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Genügend Platz und

Genügend Platz und Bewegungsfreiheit ist das A und O für das Wohl der Tiere Auf dem Arm von Landwirtschaftsmeister Andreas Billen fühlt sich das Ferkel sauwohl Buchten hängende Maschine zuständig, die zunächst von Hand mit einem Strohballen befüllt wird und dann an einem Schienensystem über die einzelnen Stallbuchten fährt, um das Stroh automatisch und zielgerichtet abzuwerfen. Das regelmäßige Entmisten wird derweil mit einem Radlader erledigt. „Die Tiere liegen auf sauberem Boden“, sagt Andreas Billen. Und die Strohhaltung hat noch einen weiteren Effekt: Das angeborene Wühlverhalten der Schweine wird unterstützt, eine Rudel-Aggressivität und daraus resultierende Gelenkverletzungen gehören praktisch der Vergangenheit an. Folglich relativiert sich auch der Einsatz von Medikamenten, in den seltensten Fällen treten Krankheiten auf. „Wenn doch mal ein Husten auftreten sollte, wird das kranke Tier sofort von den anderen getrennt“, sagt Andreas Billen. Und weiter: „Die Haltung auf Stroh ist zwar arbeitsintensiver, aber der Kunde profitiert von der gesunden und nachhaltigen Qualität.“ Diese fängt beim Futter an, welches vom Billenhof selbst ohne Gentechnik auf 300 Hektar Fläche angebaut wird. Zugekauft wird lediglich das Mineralfutter und der Sojaschrot. „Der Dung der Tiere wird darüber hinaus als natürliches Düngemittel auf unseren Feldern genutzt“, erklärt Andreas Billen. Diese Kreislaufwirtschaft ist biologisch und bodenschonend. Der Billenhof arbeitet demnach mit einem geschlossenen System. Er begleitet ein Tier frei nach dem Prinzip „Pro- 84

duzieren, Züchten, Mästen“ durch dessen ganzes, wenn auch mit sieben Monaten recht kurzes Leben. Heute hat der Familienbetrieb einen Bestand von 180 Sauen, wöchentlich bringen bis zu zehn dieser Muttertiere Ferkel zur Welt. Es gibt 650 Ferkelaufzuchtplätze. Im Anschluss durchlaufen die Tiere den Vormaststall, bevor sie im Endmaststall ihr Schlachtgewicht von 100 Kilogramm erreichen. Pro Woche verlassen etwa 80 bis 90 Tiere den Hof, wovon 80 Prozent regional vermarktet werden. Vier Metzgereien gehören zu den Abnehmern der Strohschweine: Die Landmetzgerei Schares in Bitburg, Trier und Baustert, die Metzgerei Reinhold Monzel in Bollendorf, die Fleischerei Illigen in Wittlich sowie die Familien-Fleischerei Könen in Saarburg und Perl-Nennig. Die restlichen 20 Prozent werden konventionell vermarktet und gehen zu Simon Fleisch nach Wittlich. Die Billens legen Wert darauf, dass alle Tiere persönlich zum Schlachter gebracht werden. Den Transport übernimmt hauptsächlich Alfred Billen, dem der Austausch und eine enge Kommunikation mit den Metzgern sowie deren Feedback zur Qualität des gelieferten Fleischs wichtig ist. Im letzten Jahr fand zum ersten Mal der „Metzgertag“ auf dem Billenhof statt, bei dem die Belegschaften der Fleischereien eingeladen wurden, sich vor Ort davon zu überzeugen, welches besondere Fleisch sie an den Kunden bringen: Bei der Zubereitung tritt wenig Gewichtsverlust auf, geschmackliche Unterschiede gibt‘s auch. „Das Fleisch der Strohschweine hat eine festere Konsistenz und es steht sozusagen am Messer. Es schmeckt richtig nach Fleisch“, sagt Andreas Billen. Bei einer derart großen Zahl an Tieren erstaunt es, dass der Hof im Grunde genommen von drei Personen geführt wird: Andreas Billen und seine Eltern Hildegard und Alfred sind tagtäglich mit Stallarbeit und Felderwirtschaft beschäftigt, um den Strohschweinen eine artgerechte Haltung zu ermöglichen. „Wir sind auf der Suche nach Verstärkung“, sagt Andreas Billen lächelnd. Alle weiteren Informationen zum Billenhof und den glücklichen Strohschweinen finden Sie auf billenhof.de. Text: Andreas Schlöder, Fotos: Billenhof Die artgerechte Haltung sorgt für die hohe Qualität und den besonderen Geschmack des Fleisches 85

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