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Auf Kurs, Ausgabe April 2018

Das Kirchenjournal »Auf Kurs« der ev.-luth. Kirchengemeinden Bremerhavens, Ausgabe April 2018

Diakonisches Werk

Diakonisches Werk Bremerhaven e.V. 8 »Was bedeutet Ostern? Wo erfährt man es? Im Leben? Und für uns: in der Diakonie?« Was hat Bedeutung? Was ist das, ein erfülltes Leben? Den Feierabend genießen, Urlaub machen, fröhlich feiern, Spaß haben? Was ist das, ein gelingendes Leben? Bekannten über das Mobiltelefon schreiben, es krachen lassen, über die Stränge schlagen? Immer mehr Menschen sagen, sie verstehen diese Welt nicht mehr. Vieles, was ihnen früher wichtig war, hat keine Bedeutung mehr. Im öffentlichen Leben und in den Medien scheint das Maß aller Dinge der eigene Vorteil, der eigene Genuss und das Geld zu sein. Was »früher« einmal Bedeutung hatte: Miteinander, Füreinander-da-sein, Nachbarschaft und Solidarität – das scheint heute keine Bedeutung zu haben. Das Leben verflüchtigt sich in Oberflächlichkeit. Viele Menschen drehen sich nur noch um sich selber. Das »Selfie« scheint das einzig bedeutsame Bild vom Leben zu sein. In der Arbeit der Diakonie Bremerhaven begegnen wir Menschen, die mit ihrem Leben in dieser Welt nicht mehr zurecht kommen. Sie spüren besonders, was unsere Welt prägt, aber von vielen nicht wahrgenommen wird: Unser Leben ist ein Leben auf der Grenze. Auf der einen Seite erfahren wir in unserem Leben die Abgründe der Existenz. Noch leben Menschen unter uns, die in Deutschland und Europa das Grauen und die Schrecken des Krieges am eigenen Leib erlebt haben. Inzwischen leben auch Menschen unter uns, die aus Kriegen zu uns geflohen sind. Und zugleich leiden immer mehr Menschen seelisch an der Erfahrung, dass wir in unserem Leben immer wieder vor Abgründen stehen. Krankheit oder Tod nahestehender Menschen. Oder eigene Erfahrungen, mit denen man nicht fertig werden kann, die unsere Seele nicht mehr verarbeiten kann. Denn sie spürt, dass die Grenze auch eine andere Seite hat, dass der Seite des Nichts etwas anderes gegenübersteht. Diese Welt scheint zu sagen: Der Mensch kommt aus dem Nichts und geht ins Nichts. Und alles, was dazwischen liegt, hat auf dem Hintergrund dieses Nichts keinen Sinn und keine Bedeutung. Dann lieber auf die Oberfläche schauen als ins Nichts. Verständlich, dass Menschen vor solchen Erfahrungen und Gedanken flüchten. Verständlich, dass an solchen Erfahrungen und Ritschel und Schick_2SP50.pdf 1 14.03.12 12:07 Gedanken viele Menschen scheitern. Denn sie wollen dem Nichts, der Sinnlosigkeit etwas entgegenstellen und bekommen das nicht zu fassen. Sie haben in dieser Welt nicht gelernt, was das sein könnte und wie das gehen könnte. In unserer Arbeit in der Diakonie Bremerhaven begegnen wir vielen solchen Menschen. Erwachsenen, die in ihrer Seele krank geworden sind und nicht mehr in ihrem eigenen Leben