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Seite 12 10. April 2018 ANGEBOTE EU-zugelassener Betrieb BY 20413 Gültig von Mittwoch, 11.04. bis Dienstag, 24.04.2018 Vom Maiersberger, Martinstödlinger und Luisenthaler Bauernschwein Schweine-Kotelett Natur oder mariniert, für Pfanne und Grill 1 kg 5,50 € Premiumqualitätsrind vom Voglarner und Aschenbrenner Hof Rinder-Saftgulasch Edelst gereift! Aus Keule und Schulter 1 kg 8,00 € Knacker-Parade Käse, Bärlauch, Chili oder normale Knacker 100 g 0,72 € Krakauer im Ring Stets rauchfrisch 100 g 0,99 € Frischwurst-Aufschnitt Reichlich sortiert Pfund 3,75 € Schmankerl des Monats Pfefferbeißer 1 Stück 0,75 € Über Buchenholz geräuchert 5 Stück 3,50 € Hinterhainberg · Ortenburg · Tel.: 0 85 42 / 4 66 01 15 · Fax: 4 66 01 17 Öffnungszeiten: Montags geschlossen, Di. – Fr. 7 – 18 Uhr, Sa. 7 – 13 Uhr Ihr zuverlässiger Leasingpartner in der Nähe. Urbayerische Gedanken (73) Wir Bayern – Wir sind wer! Wir sind wer? von Dr. Klaus Rose Passend zum Frühjahr und passend zum Ortsnamen laden die Bewohner des Stadtteils Zeitlarn in Vilshofen an der Donau jedes Jahr zu ihrem fulminanten Frühlingsfest ein. Beim Frühling und beim Namen Zeitlarn (auch Zeilarn) denkt der Kundige an den Beruf der Zeidler, der Imker oder der Bienenzüchter – wobei das über die Jahrhunderte nicht das Gleiche, aber stets höchst angesehen war. Mit den Bienen begann der neue Kreislauf des Jahres und der Natur. Ein Volksfest danach zu ordnen, macht auch in der heutigen Zeit besonderen Sinn. Es gibt außerdem in Bayern einige Orte, die vom Namen her auf Bienen hinweisen, ob richtig oder falsch. Falsch ist zum Beispiel die Herleitung des Namens Immenstadt (Allgäu) von Bienen, auch wenn man dort einst sogar das Stadtwappen mit einem Bienenkorb versah. Vor der Stadterhebung hieß der Ort Ymmendorf. Die verschiedenen Ortschaften mit dem Namen Zei(t)larn hingegen weisen klar auf Bienen und auf eine romanische Herkunft hin. Widmen wir uns daher zunächst der Namensdeutung. Die Imker und die Zeidler Es muss deutlich unterschieden werden zwischen Imkern und Zeidlern. Schon die beiden Begriffe haben unterschiedliche Wurzeln. „Imker“ stammt aus dem Niederdeutschen (Imme=Biene und Kar=Korb) und „Zeidler“ aus dem Lateinischen (von excidere=herausschneiden, weil man die Bienenprodukte herausschnitt aus Bäumen). Ein Imker kümmert sich streng genommen um die Pflege von Bienenvölkern. Diese Pflege hatte man früher den Älteren anvertraut, weil diese als abgehärtet und unerschrocken galten, falls sie gestochen wurden. Dass auch heutzutage die Imker meist fortgeschrittenen Alters sind, hängt aber eher mit den Freizeitgepflogenheiten zusammen – man hat Zeit, freut sich über die Natur und muss nicht leben von den Produkten der Bienenvölker. So mancher Altbürgermeister oder Lehrer findet sein neues Hobby, natürlich im besten Sinn des Wortes. Bienenkorb im Wappen Zeitlarns/Oberpfalz. Zeidler wiederum waren eigentlich Sammler, keine Bienenzüchter. Sie sammelten Honig von wild im Wald lebenden Bienenvölkern, der als Süßungsmittel, aber auch als Grundlage für Wachsprodukte wichtig war (Kerzen im finsteren