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Magazin Welli 01

2 Blickpunkt Nächste

2 Blickpunkt Nächste Station ZUKUNFT Wilhelm haller Angelika Springeth Dein Ticket für die Zukunft Bei der heurigen Mitgliedervollversammlung stand das Motto „Nächste Station Zukunft, löse dein Ticket ein“ im Mittelpunkt. Die Vollversammlung sollte zum Nachdenken anregen und den Mitgliedern auch bewusst machen, dass alles was wir jetzt tun, für unsere Zukunft wichtig ist. Die Entscheidungen, die heute von der Politik und anderen Gremien getroffen werden, sind auch nicht immer richtig. Jeder von uns hat die Aufgabe seinen Betrieb so gut wie möglich in die Zukunft zu bringen, sei es durch innovative Ideen oder durch Nebenerwerb. Mittlerweile reicht es leider nicht mehr aus, unsere hochwertigen und qualitativen Produkte zu produzieren. Nein, nun müssen wir uns von allen Seiten anhören, wie wir das zu tun haben. Durch die Medien und einige selbsternannte Bewegungen werden wir in den Vergleich mit Industriebetrieben und Massentierhaltern gestellt. Es werden Skandale von mehreren Tausend Kilometern Entfernung an den Haaren herbeigezogen und der Bevölkerung mit Stolz gezeigt. Doch die Wahrheit sieht ganz anders aus: Unsere Betriebe sind kleine strukturierte Familienbetriebe, die durch ihre Vielfalt und ihre Biodiversität unser Landschaftsbild prägen. Wenn die Bevölkerung das nicht zu schätzen weiß, dann ist es an der Zeit diese Wertschätzung für unsere Produkte wieder einzufordern. Die Zukunft der Südtiroler Landwirtschaft ist und wird immer die Jugend sein, dies sollte uns allen bewusst sein. Die Bauernjugend sind WIR Begeisterte und motivierte Mitglieder sind die Basis eines jeden Vereins. Sie bilden eine große Gemeinschaft und gestalten die Zukunft aktiv mit. Deshalb stellt die Bauernjugend ihre Mitglieder seit der Gründung stets in den Mittelpunkt. Denn eines ist klar, ein Verein ohne Mitglieder ist kein Verein. Jede Ortsgruppe mit ihren Mitgliedern nimmt somit einen besonderen Stellenwert ein. Für mich ist die Bauernjugend schon seit meinem Eintritt ein Verein, der mich begeistert und für den ich gerne einstehen möchte. Durch die Gemeinschaft in der Ortsgruppe, sowie bei den vielen kulturellen, religiösen und geselligen Veranstaltungen hatte ich immer die Möglichkeit Neues kennen zu lernen und für meine Zukunft mitzunehmen. Schon als Ortsleiterin in meiner Ortsgruppe war es für mich besonders wichtig nicht nur neue Mitglieder zu begeistern, sondern die Herausforderung anzunehmen, zusammen mit dem Ausschuss tolle Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Nur durch eine aktive Ortsgruppe kann die Gemeinschaft in der Bauernjugend erhalten bleiben und wachsen. Deshalb ist es wichtig gemeinsame Interessen zu vertreten und die Gemeinschaft damit zu stärken. Unsere Ortsgruppen machen es möglich die Mitglieder zu begeistern und die Bauernjugend sicher in die Zukunft zu führen. Mitglied bei der Bauernjugend zu sein, heißt somit Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, mit gleichen Zielen und Visionen.

