Aufrufe
vor 6 Monaten

Perspektiven2018Stahl

- Elektromobilität im

- Elektromobilität im Fokus Bei der Elektromobilität schlummern noch bedeutende Unsicherheiten und Risiken für die Automobilindustrie. Dabei geht es weniger um die technische Entwicklung und Umsetzbarkeit, sondern um regulatorische Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten. So treiben etwa China und Norwegen die Elektromobilität mit staatlichen Anreizsystemen deutlich nachdrücklicher voran als in Deutschland, das eher Rücksicht auf seine traditionelle Schlüsselindustrie Automobilbau nimmt. Dennoch ist der Trend zur Elektromobilität erkennbar. Die nachfolgende Grafik zeigt die kumulierten Neuzulassungen der Elektrofahrzeuge in Deutschland an. Sie ist durch farbliche Markierung nach der jeweiligen Elektrifizierung des Antriebsstranges unterteilt. Der blau markierte Teil bildet den Anteil der Plug-In-Hybrid Fahrzeuge ab (PHEV), der grün markierte Teil stellt die batteriegetriebenen Fahrzeuge (BEV) dar. Die kumulierten Neuzulassungen erreichten im Dezember 2017 insgesamt 131.770 Elektro-PKW, wobei die Dynamik gegenwärtig von den Plug-Ins kommt. Der ab dem 18. Mai 2016 rückwirkend in Kreft getretene Umweltbonus kurbelt den Markt an: Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 82

Kumulierte PKW-Neuzulassungen im Bereich der Elektromobilität Quelle: VDA - Zunehmende Marktdynamik Beschaffungsseitig genügt es immer seltener, wenn Zulieferer einfach nur Standard-Komponenten entwickeln und liefern; die Abnehmer erwarten stattdessen zunehmend komplette Module und Systeme, die gezielt für die konkreten Anforderungen der jeweiligen Kunden entwickelt sind. Das zwingt die Zulieferer dazu, komplexere Engineering-Prozesse mit abzudecken. Gleichzeitig werden die Lebenszyklen der Fahrzeuge ständig kürzer, weshalb die Betriebe immer schneller auf geänderte Anforderungen und Prozesse reagieren müssen. Auf der Verbraucherseite werden die Endkunden immer anspruchsvoller. Triebfedern sind unter anderem technische Fortschritte, wie energieeffiziente Fahrzeuge mit der Folge, das immer weniger Stahl verbaut wird und stattdessen verstärkt Karbon und Plastik zu Einsatz kommen, selbstfahrende Autos und mit dem Internet vernetzte Smart-Cars. Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 83