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AZUBI BASICS Ostwestfalen

Azubi Basics - Das große Handbuch für den künftigen Auszubildenden mit vielen wertvollen Tipps zum Berufseinstieg

Welche Handwerksberufe

Welche Handwerksberufe haben nach wie vor groSSe Zukunft? Es gibt Handwerksberufe, in denen ein enormer Bedarf an Nachwuchskräften besteht. Deshalb haben wir ein paar für dich zusammengetragen, die besonders gute Zukunftsperspektiven haben und das bei einem tollen Gehalt. Mit einer Ausbildung zum/zur Mechatroniker/-in wählst du einen spannenden, zukunftsträchtigen und gut bezahlten Beruf. Im Automobil- und Maschinensektor wirst du bei deiner Ausbildungsplatzsuche keine Schwierigkeiten haben. Die Jobaussichten sind super, denn Mechatroniker/-innen sind sehr gefragte Fachkräfte. Sie stellen all unsere innovativen technischen Geräte her und reparieren sie. Deshalb werden sie auch entsprechend bezahlt. Bereits während der Ausbildung kannst du dich auf ein Gehalt von knapp 1.000 Euro brutto monatlich freuen. Etwa noch einmal so viel verdienst du nach deinem Abschluss, und wenn du die Technikerausbildung absolvierst, winken dir sogar rund 5.000 Euro brutto im Monat. Ein weiterer Handwerksberuf mit genialen Verdienstaussichten ist der/die Industriemeister/-in Metall. Nach einer entsprechenden Ausbildung, für die du dich in der Regel mit dem Hauptschulabschluss bewerben kannst, und einigen Jahren Berufserfahrung qualifizierst du dich mit dem Meistertitel zur Führungskraft. Verantwortungsvolle Aufgaben, wie das Management der Herstellungsprozesse und Tätigkeiten als Ausbilder/-in, können dein Chefgehalt von 3.000 Euro auf bis zu 5.000 Euro brutto monatlich ansteigen lassen. Auch die Baubranche boomt und damit ebenfalls das Ausbaugewerbe. Handwerker, die mit Holz und anderen Baumaterialien zu tun haben, sind gefragt wie nie. Unglaublich gute Zukunftsaussichten haben beispielsweise Maurer. In der Lehre verdienst du in diesem Ausbildungsberuf vielleicht noch nicht so viel, doch spätestens beim Berufseinstieg hat sich der Schweiß gelohnt. Bruttomonatsgehälter in Höhe von etwa 2.500 Euro sind die Regel. Wenn du noch etwas Fleiß dazu packst und dich zum Vorarbeiter, Polier oder Meister qualifizierst, kannst du mit 4.000 Euro brutto im Monat nach Hause gehen. Im Bausektor verdienen Lehrlinge übrigens am meisten. ARBEITS- WEITER- BILDUNG ÜBERNAHME AUSBILDUNGS- QUALITÄT STANDARDS SETZEN ! URLAUB FAIRE BEZAHLUNG RECHTE SPASS SOLIDARITÄT AKTIONEN GEMEINSCHAFT VERTRAG Setze auch du Standards! Werde Mitglied. Wir beraten dich gerne. Bielefeld Ansprechpartner/in: Robin Kunkel Tel.: 0521/ 96 43 811 Gütersloh- Oelde Ansprechpartner/in: Beate Kautzmann Tel.: 05242/40 74 20 Paderborn Ansprechpartner/in: Janina Hirsch Tel.: 05251/20 16 12 [44]

Perspektiven: Was bringt ein Meistertitel? DDu möchtest eine Lehre aufnehmen und wägst gerade ab, welche Zukunftsperspektiven du nach dem Ausbildungsabschluss haben wirst? Du möchtest auf jeden Fall hoch hinaus und spielst mit dem Gedanken, später den Meistertitel zu absolvieren? Das ist super, dass du dich damit beschäftigst. Denn den Meister machen zu wollen, ist eine wahre Herausforderung und du wirst Zeit sowie Geld investieren müssen. Warum du sie jedoch auf jeden Fall wagen solltest, verraten wir dir in diesem Artikel. Was spricht für den Meistertitel? Wer einen Meistertitel in den Händen hält, kann wirklich stolz auf sich sein und ist beneidenswert. Damit wird dir bescheinigt, dass du dein Wissen und deine Kenntnisse perfektioniert hast. Mit dem Meister qualifizierst du dich für Führungspositionen. Das bedeutet, dass du im Unternehmen mehr Verantwortung übernimmst, welche zudem entsprechend entlohnt wird. Nicht selten verdienen Meister ebenso viel oder sogar mehr als Hochschulabsolventen mit Master. Außerdem kannst du durch deinen Meistertitel ein Unternehmen zu einem Meisterbetrieb aufsteigen lassen. Und schließlich ist der Titel für dich die Eintrittskarte bei der Neugründung einer Firma. In vielen Berufen ist er für die Selbstständigkeit sogar Pflicht. Wie wird man Meister? Nach Abschluss deiner Ausbildung kannst du zunächst entweder ein paar Jahre Berufserfahrung sammeln oder direkt mit der Weiterbildung zum Meister starten. Eine mehrjährige Berufspraxis wird vorausgesetzt, wenn du den Meister in einem anderen beruflichen Bereich absolvieren möchtest, als deinem. Die Weiterbildung kannst du entweder in Teil- oder in Vollzeit aufnehmen. Falls du dich für die Vollzeitvariante entscheidest, wirst du nur ungefähr ein Jahr brauchen. In dieser Zeit wirst du allerdings kein Gehalt bekommen. Bei einer Weiterbildung nach dem Teilzeitmodell wirst du den Meistertitel erst nach etwa zwei bis vier Jahren bekommen, hast aber die Option, weiter Geld zu verdienen. Allerdings musst du dich nach Feierabend und an den Wochenenden mit dem Unterrichtsstoff auseinandersetzen und büffeln, was dich doppelt belasten wird. Du kannst dich mit entsprechenden Kursen optimal auf die Meisterprüfung vorbereiten. Diese sind nicht immer verpflichtend und mit extra Kosten verbunden. Doch es lohnt sich, sie zu besuchen. Mit der Teilnahme an den Vorbereitungskursen minimierst du nämlich das Risiko, durch die Prüfung zu rauschen – und lernen wirst du so oder so müssen. Deswegen heißt es ja auch: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“. Gibt es eine Förderung? Für einen Teil der Kosten für den Meistertitel wirst du selbst aufkommen müssen, doch es gibt verschiedene Weiterbildungsstipendien sowie Förderungen aus den Töpfen deines Bundeslandes. Weiterhin hat seit dem 1. August 2016 das neue Aufstiegs-BAföG das bisherige Meister-BAföG abgelöst. Die Förderung ist jetzt sogar höher, als vorher. Außerdem hast du die Möglichkeit, dich von deinem Unternehmen finanziell unterstützen zu lassen. Es kann jedoch sein, dass du dich im Zuge dessen dazu verpflichten musst, mehrere Jahre dort weiterzuarbeiten. Denn welches Unternehmen lässt dich freiwillig gehen, wenn du es durch deinen Titel zum Meisterbetrieb kürst? Erkundige dich daher im Vorfeld darüber, welche Fördermöglichkeiten für dich infrage kommen. Sei dir auf jeden Fall darüber im Klaren, dass sich der Preis und dein Fleiß am Ende mindestens doppelt für dich auszahlen werden, wenn du dich später dafür entscheiden solltest, den Meistertitel zu absolvieren. [45]