halbzeit vom Zams-Spiel ranzukommen. Da haben wir richtig gut Fußball gespielt. Stellen Markus Plunser und seine „Blues“ Telfs (Matej Dretvic) wie schon im Hinspiel ein Bein? Foto: Dosch hat die Bälle nur hoch nach vorne gedroschen. Wir haben zumindest versucht, den Ball flach zu halten.“ Von Taktik geprägt war der Telfer Auftritt in Hall. Marcel Schreter traf nach der schönsten Aktion im gesamten Spiel zum entscheidenden 1:0. „Wir wollten Halls Innenverteidiger beschäftigen, sind mit zwei Schnellrieder: Wir werden schauen, dass wir hinten gut stehen und über Konter zu Torchancen kommen. Telfs will zuhause gewinnen, wird auf ein schnelles Tor aus sein. RS: Wo seht ihr die Stärken, wo die Schwächen beim Lokalrivalen? Rott: Kematens Stärke liegt darin, dass sie individuell sehr gute Spieler haben. Das fängt hinten bei Raitmair an und hört vorne bei Kuen auf. Vor allem auf ihre Offensive müssen wir höllisch aufpassen. Zudem war Kematen bis vor zwei Jahren eigentlich immer vor Telfs. Ihre Schwäche? Vielleicht die fehlende Konstanz . Das kann auch eine mentale Geschichte sein. Schnellrieder: Telfs hat mit Schreter, Rott, Struggl, Osl, „Marv“ (Ex-Blues Marvin Kranebitter, Anmerk.) und wie sie alle heißen, Stürmern enormes Risiko gegangen“, war Trainer Werner Rott ob der perfekten Umsetzung des vorgegebenen Marschplans – Sohn Manuel nahm Halls Dreh- und Angelpunkt Simon Nimmervoll völlig aus dem Spiel – höchst zufrieden. „Wir hatten das Spiel bis auf die letzten Minuten sehr gut im Griff.“ Freunden gibt man ein Küsschen, oder einen Punkt Gleich elf von 25 Derbys zwischen Telfs und Kematen endeten remis – Die beiden Trainer im RS-Gespräch (fly) Telfs verlor keines der letzten fünf Duelle. Allerdings machten die „Blues“ am Emat zumeist eine gute Figur. In zwölf Partien setzte es nur drei Niederlagen. Siebenmal wurden die Punkte geteilt. Insgesamt endeten elf von 25 Derbys mit einem X. Kematens Ancelotti: Markus Schnellrieder. Foto: Dosch sehr gute Einzelspieler und ist als Mannschaft perfekt eingespielt. Schwächen? Ich kenne keine. Viele können es nicht sein, denn sonst würden sie nicht ganz oben stehen. RS: Versucht euch mal als Wahrsager. Wo stehen Telfs und Kematen am Saisonende? Rott: Kematen wird so zwischen Platz sieben und acht landen und VORSPIEL Von Alex Dosch Egal ob Augsburg, München oder sonst wo hin. Die Fahrten zu Spielen der deutschen Bundesliga werden immer beliebter. Kein Wunder: zum einen ist man in knapp zwei Stunden etwa in der Weißwurstmetropole, kann Fußballschauen mit einem Ausflug verbinden. Zum anderen ist der Kick bei unseren Lieblingsnachbarn ein ganz anderer als hierzulande. Und dennoch gibt`s ein großes Aber. Denn wenn an einem Ostermontag der zuletzt so überzeugend aufspielende Wacker im Duell Erster gegen Zweiter gerademal 4.000 Zuschauer anlockt, dann läuft etwas falsch. Da darf auch die nicht enden wollende Schlange am Kiosk, das Bier, welches wärmer ist als das Würstel, oder die Toilette in der der Handtuchspender fehlt, keine Ausrede sein. Ist ärgerlich, hilft aber nicht. Zumal ja Wacker nicht zwingend was dafür kann. Deshalb kann für das Saisonfinale die Devise nur lauten: Gemma Wacker schau`n. Sir Karl und seine Jungs hätten es sich verdient. gefestigt in die neue Saison gehen. Wir nehmen alles mit, was kommt. Den 2. Platz aus dem Herbst sollten wir verteidigen können. Aber das ist nicht unser Ziel. Schnellrieder: Ich glaube, dass Telfs Meister wird. Seit Werner Rott dort wieder Trainer ist, haben sie, soweit ich weiß, zweimal verloren. Und wir landen auf einem Nichtabstiegsplatz. Ein einstelliger Tabellenrang wär super. Wenn nicht, wär`s auch nicht schlimm, weil wir im Sommer einen großen Umbruch vollzogen haben. RS: Mit welchem prominenten Trainer würdet ihr Euer Gegenüber vergleichen? Rott: (lacht). Von den Beobachtungen her am ehesten mit Carlo Ancelotti. Ein Trainerfuchs, der meist ruhig auf der Bank sitzt, aber auch zum Vulkan werden kann. Schnellrieder: Mit Diego Simeone von Atletico Madrid. Weil beide mit ihren sehr gut organisierten Mannschaften enorm erfolgreich sind. RUNDSCHAU Seite 42 11./12. April 2018

