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AZUBI BASICS Ostwestfalen

Azubi Basics - Das große Handbuch für den künftigen Auszubildenden mit vielen wertvollen Tipps zum Berufseinstieg

Typische Situationen im

Typische Situationen im Vorstellungsgespräch clever meistern Stell dir vor, du befindest dich mitten im Bewerbungsgespräch und der Personaler möchte auf einmal Englisch mit dir sprechen. Oder er fragt dich, wie viele Gullydeckel es in der Stadt wohl gibt. Oder aber du hast plötzlich ein Blackout und weißt nicht, was du antworten sollst. Die meisten Bewerber schauen dann dumm aus der Wäsche, beginnen zu schwitzen und sehen sich schon gescheitert. Damit dir das nicht passiert, haben wir hier ein paar der Worst-Case-Szenarien gesammelt, anhand derer du dich besser vorbereiten kannst, um im Fall der Fälle cool zu bleiben und doch noch die Kurve zu kriegen. Schau dir diesen Beitrag genauer an. Wie viele Schokolinsen passen in eine Straßenbahn? Wie bitte? Solch eine Frage, oder eine ähnliche, kommt meist aus dem Nichts. Wenn du sie gestellt bekommst, dann könnte es passieren, dass du beginnst zu lachen oder dich wie im falschen Film fühlst. Lachen ist in jedem Fall immer gut, denn Humor kommt bekanntlich an. Doch wie solltest du nun auf diese Frage antworten? Und, was noch viel wichtiger ist, was soll diese Frage überhaupt? Der Personaler möchte in diesem Fall wissen, wie es um deine Stressresistenz steht. Bleibst du locker oder verkrampfst du und wirst unsicher? Die Frage zielt auf deine wahre Persönlichkeit ab, denn, wenn wir unter Stress stehen, dann zeigen wir unseren wahren Charakter. Wer zickig reagiert oder abblockt, hat schlechte Karten. Vermeide es, die Frage zu kritisieren, indem du sagst: „Meinen Sie das etwa ernst?“ Bleibe lieber gelassen, gib zu, dass du es nicht wüsstest, aber man das ja schätzen könnte. Mache dir kurz Gedanken darüber und lege deinen Lösungsansatz offen. So kann der Personaler nachvollziehen, wie du strategisch vorgehst. „Would you mind to answer in English?“ Mitten im Bewerbungsgespräch sollst du auf einmal auf Englisch oder einer anderen Fremdsprache antworten. Damit musst du rechnen, wenn du dich in international agierenden Unternehmen oder für eine Lehrstelle bewirbst, bei der eine Fremdsprache wichtig ist. Wenn du bei deinen Kenntnissen in der Bewerbung geflunkert hast, dann fliegst du spätestens jetzt auf. Stelle dich auf jeden Fall darauf ein, denn dieses „Umswitchen“ kommt häufiger vor, als du denkst. Bereite dich entsprechend vor, indem du dir fachspezifische Begriffe in der jeweiligen Sprache aneignest. Mit einem Freund oder deinen Familienmitgliedern kannst du ein Bewerbungsgespräch in der Fremdsprache simulieren und üben. Hauptsache du bleibst cool, auch wenn dir im Interview das ein oder andere Wort fehlen wird. Personaler wissen es sehr zu schätzen, wenn sich der Bewerber gut vorbereitet hat. Was tun bei Patzern? Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Auch bei noch so perfekter Vorbereitung ist niemand vor Pannen gefreit. Was tun, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht? Wie kannst du dich geschickt aus einer ungünstigen oder unangenehmen Situation manövrieren? Hier die wichtigsten Tipps für die sieben häufigsten Patzer: [68]

1. Du hast dich in Schale geworfen, doch der Dresscode im Unternehmen ist eher locker? Kein Problem. Erscheine lieber einen Hauch zu schick als umgekehrt. Mit etwas Humor à la „Ich dachte mir, dass sei doch eine gute Gelegenheit, meinen neuen Anzug zu präsentieren“ oder „Ich dachte, ich mache mal einen besonders guten Eindruck“ kannst du deine Unsicherheit im Nu wegzaubern. 3. lichkeit Der Name des Gesprächspartners fällt dir nicht mehr ein? Sprich dein Gegenüber daraufhin an: „Entschuldigen Sie bitte, das ist mir jetzt peinlich. Ich bin etwas nervös und möchte Sie bitten, mir Ihren Namen noch einmal zu nennen.“ Wenn du dich verabschiedest, dann betone ganz charmant den Namen noch einmal. So hast du deine Sympathiepunkte wieder. 5. Du hast plötzlich ein Blackout? Davor fürchten sich die meisten Bewerber im Gespräch. Das Wichtigste ist, nicht in Panik auszubrechen. So kannst du es überbrücken: Trinke einen Schluck Wasser, hole unauffällig tief Luft und wiederhole das, was du vorher gesagt hast, oder die Frage des Personalers noch einmal. Dann hast du schnell den Faden wieder. 7. Wird dir eine Frage zu deinem Privatleben gestellt? Fragen, die auf Religions- oder Parteizugehörigkeit, deine finanzielle Situation oder deinen Kinderbzw. Partnerwunsch abzielen, musst du nicht beantworten. Tipp: Behalte deine Würde, bedanke dich und äußere, dass alles super läuft. Mit einem Lächeln entschärfst du diese Situation und zeigst, dass du super vorbereitet bist. Viel Erfolg! 2. Du fühlst dich super, bisher klappt alles gut, doch plötzlich entdeckst du einen Fleck auf deiner Kleidung? Wenn er eher klein ist, dann kannst du ihn unauffällig mit deinen Händen, der Tasche oder deinem Planer verdecken. Ist er jedoch unübersehbar, dann helfen auch hier nur Humor und Coolness: „Jetzt haben Sie den Fleck entdeckt. Die Geschichte dazu ist lustig, das war so...“ In nur einem Satz (!) kannst du im Small- Talk-Stil knapp und humorvoll schildern, was dir passiert ist. Keine Bange: Allein von einem Fleck kann ein Personaler niemals auf deine Persönschließen. 4. Auf einmal klingelt dein Handy? Das ist natürlich schon etwas nervig. Doch auch hier solltest du unbedingt cool bleiben, dich entschuldigen und es sofort ausschalten. Knüpfe direkt wieder an das Gespräch an. 6. Kommt es dir vor, als verliefe das Interview etwas merkwürdig? Wenn du den Personaler beobachtest und er auf die Uhr schaut oder mit den Fingern tippt, dann flaut sein Interesse wahrscheinlich ab. Jetzt musst du die Initiative ergreifen und das Gespräch umlenken, indem du ihn wieder aktiv in das Gespräch einbindest. Frage ihn, ob du seine Frage mit deiner Antwort beantwortet hast. Reflektiere kurz, ob deine Antworten vielleicht zu lang oder zu kurz sind. Wenn eine Gesprächspause länger als drei Sekunden dauert, dann kannst du damit beginnen, eine Rückfrage zu stellen. Und schon seid ihr wieder im Gesprächsfluss. [69]