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PressEnte 2014

Magazin des Presseclubs Regensburg

Internet ist für die

Internet ist für die junge Generation wichtiger als Fernsehen. DIE DIGITALISIERUNG VERÄNDERT DIE MEDIEN - UND VIELES ANDERE MEHR. mit allen digitalen Möglichkeiten aufgewachsen ist. Viel wichtiger als viel PS oder ein »geiler Sound« sind in Zukunft digitale Voraussetzungen in Automobilen. Nicht umsonst forscht der Internet-Gigant Google schon sehr erfolgreich an selbstfahrenden Digital-Raumschiffen auf vier Rädern, mit großen Möglichkeiten, während der Fahrt auch digital unterwegs sein zu können. Und hier schließt sich der Kreis zu den Aussagen des Deutschen Jugendinstituts. Wichtig ist für die junge Generation, flexibel mit Verkehrssystemen unterwegs zu sein, aber Dinge nebenher erledigen zu können. Das deutsche Fernsehprogramm vergreist Ein weiterer ernst zu nehmender Effekt der zunehmenden Digitalisierung betrifft das Fernsehen. Junge Menschen schauen immer weniger fern. Früher vertrieben sich die Schüler nach dem Unterricht die Zeit mit mehr oder weniger qualitätsvollen Fernsehserien samt ellenlangen Werbeblöcken. Heute hat sich der »TV-süchtige Teenager« der Vergangenheit hin zu einem »Smartphone- und Internet-Junkie« entwickelt. Kinder- und Jugendzimmer ähneln mittlerweile eher multimedialen Studios mit mehreren Bildschirmen und Endgeräten. Hinzu kommt, dass die heutigen »Digital Natives« absolute »Multi-Tasker« und ständig in mehreren digitalen Welten unterwegs sind. Manche Eltern sehnen sich so den früheren »TV-Teenager« herbei, der wenigstens nur einer »Sucht« nachging. Die Digitalisierung hat aber auch weitreichende Folgen für das »Erwachsenen-Fernsehen«, insbesondere für das öffentlich-rechtliche TV. Schockierende Zahlen veröffentlichte hierzu das deutsche Online- Portal »Statista«. Demzufolge war bereits vor vier Jahren das ZDF das jüngste deutsche öffentlich-rechtliche TV-Programm mit einem Durchschnittsalter seiner Zuschauer von immerhin 60 Jahren. Das älteste TV- Programm stammt vom Bayerischen Rundfunk mit einem Durchschnittsalter der Seherschaft von 64 Jahren. Vor diesem Hintergrund sind dann auch die Bemühungen der öffentlich-rechtlichen TV-Anbieter zu sehen, sich zum Beispiel mit hunderten Millionen Euro Übertragungsrechte an Fußballereignissen wie der Champions League zu sichern. Das Hauptziel dieser Aktionen ist der verzweifelte Versuch von ARD und ZDF, einer weiteren Vergreisung ihrer Zuschauer entgegenzuwirken. Zudem versuchen sich öffentlich-rechtliche Sender wie der Norddeutsche Rundfunk an zeitungsähnlichen digitalen Angeboten, die gebührenfinanziert sind und deshalb nach Ansicht vieler Experten eigentlich nichts mit dem öffentlich-rechtlichen Grundauftrag zu tun haben. Doch das alles kostet viel Geld und so soll eine politische Veränderung der Gebührenordnung durch die Haushaltsabgabe Mehreinnahmen in Höhe von über einer Milliarde Euro in die klammen Kassen spülen. Die Politik wäre eigentlich gefordert, das teuerste öffentlich-rechtliche Rundfunksystem der Welt infrage zu stellen und vor dem Hintergrund des Digitalisierungsprozesses neu aufzustellen. Doch auch hier verhalten sich Politik und öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten ähnlich wie dies in den letzten 20 Jahren viele Verlage taten: »Kopf in den Sand stecken und laut jammern.« Eine Branche, die weniger jammert, sich aber seit vielen Jahren schon mit den Veränderungen durch Digitalisierungsprozesse auseinandersetzt, ist der Einzelhandel. Dem klassischen stationären Einzelhandel stehen seit Jahren äußerst erfolgreiche virtuelle Kaufhäuser und digitale Marktplätze gegenüber. Auch hier verschieben sich gewaltige Umsätze ins Internet. Doch die Branche reagiert mit neuen Konzepten wie beispielsweise dem Multi-Channel-Ansatz, der die Vorteile des stationären Handels mit den Vorteilen des Internets verbindet. So prophezeien viele Experten auch dem stationären Handel durch seine Anpassungsfähigkeit eine Zukunft. Der digitale Wandel eröffnet viele Chancen Fazit: Wir sind mitten in einem revolutionären gesellschaftlichen Wandel. Die Digitalisierung verändert alles: unsere Umwelt, unsere Lebensbedingungen, unsere Werte und unsere Einstellungen. Und eigentlich sind alle betroffen. Nur die einen haben es früher schon bemerkt. Dazu zählt die Printbranche, die schon vor vielen Jahren durch ein erheblich gestiegenes privates Fernseh- und Hörfunkangebot vom »hohen Ross« des »allmächtigen Nachrichtenmaklers« gestoßen wurde und in der Digitalisierung jetzt weiteren Herausforderungen gegenübersteht. Überleben werden nur die, die sich dem Digitalisierungsprozess stellen. Der Vergangenheit hinterher zu jammern, ist dabei der falsche Weg. Denn die Digitalisierung bietet auch viele neue Chancen und Wege, sich selbst und sein Produkt neu zu erfinden. Und das ist nicht unbedingt ein mühsamer Prozess, vielmehr kann es auch richtig Spaß machen. [] 38

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