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AZUBI BASICS Ostwestfalen

Azubi Basics - Das große Handbuch für den künftigen Auszubildenden mit vielen wertvollen Tipps zum Berufseinstieg

Gut vorbereitet ins

Gut vorbereitet ins Vorstellungsgespräch Mit der Einladung zu einem persönlichen Interview hast du schon den Fuß im Unternehmen. Du kannst stolz sein, dass du mit deiner Bewerbung überzeugen konntest und aus einer Vielzahl von Kandidaten ausgewählt wurdest. Jetzt bist du sicher nervös und machst dir Gedanken, wie du dich am besten vorbereiten kannst. Viele Bewerber fühlen sich vor dem Interview, als würden sie zu einer Prüfung gehen. Dabei handelt es sich nicht um ein Frage- und Antwortspiel, sondern tatsächlich um ein Gespräch, bei welchem sich beide Parteien näher kennenlernen können. Wir nennen es mal „Bewerberdate“. Lies weiter, um zu erfahren, wie du souverän und entspannt dein Vorstellungsgespräch meisterst. [64]

Nur keine Panik! Sieh es mal so: Du bekommst durch das Interview nicht nur die Chance, dich selbst zu präsentieren, sondern hast die Möglichkeit, gleich das Unternehmen und deine zukünftigen Mitarbeiter sowie Vorgesetzten kennenzulernen. Das ist eine tolle Sache und diese Einstellung solltest du verinnerlichen. Versuche, deine Gedanken dahingehend zu lenken, dass eine spannende und interessante Konversation auf dich wartet. Natürlich ist es völlig normal, dass du aufgeregt bist, aber das hat auch etwas Gutes. Nervosität sorgt dafür, dass du aufmerksam und konzentriert bist. Angst hat allerdings bei einem Vorstellungsgespräch nichts zu suchen. Wenn du Panikattacken bekommen solltest, dann versuche, deine Atmung zu kontrollieren. Suche vorher den Waschraum auf und tupf dir etwas kaltes Wasser auf die Stirn, denn das macht dich frisch. So kannst du noch einen kleinen Moment für dich sein und dich zusammenreißen. Bereite dich richtig vor! Setze dich ausführlich mit dem Betrieb auseinander. Schau dir die Homepage an und mach dich mit den Produkten sowie der Unternehmensphilosophie vertraut. Dich erwarten mit Sicherheit Fragen dazu. Diese können etwa so lauten: „Warum möchten Sie die Ausbildung bei uns absolvieren?“ oder „Was können Sie uns über unser Unternehmen sagen?“ oder auch „Woher wissen Sie das?“ Antworte authentisch und übertreibe es nicht, indem du etwa dem Personaler Honig um den Mund schmierst. Weiterhin warten Fragen zu deiner Schulbildung auf dich. Eine Frage könnte beispielsweise lauten: „Warum haben Sie so schlechte Noten in Mathematik/Deutsch/Englisch?“ Hier ist es ungemein wichtig, ehrlich zu sein und gleichzeitig zu betonen, dass du an dir arbeitest. Auch Fragen, die auf deine ersten Praxiserfahrungen abzielen, können vorkommen, wie z. B. „Haben Sie in Ihrer Schul- bzw. Ferienzeit nebenher gejobbt?“ oder „Erzählen Sie uns kurz, was Ihnen beim Praktikum im Unternehmen X so gut gefallen hat!“ Antworten auf Fragen zu deiner Person, wie etwa die nach deinen Stärken, solltest du jeweils immer auf die angestrebte Azubistelle beziehen. Was gar nicht gern gesehen wird, ist Prahlerei. Falls dich der Personaler nach deinen Schwächen fragt, dann äußere, dass du beispielsweise ein bestimmtes Computerprogramm oder eine Fremdsprache noch nicht 100-prozentig beherrschst, dich jedoch gerade damit auseinandersetzt. Auf die Frage: „Warum glauben Sie, dass dieser Beruf der richtige für Sie ist?“ solltest du unter Einbezug deiner Fähigkeiten und Hobbys deine Antwort mit deinem Interesse an diesem Unternehmen kombinieren. Befolge diese praktischen Tipps! Lege bereits am Vorabend deine Kleidung zurecht und leg dich früh genug schlafen. Nimm dir am nächsten Morgen Zeit, um dich fertigzumachen, etwa dich zu rasieren bzw. zu schminken. Wichtig ist, dass du ausgeruht bist, ordentlich gefrühstückt hast und dich entspannt auf den Weg machst. Plane deine Fahrt entsprechend rechtzeitig, um das Unternehmensgebäude auch zu finden. Kalkuliere genug Zeitpuffer ein, denn unverhofft kommt oft. Der erste Eindruck zählt Absolutes No-Go: Zuspätkommen oder auch zu früh erscheinen. Wenn du merkst, dass dir noch Zeit bleibt, dann trinke lieber um die Ecke noch einen Kaffee. Überprüfe vor dem Betreten des Betriebsgeländes, ob du etwas zwischen den Zähnen hast und dein Haar bzw. deine Kleidung sitzen. Wir empfehlen für alle Fälle Pfefferminz für frischen Atem. Dieser ist viel unauffälliger als Kaugummi. Atme tief durch, Kopf hoch, Brust raus, lächle und los geht es. Rechne damit, dass du, sobald du das Unternehmensgebäude betrittst, beobachtet wirst. Das bedeutet für dich, dass du alle Mitarbeiter, auch Pförtner, Putzfrau und Empfangsangestellte, entsprechend freundlich begrüßt. Wenn sich dann die Tür zu deinem Gesprächspartner öffnet, dann hast du schon die erste Hürde zu nehmen: Die richtige Begrüßung Wir können dir nur raten, auf gespielte Coolness genauso wie auf unnötige Schüchternheit zu verzichten. Sei einfach du selbst. Strecke deine Hand aus, stelle dich mit vollem Namen vor und bedanke dich für die Einladung. Stehe aufrecht, halte Blickkontakt und ergreife die Hand deines Gegenübers, ohne diese zu schütteln. Der perfekte Handschlag gelingt, wenn er nicht zu fest und nicht zu lasch ist sowie für zwei bis vier Sekunden gehalten wird. Wenn du den Namen des Personalers nicht richtig verstanden hast, dann frage direkt noch einmal nach und wiederhole ihn. So kannst du ihn dir besser merken. Warte mit dem Platz nehmen, bis du dazu aufgefordert wirst. Setze dich unbedingt vorsichtig [65]