zurechtkommen. Kinder, die in Familien aufwachsen, denen ihr eigenes Leben und das Leben miteinander als Familie zerbricht. Kinder, die nach Halt, Geborgenheit und gelingendem Leben suchen. Es zeigt sich immer stärker, dass diese Welt es Menschen immer schwerer macht, ein gelingendes Leben zu führen. Ein Leben, in dem sie zufrieden sind. Ein Leben, das sie erfüllt. Ein Leben, das vielleicht sogar glücklich macht. Dieser Wunsch, diese Sehnsucht in Menschen nach gelingendem Leben zeigt über Menschen hinaus. Es zeigt darauf, dass hinter unserem täglichen Leben etwas ist, das weiter ist als unsere Grenzen, das das, was wir unserem Leben erfahren, in Vollendung darstellt. Die Sehnsucht von Menschen ist eine Sehnsucht danach, dass einem gesagt wird: Du bist mir wichtig, du wirst mir immer wichtig sein. Hierin ist etwas von einer Liebe zu erfahren, die über den Tod hinausreicht. Menschen haben durch Jesus etwas von einer solchen Liebe erfahren. Sie haben beobachten können, dass er mit dieser Liebe an unserer Welt gescheitert ist, gefoltert und brutal hingerichtet wurde. Mit seiner Auferstehung haben sie erfahren, dass in Jesus Gott erfahren wurde und dass Gott diese Welt und dass sie Prägende überwunden hat. Gott selber ist die Liebe, lässt sich nicht in den Grenzen dieser Welt einfangen. Seit damals orientieren sich Menschen an dieser Liebe und hoffen auf sie. Und dadurch haben sie erfahren, dass Gott der Gesamtzusammenhang hinter unserem Leben ist, dass er »ja« zu uns und unserem Leben sagt, weil wir ihm immer wichtig sein werden, und dass darin für uns die Kraft zu unserem Leben gegeben wird. Dies kann in dieser Welt erfahren werden. Wir erfahren dieses in der Diakonie Bremerhaven, wenn es Menschen nach vielen Erfahrungen des Scheiterns wieder gelingt, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen, und die Erfahrung von Erfolg damit und gelingendem Leben zu machen. Wir erfahren es, wenn Kinder nach vielen Erfahrungen des Ausgegrenztseins Heimat und Geborgenheit finden. Wir erfahren es, wenn Menschen und Familien ihr Leben sortiert bekommen und mit Zuversicht und Perspektive in die Zukunft schauen können. Dies sind für uns Erfahrungen, die zeigen, dass diese Welt nicht das letzte Wort über das Leben hat. Über das Leben das wie wir glauben, Gott gehört und von ihm immer wieder erneuert wird. Gerade in solchen Erfahrungen. Das ist Ostern in der Diakonie. Das ist Ostern im Kleinen. Auf die Vollendung hoffen wir. Wolfgang Mann Schönes Zuhause! Freuen Sie sich auf 4 Wände zum Wohlfühlen! h e i z u n g s a n i t ä r barrierefreies bauen Langener Landstr. 238 - 27578 Bremerhaven 80 09 100 www.ritschel-schick.de T i s c h l e r e i Einrichtung für Privat + Gewerbe Entwurf + Fertigung Tel. 04 71-33 032 www.lenz-tischlerei.de Für jeden das passende Zuhause! Schön. Gut. Wohnen. Barkhausenstr. 22, 27568 Bremerhaven www.staewog.de | 0471/9451-0