Mittelalter!). Insofern waren Zeidler Der nächste Donaubote erscheint am 24. April 2018. mehr gewerbsmäßige Sammler und Imker mehr Freunde der Bienenzucht. Mit der Einfuhr von Rohrzucker wurde die Zeidlerei bedeutungslos, die Imkerei aber nicht. Im Übrigen wurde die Jagd nach Bienenprodukten schon vor 12.000 Jahren auf den spanischen Felsmalereien und später auch im Vorderen Orient abgebildet. In Mitteleuropa gab es sie auch schon um Christi Geburt. Heute zählt man etwa 150.000 Imker in den deutschsprachigen Ländern. Altbayerische Bienen-Orte Eindeutig auf die Römer zurückgehend ist die Siedlung Zeitlarn in der Gemeinde Künzing. Die nahe Soldatenstadt der Römer mit dem Castell Quintana, heute durch Ausgrabungen wunderbar zu rekonstruieren, brachte das römische Gewerbe der Zeidler mit sich. Auf den Donauhöhen nahe am mächtigen „Hart“ oder „Forst“ (Forsthart), also vor dem riesigen Königswald, sammelten diese Zeidler Waldhonig „en gros“. Es hatten sich schon in spätrömischer Zeit prächtige „villae“ ergeben, große Höfe, die auch viel später, nach der Gründung des Bistums Bamberg durch Kaiser Heinrich II. (1002) und dessen Klosters Osterhofen, noch als begehrte Höfe diesem Kloster grundherrlich zugehörten – bei einem bambergischen Ministerialen namens „Ewinus de Zeidlorn“. Wer das heute sehr abseits gelegene Dörfchen Zeitlarn begutachtet, staunt noch immer über die großen Bauernhöfe und die eigene Kirche. Auch Vilshofens Stadtteil Zeitlarn steht am Rande eines ehemals riesigen Waldgebiets, „Passauer Hart“ oder „Neuburger Wald“ genannt. Bei Kothwies endete die Grafschaft Neuburg. Aus dem Wald

10. April 2018 Seite 13 Zeitlarn in Vilshofen wirbt nicht mit Honig. zogen Zeidler Nutzen. Viele konnten es nicht gewesen sein, denn es reichte innerhalb der kurbayerischen Verwaltung nicht zum Sitz einer eigenen Obmannschaft. Erst bei den großen Experimenten mit der neuen Gemeindebildung in Bayern (Stichwort Montgelas- Reformen) wurde Zeitlarn Mittelpunkt einer eigenen Gemeinde (1821). Es bekam den westlichen Teil der neuen Gemeinde Sandbach, unten an der Donau gelegen, welches wiederum mit der Donausiedlung Seestetten entschädigt wurde. Zeitlarn als Gemeinde aber erstreckte sich an beiden Seiten des Flüsschens Wolfach – ungewöhnlich, da die Wolfach ansonsten Grenze war zwischen dem Landgericht Vilshofen und dem Landgericht Griesbach. Die zuständige Obmannschaft Hitzling auf der linken Wolfach-Seite hatte wohl die Grundherrschaften im Auge. Die meisten Anwesen Zeitlarns unterstanden nämlich dem „Kapitel Vilshofen“, so wie viele in der Obmannschaft. Nur der große Hof Dinglreit hatte das Kloster Aldersbach als Grundherr. Wer das alles liest, müsste nachträglich für die Gemeindegebietsreform vor 40 Jahren dankbar sein. Die alten Kräfte wurden nämlich 1978 neu gebündelt, die Gemeinde Zeitlarn kam zur Stadt Vilshofen. Vorher schon verschwanden die Landkreise Griesbach und Vilshofen im „Großlandkreis Passau“. Das Wissen um alte Zusammenhänge kann aber im Zeitalter der neuen Heimatliebe nicht schaden. Noch bekannter ist wohl das Zeitlarn nördlich Regensburgs. Diese Gemeinde mit heute knapp 