April 2018 Blickpunkt 3 Franziska Pedoth Weg von der Industrie, zurück zur Natur! Das Klima verändert sich. Unabhängig davon, ob der Mensch Hauptverantwortlicher dafür ist oder nicht (die Meinungen unterscheiden sich) betrifft es jeden von uns. Vor allem diejenigen, die in der Landwirtschaft tätig sind, sind unmittelbar davon betroffen. Es wird Auswirkungen geben auf das Pflanzenwachstum, den Wasserhaushalt, den Bodenschutz und die Nährstoffe sowie die Pflanzengesundheit. In der Natur gilt seit jeher: Anpassen oder Hinten bleiben. Vielleicht brauchen wir deshalb in Zukunft den Mut zur Veränderung. Wir sollten uns Gedanken machen über die Fruchtartenwahl und die Fruchtfolgegestaltung. Ist es sinnvoll dieselbe Sortenauswahl zu treffen, obgleich deren Gesundheit eventuell durch zu hohe Temperaturen und unausgeglichener Wasserversorgung beeinträchtigt wird? Nicht-einheimische Schaderreger werden aufkommen und Pflanzenschutzmittel werden witterungsbedingt unsicherer. Alles muss immer schneller, größer und besser werden; aber zu welchem Preis? Wir Menschen denken immer wirtschaftlicher und verlieren dabei oft das, was uns ausmacht: die Menschlichkeit. Jeder von uns hat eine Verantwortung gegenüber der Natur. Wir müssen uns fragen, ob es legitim ist, immer industrieller zu werden und uns von der Natur abzuwenden, wenn sie es ist, die uns die Lösung aufzeigt. Ein Umdenken findet statt und immer mehr Leute finden Gefallen an der naturverbundenen Tierhaltung und dem Obstbau. Da Nachfrage und Angebot und somit letztendlich auch der Preis immer vom Endkonsumenten abhängen, hoffe ich auf ein Umdenken zugunsten der Bauern. Unsere Arbeit muss und soll in Zukunft mehr geschätzt werden! Junglandwirteförderung in der Zukunft Ein wichtiges Thema das der Landesführung der Südtiroler Bauernjungend am Herzen liegt ist die Junglandwirteförderung. Dazu war Landesrat Arnold Schuler bei einer Landesleitungssitzung zu Gast und gab einige wichtige Informationen zum Thema. Auch im Europaparlament ist die Junglandwirteförderung zurzeit ein wichtiger Punkt. Die Europaparlamentarier sind dabei die Kriterien der Förderung auszuarbeiten, der neue Beschluss muss bis 2020 gemacht werden. Die Landesführung hat eine Arbeitsgruppe auf die Beine gestellt, die sich aus Junglandwirten aus allen landwirtschaftlichen Zweigen, dem Obstbau, dem Weinbau und der Viehwirtschaft, zusammensetzt. Zusätzlich war es uns ein Anliegen einen betroffenen Landwirt in der Arbeitsgruppe zu haben, der erst vor kurzem einen geschlossenen Hof übernommen hat, damit er über seine Erfahrungen bei der Hofübergabe berichten kann. Bei den ersten beiden Treffen der Arbeitsgruppe Junglandwirteförderung ging es darum die aktuellen Kriterien zu studieren und Punkte hervorzuheben, bei denen noch Änderungsbedarf herrscht. Als weitere Schritte sieht die Arbeitsgruppe vor, neue Vorschläge zu diesen Punkten auszuarbeiten und Experten bei den nächsten Sitzungen hinzuzuziehen, um sich genau über das Thema zu informieren. Ziel ist es konkrete Vorschläge und Kriterien auszuarbeiten und diese dann zu präsentieren. Die Südtiroler Bauernjugend will damit die bäuerliche Bevölkerung für das Thema sensibilisieren und die Vorteile einer früheren Hofübergabe an die jüngere Generation hervorheben. Hannes aichner Christoph weiss Gesellschaftliches Unverständnis In den letzten Jahren bekommt man als Landwirt, quer durch das gesamte Spektrum der landwirtschaftlichen Sparten, immer mehr Gegenwind von der Restbevölkerung zu spüren. Viele Kritikpunkte sind jedoch als direkte Folge der Konsumentenwünsche zu sehen. Eines der besten Beispiele liefert uns in letzter Zeit die Apfelwirtschaft. In den Regalen der Supermärkte findet makelloses Obst reißenden Absatz, jedoch wird Ware mit geringsten Mängeln vom Kunden vorwiegend aussortiert und bleibt oft tagelang im Geschäft liegen. Klarerweise wird es so zum Ziel eines jeden Obstproduzenten seine Äpfel in immer höherer Qualität, sei es aus geschmacklicher aber vor allem aus ästhetischer Sicht, zu produzieren. Jedoch sollte eine Qualitätssteigerung nach Ansicht des Konsumenten mit stark reduzierten bzw. wenn möglich komplett ohne Pflanzenschutzmaßnahmen erzielt werden. Ähnliche Gegensätze häufen sich auch in der Milchwirtschaft. So wird von der Bevölkerung stark kritisiert, wenn der Liter Milch ein paar Cent teurer wird oder die Butterpreise steigen. Eine der einzigen Möglichkeiten, um Milch günstiger produzieren zu können ist jedoch die kontinuierliche Intensivierung der Tierhaltung und Fütterung, welche von den meisten Bevölkerungsschichten berechtigterweise mit Skepsis betrachtet wird. Meiner Ansicht nach steigt, mit dem schwindenden Bezug zur Landwirtschaft, ein Unverständnis zu den Maßnahmen die getroffen werden müssen, um den Konsumentenwünschen gerecht zu werden. Genau hier sehe ich sehr großen Handlungsbedarf. Es sollte daran gearbeitet werden, dass sich die Konsumenten ihrer Verantwortung bewusst werden und verstehen, dass alle Arbeiten ausgeführt werden, um ihren Wünschen gerecht zu werden. WELLI

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