9 Deutsche Seemannsmission Kreuzfahrtsaison läuft wieder an Größere Schiffe, größere Crews – Ehrenamtliche gesucht Julie betritt mit vielen Einkaufstüten bepackt das Seemannsheim. Sie kommt von den Philippinen und arbeitet als Servicekraft auf einem Kreuzfahrtschiff, das gerade in Bremerhaven liegt. Heute hat sie drei Stunden freie Zeit und hat die Zeit genutzt, um einige Besorgungen in der Stadt zu machen. Nicht nur für sich – viele ihrer KollegInnen haben keine Möglichkeit, an Land zu gehen und so hat sie für viele etwas mitzubringen. An der Rezeption im Seemannsheim fragt sie nach dem Shuttlebus, der sie zurück zum Schiff bringt. Der sei gerade weg, sagt ihr der Mitarbeiter, 15 Minuten wird es wohl dauern bis zur Julie beim Chat mit ihrer Familie. nächsten Fahrt. Julie lässt sich einen Code für das WLAN Netz geben, sucht sich einen freien Platz und nutzt die Wartezeit für ein paar Chats mit Freunden und der Familie. Seit vier Jahren bietet die Seemannsmission Bremerhaven den Seeleuten der Kreuzfahrtschiffe einen kostenlosen Shuttledienst vom Columbus Cruise Center (CCC) zum Seemannsheim in der Schifferstraße an. Der Kreuzfahrtschiffsektor boomt und das spüren wir auch in Bremerhaven: Im kommenden Sommer werden 110 Kreuzfahrtschiffe an der Columbus Cruise Kaje erwartet. Was 2014 mit einem Team von drei ehrenamtlichen Fahrern begann, ist inzwischen auf eine Gruppe von zehn Leuten angewachsen. Für die kommende Saison brauchen wir dennoch dringend Verstärkung! In der vergangenen Saison fuhren 10 FahrerInnen unermüdlich mit dem VW-Bus hin und her und beförderten insgesamt 5557 Personen. Für Seeleute wie Julie ist es sehr wertvoll, dass sie die Gelegenheit bekommen, dem Schiff für ein bis zwei Stunden zu entkommen, an Land zu sein, Besorgungen zu machen, das Internet zu nutzen – ein kleiner Tapetenwechsel, bevor der Alltag an Bord für sie weitergeht: mit neuen Passagieren, die gut umsorgt sein wollen. Für die kommende Saison sucht unser Team Verstärkung! Wenn Sie Interesse haben und im Besitz eines PKW-Führerscheins sind, würden wir uns freuen, wenn Sie unser Team verstärken können! Bitte melden Sie sich für nähere Informationen bei Christine Freytag, Tel: 0176 840 24 350 oder per E-Mail: christine.freytag@ seemannsmission.org Im Glanz der weiten Welt Die Ausstellung »Herr Domnowski im Glanz der weiten Welt« umfasst 38 Werke des Kunstmalers Ingmar Domnowski. Sie nehmen den Besucher mit auf eine malerische Reise um die Welt. In leuchtenden Acrylfarben – mal auf Leinwand, mal auf Papier gemalt – verleihen sie den unterschiedlichsten Orten dank ihrer Strahlkraft Glanz. Als Vorlagen dienten diverse Motive rund um den Globus. Die Bilder drücken die Sehnsüchte des Künstlers aus. Besonderen Raum nehmen dabei fünf Bilder über Bremerhaven ein, der Heimatstadt des Künstlers Ingmar Domnowski. Sie liegen ihm besonders am Herzen und stehen für das Heimweh nach Bremerhaven. Die übrigen Werke drücken sein Fernweh nach der weiten Welt aus. Gehen Sie auf eine Abendleuchten am Weserdeich. LOGBUCH • Garten- u. Landschaftsbau Beratung vor Ort, Zeichnung – Kostenloses Angebot – • Top-Pflastergestaltung Hauseingänge und Treppenanlagen, Terrassen, Gehwege, Garagenauffahrten • Glasklare Teichanlagen/Pflege Schwimm- u. Naturteiche, Koianlagen • Lauschige Sitzecken individuelle Gestaltung • Zäune, Tore und Sichtschutzanlagen Elektrische Toranlagen • Industrie-Zaunanlagen • Feng Shui Gestaltung Ostfriesenwälle, Pergolen, Terrassen, Sitzecken und Sichtschutz, perfekte Harmonie • Top-Garten-Jahrespflege Pflege nach Ihrem Bedarf Frühjahrs- u. Herbstinspektion • Grabgestaltungen und -Pflege Beratung, Zeichnung u. Durchführung Herbert Kornahrens 04704/1345 ·Hauptstr. 16 27624 Geestland/Drangstedt leuchtende und glanzvolle Reise rund um die weite Welt im Seemannsheim, Schifferstraße 51. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Mai zu sehen. a Montag, 25. Juni, ab 17 Uhr: »Day of the Seafarer«. Feier im Seemannsclub »Welcome« mit Sport, Grillen, Live-Musik, Begegnung mit Seeleuten, veranstaltet vom Nautischen Verein und der DSM Bremerhaven, unterstützt von Unternehmen der Hafenwirtschaft a Sonnabend, 25. August, ab 16 Uhr: Sommerfest im Seemannsheim, Schifferstraße, mit Angeboten für alle Generationen a Sonntag, 16. September, 10 Uhr: Gottesdienst zum »Sonntag der Seefahrt«, Großer Andrang am Shuttlebus. Ort wird in der Presse bekannt gegeben a Donnerstag, 6. Dezember, ab 16 Uhr: »Christmas Carol Singing« im Seemannsheim mit Simon Bellett und anderen, Weihnachtsmarkt und Nikolaus

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