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PressEnte 2014

Magazin des Presseclubs Regensburg

VOLONTÄRE So tickt die

VOLONTÄRE So tickt die Zukunft Christine Schröpf Fünf Fragen, fünf Antworten: Junge Journalisten aus der Region erzählen im Interview über ihre Leidenschaft für den Beruf – und die Zukunft in einer Branche, die um neue Geschäftsmodelle ringt. Leitende Redakteurin Mittelbayerische Zeitung, seit 2008 neben der Landespolitik auch für die Volontärsausbildung zuständig. Ihr eigener Berufsweg begann mit einem Volontariat beim »Neuen Tag« in Amberg. Es folgte ein Diplom- Journalistik-Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. »Facebook hat mir schon einige Themen geliefert.« ANDREA RIEDER Andrea Rieder (28), Volontärin der Mittelbayerischen Zeitung, hat davor bereits ein Studium absolviert: Deutsch als Fremdsprache, Volkskunde/Europäische Ethnologie und Sinologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seit 2014 lernt sie bei der MZ die journalistischen Handwerkstechniken – bei monatlichen Schulungen und externen Seminaren, etwa an der Deutschen Journalistenschule, mit der die MZ kooperiert. Sie ist Oberpfälzerin. Geburtsort: Nabburg. Warum Journalismus? Ich habe bei einem Praktikum in einer Lokalredaktion gemerkt, dass mir Arbeit noch nie so viel Spaß gemacht hat. Ich darf neugierig sein, treffe viele unterschiedliche Menschen, gehe Sachverhalten auf den Grund und darf den Leuten – im Idealfall – Dinge erzählen, von denen sie noch nie gehört haben. Was ist guter Journalismus? Guter Journalismus erzählt Geschichten so interessant, dass der Leser bis zum Ende des Textes dabeibleibt und er sich hinterher gut informiert oder gut unterhalten fühlt. Welche Rolle spielt bei Deiner täglichen Arbeit das Internet? Es gehört zu meiner täglichen Arbeit wie das Telefon, der Schreibblock oder der Kugelschreiber. Das fängt schon beim Recherchieren an. Und auch, wenn ich das Internet nicht gerade als Recherchemittel benutze, ist es ständig in meiner Arbeit präsent – weil ich zum Beispiel vor dem Schreiben überlege, wie ich eine Geschichte online aufbereiten könnte. Bist Du selbst viel in sozialen Netzwerken unterwegs? Ich bin jeden Tag in sozialen Netzwerken unterwegs. Sie sind für mich der direkte Draht zum Leser. Außerdem bleibe ich so auf dem Laufenden. Facebook hat mir schon einige Themen geliefert. Die Branche ist im Umbruch. Was erwartest Du für Deine Zukunft? Ich erwarte viele Herausforderungen, aber auch Chancen. Hauptsache ich kann weiter die Geschichten erzählen, die die Menschen interessieren. [] 20

Felix Haigermoser (22), arbeitet gerade intensiv auf ein Volontariat beim Bayerischen Rundfunk hin. Freier Mitarbeiter ist er dort bereits – parallel zum Studium der Vergleichenden Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft an der Uni Regensburg. Während des Hochwassers 2013 hatte er viele Außeneinsätze. Die Leidenschaft für den Journalismus war 2008 während einem einwöchigen Schülerpraktikum im Studio Ostbayern entflammt. Warum Journalismus? Kurz und bündig: wegen der Menschen. Mich interessieren ihre Geschichten, ihre Meinungen, ihre Ängste und Sorgen. Es muss nicht immer um große, globale Themen gehen, oftmals verbirgt schon unser Gegenüber eine Geschichte, die sich lohnt, erzählt zu werden. Man muss sich nur darauf einlassen und zuhören. Was ist guter Journalismus? Ich finde, guter Journalismus muss nah dran sein und nicht nur dpa-Meldungen verwursten. Man muss raus zu den Menschen und darf – metaphorisch gesprochen – keine Angst davor haben, sich »schmutzig« zu machen. Journalisten müssen sich also wirklich ernsthaft mit der Thematik beschäftigen. Ich denke, echtes Interesse spielt dabei eine große Rolle. Nur wenn man sich wirklich für ein Thema interessiert, schürft man tief und kratzt nicht nur an der Oberfläche. »Es muss nicht immer um große, globale Themen gehen, oftmals verbirgt schon unser Gegenüber eine Geschichte, die sich lohnt, erzählt zu werden.« FELIX HAIGERMOSER Welche Rolle spielt bei Deiner täglichen Arbeit das Internet? Für mich ist das Internet besonders in der Rolle des Studenten, der als freier Journalist arbeitet und nur unregelmäßig an Redaktionssitzungen teilnehmen kann, enorm wichtig. Es erlaubt mir, am Ball zu bleiben und immer zu wissen, was für Themen momentan beim BR eine Rolle spielen. Ich denke, die Rolle des Internets als beinahe unbegrenztes Recherche-, Informations- und Kontaktmedium muss an dieser Stelle nicht weiter erklärt werden. Bist Du selbst viel in sozialen Netzwerken unterwegs? Auch ich treibe mich viel in sozialen Netzwerken herum, die Frage nach dem Warum erklärt eigentlich schon deren Name. Es sind Netzwerke, die mir erlauben, Kontakt zu halten, ganz egal wo eine Person sich gerade befindet. Darüber hinaus sind sie sehr hilfreich, wenn man wissen will, was die Menschen – nicht nur in Deutschland – gerade bewegt, was die Aufreger sind. Dabei sind sie meist schnell, direkt und ungefiltert, denn jeder Teilnehmer kann gewissermaßen zum »Echtzeit-Smartphone-Journalisten«, zum Reporter seiner Lebenswirklichkeit werden. Die Branche ist im Umbruch. Was erwartest Du für Deine Zukunft? In diesem Zusammenhang erhoffe ich mir weniger Pessimismus. Immer werden die negativen Auswirkungen hervorgehoben, man lobt die »gute alte Zeit«. Doch meine Generation lebt im Hier und Jetzt und es liegt an uns, eine »gute neue Zeit« zu gestalten. Dazu gehört bei aller (berechtigten) Sorge auch, die Chancen des Umbruchs zu erkennen. Wir stehen vor dem Beginn eines breiter aufgestellten, dadurch individuelleren und weniger hierarchischen Journalismus und haben dabei aber die Aufgabe, uns durch Qualität und Wissen von den erwähnten »Smartphone-Journalisten« abzusetzen, ohne diese dabei zu verteufeln. [] e 21

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