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Perspektiven2018Stahl

3. Blick auf die

3. Blick auf die Stahlmärkte heute 3.1 Welt-Stahlmärkte Die Situation auf den Welt-Stahlmärkten ist vor allem durch drei Probleme gekennzeichnet, die deren Entwicklung noch lange Zeit prägen dürften: Strukturwandel, Überkapazitäten und Protektionismus im Stahl-Außenhandel. Es ist davon auszugehen, dass sich der Strukturwandel in vielen Volkswirtschaften weiter eher zu Lasten stahlintensiver Sektoren vollzieht. - Maßstab ist die sog. Stahlintensität als makroökonomischer Parameter, die das Verhältnis des sichtbaren Stahlverbrauchs (in kg) zum Bruttosozialprodukt einer Volkswirtschaft misst. Die Entwicklung des Weltstahlverbrauchs anhand der Stahlintensität lässt eine deutlich fallende Tendenz erkennen, die in den westlichen Industrieländern besonders ausgeprägt ist. - In der Stahlindustrie bestehen weltweit gravierende Überkapazitäten. So schätzt die OECD die globalen Stahlkapazitäten auf 2,37 Milliarden Tonnen (2015) mit einer Auslastung von unter 70%, - Als weiteres Problem auf den internationalen Stahlmärkten zeigt sich, dass mit wachsendem Wettbewerbsdruck viele Drittländer ihre Anstrengungen verstärken, ihrer heimischen Stahlindustrie künstliche Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, wie Importzölle, Importlizenzen oder die Bevorzugung heimischer Produzenten bei öffentlicher Auftragsvergabe. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl setzt sich für den Erhalt von Handelsschutzinstrumenten ein. Nur Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen böten die einzige Möglichkeit, "den offenen EU-Markt vor Preisdumping zu schützen“ : | Seite 16

Protektionismus im Stahlaußenhandel Quelle: WV Stahl Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 17