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PressEnte 2014

Magazin des Presseclubs Regensburg

DIGITALER JOURNALISMUS

DIGITALER JOURNALISMUS UND SEINE MÖGLICHKEITEN »Die beste Geschichte taugt nichts, wenn sie ihr Publikum nicht findet.« Übrigen auch, dass Medienhäuser (wer daran mehr Gefallen hat, darf natürlich auch weiter Zeitungen sagen) nur überleben können, wenn sie im Digitalen erfolgreich sind. Das hat gar nichts mit Geringschätzung des Print- Produktes zu tun. Im Gegenteil: Die gedruckte Zeitung wird auf lange Sicht weiterhin eine ganz entscheidende Rolle spielen, sie wird sich aber auch weiter verändern müssen; stärker auf das konzentrieren, was sie wirklich gut kann. Das ist vor allem Entschleunigung, das sind die dazu passenden journalistischen Formate, das ist auch optische Opulenz – es ist aber ganz sicher nicht der Transport von Nachrichten. Schon deshalb reicht ein sehr gutes Print-Produkt längst nicht mehr, es kann nur Teil einer möglichst gut gemachten Produkt-Familie sein. Die gute Nachricht: Die Werkzeuge dafür stehen uns zur Verfügung. Die schlechte Nachricht: Wir müssen sie auch richtig nutzen; zur richtigen Zeit, in der richtigen Form und an der richtigen Stelle. Die beste Geschichte taugt nichts, wenn sie ihr Publikum nicht findet. Wer darauf setzt, dass die Leser nach alter Väter Sitte auch wissen, was sich gehört und hinkünftig gefälligst von selbst unsere hochwertigen digitalen Angebote aufsuchen und brav dafür zahlen, darf sich direkt im Anschluss dann auch gleich wundern, warum das nicht funktioniert. Mit der Realität hat es nämlich nur wenig zu tun. Während wir immer noch darüber debattieren, ob wir denn wirklich mit Sack und Pack in den Internet- Zug steigen sollen, hat vor allem unser potenzielles Nachwuchspublikum längst die Anschluss-Verbindung genommen; es ist größtenteils sogar schon angekommen in den Destinationen social und mobile. Weniger bildhaft ausgedrückt gibt es zwei ganz wesentliche Erfolgskriterien: Geschichten müssen auf Mobilgeräten richtig gut funktionieren, Medien und Journalisten müssen die sozialen Kanäle viel stärker in das Zentrum ihrer Bemühungen stellen. Was mobil wirklich gut funktioniert, ist längst nicht ausgemacht. Einzige Konstante ist hier die Veränderung. Zielgruppen, Geräte, Nutzungssituation sind Einflussfaktoren, die unterschiedliche Lösungen erfordern. Deshalb ist es ja auch so wichtig, neue Formate zu entwickeln, neue Formen der Darreichung zu entwickeln. Dabei gibt es durchaus spannende Ansätze. Die Kompakt-App der Welt gehört ebenso dazu wie S-Vibe der Stuttgarter Zeitung. Beide verabschieden sich von der klassischen Ressort- Aufteilung, stellen die Relevanz der Geschichten in den Mittelpunkt. Bei S-Vibe haben die Nutzer sogar Gehört zum modernen Redaktionsalltag: Der Umgang mit den sozialen Netzwerken. Foto: Gabi Schönberger entscheidenden Einfluss darauf, welche Themen prominent gespielt werden. Gemeinsam haben die beiden hier beispielhaft herausgehobenen Apps natürlich auch eine starke Verknüpfung mit den sozialen Netzwerken. Noch einmal: Wer im News-Geschäft wahrnehmbar bleiben will, der muss die Möglichkeiten von Social Media für sich nutzen. Das gilt für jede Art von digitalem Angebot. Facebook-Stream, Twitter-Feed, WhatsApp-Gruppe sind allesamt (über-)mächtige Gegner der Homepage, oder um es anders zu sagen: Social ist die neue Startseite. Es ist obendrein nicht damit getan, dass sich die Marken stark in den Netzwerken positionieren – stattdessen müssen sich auch die Macher selbst zu Marken machen, sich ihr Publikum erobern. Die sinnvolle Nutzung sozialer Medien ist eine ständig zu erneuernde Kernkompetenz für moderne Journalisten. Das gilt sowohl für die passive als auch für die aktive Nutzung der Socials. Passiv mit Blick auf die Erstellung eines eigenen Nachrichtentickers, auf die Möglichkeit, Themen zu identifizieren, die Chance, Wissen anderer Nutzer anzuzapfen. Auf der anderen Seite spielen die sozialen Netzwerke eine zentrale (ziemlich sicher sogar die entscheidende) Rolle, wenn es darum geht, relevant zu bleiben, neue Marken aufzubauen. Eigene Geschichten verbreiten, einen sauber kuratierten Nachrichten-Feed aufzubauen, die direkte Kommunikation mit dem Leser führen zu können – all dies funktioniert nicht mehr ohne Social Media, all dies funktioniert vor allem auf Mobilgeräten. Nur wenn es gelingt, haltbare Beziehungen zu den Lesern aufzubauen, gibt es auch gute Chancen, aus diesen Lesern (zahlende) Kunden und/oder Promoter dieser Geschichten und Marken zu machen. [] 14

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