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BSK 08/18 11.04.18 In eigener Sache Nachdem auch der „Blickpunkt“ sein Erscheinen eingestellt hat: Zeitungssterben schwächt die Meinungsvielfalt Ein Kommentar von Michael Hauke Im Jahre 1991, als ich meinen Verlag gründete, war die Zeitungslandschaft noch übersichtlich. Es gab die „Märkische Oderzeitung“ und die „BSK“. Nach und nach kamen weitere Anzeigenzeitungen hinzu. Zuerst gründete die Tageszeitung ein reines Abwehrblatt, dem sie den Namen „Mittwochs-Markt“ gab; daraus wurde später der „Märkische Markt“. Viele Jahre später gründete die MOZ auch noch den „Märkischen Sonntag“. Weitere Publikationen kamen und gingen. Die Älteren unter uns werden sich vielleicht noch an den „Sonntags-Blitz“ und weitere kurzzeitig erscheinende Titel erinnern. Dann tauchte auch der „Spreewaldbote“ auf, aus dem später der „Spreebote“ wurde. Im Jahr 1992 brachte ein Verlag aus Meckenheim bei Bonn den „Blickpunkt“ auf den Markt. Und den „TIP“ vom Kaufland gab es ja auch lange Zeit. Alles Vergangenheit. Der Kreis hat sich geschlossen. Es gibt nur noch die „MOZ“- Anzeigenblätter und die „BSK“ als mehrfach im Monat erscheinende Anzeigenblätter. Nachdem der „Spreebote“ schon vor einiger Zeit seine Zeitung eingestellt hat, verabschiedete sich am 31. März auch der „Blickpunkt“ für immer von seinen Lesern in Beeskow. Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 1993, als mich der „Blickpunkt“ kurz nach seinem ersten Erscheinen zu sich ins Büro einlud. Der damalige Regionalleiter des neuen Blattes machte mir klar, dass ich auf Dauer keine Chance mit meinen Zeitungen hätte und lieber gleich zum „Blickpunkt“ wechseln sollte. Ich würde auch einen BMW als Dienstwagen bekommen. Ich war damals 23 Jahre alt und war zwar nicht beeindruckt, aber die Unterhaltung machte mir doch Sorgen. Dieses Gespräch habe ich nie vergessen. Für mich gab es zu keiner Zeit die Frage, meine eigenen Zeitungen einzustellen und dafür bei einem anderen Verlag anzufangen. Zu dieser Zeit war mein Verlag ja bereits zwei Jahre auf dem Markt. In der Anfangszeit hatte ich drei Zeitungen in Fürstenwalde („FW“), Beeskow („BSK“) und Strausberg („SRB“) gegründet, die alle noch existieren, genau wie „Kümmels Anzeiger“ in Randberlin, den ich 1998 gekauft habe. Trotz des ersten Kontaktes ganz am Anfang bleibt mir der „Blickpunkt“ als kollegialer und freundschaftlicher Partner über die vielen Jahre in Erinnerung. Zuvorderst natürlich Birgit Bauer, die das Fürstenwalder Büro 25 Jahre lang leitete. Es war stets eine angenehme, freundliche Zusammenarbeit. Aber auch die Eigentümer- Familie Schenkelberg habe ich als kooperative Partner kennengelernt. Der Seniorchef, Dieter Schenkelberg, der in den 90er Jahren auch viel selbst vor Ort war, war stets fair und vor allem genau das, was man sich unter einer rheinischen Frohnatur vorstellt. Geschäftliche Treffen mit ihm waren von Herzlichkeit und Heiterkeit geprägt. Seine Tochter Rebecca, die inzwischen in die Geschäftsführung aufgerückt ist, habe ich vor vielen Jahren als junge, lebenslustige, freundliche Frau kennengelernt. Der „Blickpunkt“wird mir durchaus fehlen. Was bedeutet das Ausscheiden des „Blickpunktes“ aus dem Markt für uns als Hauke-Verlag und für die Medienlandschaft? Nachdem der „Spreebote“ bereits vom Printmarkt verschwunden ist, wird mit dem Verlust des „Blickpunktes“ die Presselandschaft noch ein wenig farbloser. Während das ganze Land jeden Tag „bunter“ wird, wie unsere Politiker bejubeln, verliert die Medienlandschaft immer mehr Farbe. Als Ausgangspunkt des Zeitungssterbens kann durchaus der Mindestlohn für Zeitungsboten genannt werden. Die Zustellung der Printmedien wurde dadurch derart verteuert, 2 dass eine kostendeckende bis profitable Arbeit eines Anzeigenblattverlages immer schwieriger wird. Wie praktisch alle anderen Verlage mussten wir mit Einführung des Mindestlohnes den eigenen Vertrieb einstellen. Inzwischen werden unsere Zeitungen durch das Märkische Medienhaus (MOZ) verteilt. Auch wir stehen in einer gewissen Abhängigkeit vom größten Spieler auf dem Zeitungsmarkt. Zu Andreas Simmet, dem Geschäftsführer des Marktführers, habe ich ein sehr angenehmes Verhältnis, das mich auf weitere Jahre auf dem Markt hoffen lässt. Das Zeitungssterben, für das unsere kleine Region ja nur ein repräsentativer Ausschnitt des ganzen Landes ist, ist ein Indikator für unsere Branche, die natürlich Sorgenfalten hinterlässt. Sicherlich werden wir kurzfristig vom bereinigten Markt profitieren, aber mittel- und langfristig wird der Kostendruck durch Druck und Verteilung in einem schrumpfenden Anzeigenmarkt weiter zunehmen. So mischt sich der Stolz, als allererster regionaler Anzeigenblattverlag gemeinsam mit denen vom Tageszeitungsverlag herausgegebenen Blättern MäMa und MäSo auch die letzte verbliebene mehrmals monatlich erscheinende Anzeigenzeitung zu sein, mit einer Wehmut über die verblichene Pressevielfalt. Vielfalt bedeutet auch immer Auswahl und ist ein wichtiger Bestandteil der Presse- und der Meinungsfreiheit. In dem Auftrag, auch Meinungen zu veröffentlichen, die sonst verschwiegen werden, sehen wir uns stärker gefordert, denn je. Denn Voltaires Satz aus dem guten alten Preußen gilt heute umso stärker: „Ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.“

Aktuelles 3 BSK 08/18 11.04.18 Einladung zur Mitgliedersammlung der Jagdgenossenschaft Lindenberg Alle Eigentümer von Grund und Boden der Gemartung Lindenberg werden hiermit zur Vollversammlung der Jagdgenossenschaft am Freitag, dem 20. April 2018 um 19 Uhr in die Gaststätte Lutter in Lindenberg recht herzlich eingeladen. Tagesordnung 1. Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit 2. Gemeinsames Wildessen 3. Bericht des Vorstandes 4. Entlastung des Vorstandes 5. Bericht des Rechnungsprüfers 6. Diskussion über beide Berichte 7. Information über das Jagdgeschehen, Wildschaden und Abschussplan durch den Jagdpächter Herrn Görsdorf 8. Vorschläge der Kandidaten für den neuen Vorstand und den Rechnungsprüfers 9. Wahl des neuen Vorstandes einschließlich Rechnungsprüfer 10. Verlängerung des Jagdpachtvertrages mit dem Jagdpächter Herrn Görsdorf bis 2029 11. Auszahlung der Jagdpacht Der Vorstand

Seniorenmagazin Oder und Spree - 2. Ausgabe 2013
Seniorenmagazin Oder und Spree - 3. Ausgabe 2013
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