6000 Einwohnern wurde im Jahr 1818 aus zwei kurz vorher gebildeten Gemeinden zusammengeschlossen und trug fortan den Namen Zeitlarn, obwohl die zweite Gemeinde, Regendorf jenseits des Regen, ein stattliches Schloss aufwies. Die alte Bienenfreude hatte sich durchgesetzt. Sie trug im modernen Wappen auch dazu bei, dass dort ein Bienenkorb zu bewundern ist. Dass man auch im Frankenland auf einer alten Karte von 1648 nördlich von Hammelburg ein Zeitler am Flüsschen Sinn findet, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Wichtig für unsere Heimat ist auch die Gemeinde Zeilarn, die zwar das „t“ verloren hat, doch ebenfalls auf die Tätigkeit mit Bienen zurückzuführen ist. Diese Gemeinde liegt im Landkreis Rottal-Inn und weist dort die Nachbarn Wurmannsquick, Tann und Reut auf. Die heutige Einwohnerzahl ist mit gut 2000 zwar mager, doch bietet sie die Gewähr für eine Grundschule und sonstige Zukunftschancen. Gebildet wurde die Gemeinde erst im Jahr 1971 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Gumpersdorf, Obertürken und Schildthurn. Woher kam dann der Name? Die zuständige Pfarrei im Bistum Passau trägt den Namen Zeilarn und regte zum Gemeindenamen an – wobei natürlich auch Eifersüchteleien der drei früheren Gemeinden eine Rolle gespielt haben (könnten). Immerhin bekam Gumpersdorf den Sitz der neuen Gemeinde. Die offizielle Homepage der Gemeinde Zeilarn hängt historisch noch früheren Meinungen an. Es heißt nämlich: Aus der böhmischen Heimat brachten die Bajuwaren auch die Bienenzucht mit, die wegen der Gewinnung von Honig, Wachs und Met wichtig war und im Gesetzbuch besonders geschätzt wird. Nein, es ist längst erwiesen, dass „die Bayern“ ein Völkergemisch auf keltisch-römischem Boden sind und nicht geschlossen „aus Böhmen rüber machten“. Aber man findet sehr früh die romanische Bezeichnung Cidlar für das spätere Zei(t) larn. Es war ein Güterverzeichnis der Erzdiözese Salzburg aus dem Jahr 788, das den Namen erwähnte. Wann das „t“ verloren ging, kann nicht klar nachgewiesen werden. Die Schreibweisen waren früher „unkonventionell“. So finden sich vom 12. bis zum 15. Jahrhundert Cidelarn oder Zidlarn sowie erstmals im 16. Jahrhundert Zeylern oder Zeilern und schließlich 1832 Zeilarn. Wird bei den populären Frühlingsfesten oder sonstigen Veranstaltungen noch auf derartige Zusammenhänge hingewiesen? Das Angebot von Honig und Kerzen könnte Geschichtsbewusstsein fördern. RestauRant im FReiBad PleintinG Griechisch – Bayerisches – Restaurant Kegelbahn und Dart-Raum • Unser Restaurant ist ganzjährig geöffnet Jeden 1. Donnerstag im Monat Musikantentreffen ab 18 Uhr Am Sportfeld 1 · 94474 Pleinting/Vilshofen · Tel. 08549/9713100 ANZEIGE Mit Fahrradleasing bis zu 30 Prozent sparen Das Firmenfahrrad darf jeder uneingeschränkt privat nutzen. Außerdem gibt es freie Marken- und Modellwahl. Mehr Infos unter http://www. wuerdinger.de/kauf/fahrrad-leasing/ Der Traum vom Wunschfahrrad wird jetzt wahr! Denn wer sein Bike nicht selber kauft und bar bezahlt, sondern über den Arbeitgeber least, kann bis zu 30 Prozent sparen! Warum? 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