U PC TIROL LIGA Die Heimstärke ist noch ein zartes Pflänzchen Letzte Zirler Pleite vor eigenem Anhang liegt 238 Tage zurück – Der kommende Gegner ist ein durchaus unangenehmer (fly) Ebenso wie Lokalrivale Telfs hat auch Zirl eine, wenn auch noch nicht ganz so imposante Heimserie, zu verteidigen. Seit sieben Spielen sind Rauth & Co. zuhause ungeschlagen, holten 17 von 21 Zählern. Gegen den freitägigen Gegner SVI lief es zuletzt allerdings nicht ganz nach Wunsch. FC ZIRL - SVI, Freitag, 19.00. Nur zwei der letzten neun Pflichtspiele konnten gewonnen werden. Im Herbst folgte dem 0:0 in der Meisterschaft ein 1:3 im Cup. Zudem starteten die Innsbrucker perfekt ins Frühjahr, holten in drei Partien das Maximum von neun Punkten. „Der SVI agiert sehr variabel. Das wird schwer. Aber wir wollen unsere Serie beibehalten, spielen auf Sieg“, erwartet Trainer Armin Hobel ein ganz anderes Spiel als zuletzt in Kundl. Mit dem 4:0 – es war der erste vierte Erfolg im zwölften Duell - fügte Zirl den Unterländern die zweite Saison- Heimpleite zu. „Das war eine mannschaftliche Top-Leistung. Sowohl defensiv als auch offensiv. Wir haben über 90 Minuten nicht eine Chance zugelassen. Und vorne sind wir immer 11./12. April 2018 für ein Tor gut.“ Diesmal waren es gar vier. Weil die Gastgeber vor allem mit dem frühen Pressing nie zu recht kamen. „Kundl hat nur mit hohen Bällen agiert“, wollte Hobel einen Spieler aus seinem starken Kollektiv dennoch hervorheben: Kevin Radi traf gegen Kundl zur 1:0-Führung, musste danach verletzungsbedingt raus. Foto: Dosch „Kampfgelse“ Christian Pöham. „Pö hat als Sechser nicht einen Zweikampf verloren. Auch später ob der Verletzung von Stani (Matej Stanic, Anmerk.) in der Innenverteidigung nicht.“ Einziger Wermutstropfen: Neben Stanic musste auch noch Top-Torjäger Kevin Radi – der Treffer zum 1:0 war Saisontor Nummer zwölf – verletzungsbedingt vom Platz. Beide dürften am Freitag wohl fehlen. F R AUEN–LANDESLIGAWEST Zum Start gibt`s gleich einen echten Kracher Das viertplatzierte Flaurling/Polling empfängt zum Rückrundenauftakt den Vize-Winterkönig vom Arlberg (fly) Die Zeit des Wartens hat endlich ein Ende. Ab dem Wochenende regiert auch im Damenfußball wieder „Königin Fußball“. Dabei kommt es am „Hennebichl“ gleich zu einem richtigen Kracher. Im Duell Vierter gegen Zweiter will sich Flaurling für die 1:2-Hinspielniederlage revanchieren. Dass dieses Unterfangen kein leichtes ist, zeigt allein ein Blick auf die Statistik. TIROLLIGA 1. Telfs 18 50:16 45 2. Reichenau SVG 18 64:15 44 3. Hall 18 37:26 35 4. Zirl 18 40:29 31 5. Imst 18 44:26 30 6. Kirchbichl 18 39:39 30 7. Kundl 18 25:34 27 8. SVI 18 37:32 25 9. Kematen 18 44:38 24 10. Zams 18 34:50 21 11. WSG Swarovski Wattens 18 28:32 19 12. Völs 18 33:41 18 13. Silz/Mötz 18 36:45 18 14. Union Innsbruck 18 24:44 18 15. St. Johann 18 23:53 11 16. Mayrhofen 18 21:59 9 FC FLAURLING/POLLING – SPG ARLBERG, Samstag, 19.30. In bislang 13 Aufeinandertreffen langte es zu keinem einzigen Sieg. Gerademal zwei magere Pünktchen – jeweils ein 3:3 in den letzten beiden Heimspielen – wanderten auf das Habenkonto. „Wir müssen Ruhe bewahren und schnell in die Spitze spielen“, setzt Spieler-Trainerin Janine Niederkircher gegen Arlberg vor allem auf den Heimvorteil. „Es ist sicher ein großer Vorteil, dass wir zuhause spielen.“ Allerdings: die Auswärtsweste des Titelaspiranten ist noch blütenweiß: vier Spiele, vier Siege, Torverhältnis 19:3. Die letzte Pleite auf fremdem Boden datiert vom 11. Juni 2017, einem 0:2 in Oetz am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison. Ein gelungener Rückrundenauftakt im Duell der zwei besten Hintermannschaften – Flaurling hält bei nur zwölf Gegentoren, Arlberg bei 14 - wäre auch in Sachen Saisonziel von immenser Bedeutung. „Unser Ziel war zu Saisonbeginn Platz drei. Das hat sich nicht FRAUEN – LANDESLIGAWEST 1. Oetz 9 60:15 22 2. SPG Arlberg 9 30:14 19 3. Landeck 9 32:18 19 4. Flaurling 9 35:12 17 5. Lechaschau 9 40:21 16 6. SPG Oberes Gericht 9 26:27 13 7. Pitztal 9 20:23 12 8. Tarrenz 9 18:20 10 9. Paznaun 9 10:34 3 10. Umhausen 9 1:88 0 Die Damenmannschaft des FC Flaurling/Polling plant im Frühjahr den Angriff auf Rang drei. Geht es nach dem Trainerduo Janine Niederkircher (2. Reihe, links) und Philipp Hagele (2. Reihe, rechts), kein unmögliches Unterfangen. Foto: FC Flaurling/Polling verändert. Ich denke, dass der dritte Platz durchaus machbar ist. Dafür müssen wir aber kämpfen bis zum Schluss.“ Die entsprechende Basis für das Unternehmen „Top 3“ wurde in der Wintervorbereitung gelegt. „Im Großen und Ganzen war ich mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Es gibt immer Luft nach oben, um das eine oder andere zu steigern bzw. zu ändern. Aber die Mädels waren sehr ehrgeizig und überaus motiviert“, so Niederkircher. RUNDSCHAU Seite 43