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Gossner Mission Jahresbericht 2017

INDIEN Development of

INDIEN Development of the GELC Diocese of Assam/Karbi Anglong District“ in der entlegenen Region hat 2017 Fahrt aufgenommen. Seminare für die Dorfbevölkerung finden statt, auf denen sie Kenntnisse über neue Anbaumethoden und –produkte erhalten. Zu diesen kommen die Menschen aus ihren Dörfern teils über 25 Kilometer zu Fuß. In den Dörfern werden ausgewählte Familien auch finanziell darin unterstützt, auf ihren Feldern lukrativere Produkte wie Ingwer, Tee oder Gemüse anzubauen. Ihr wirtschaftlicher Erfolg soll dann andere Dorfbewohner zu Veränderungen motivieren. Das Programm wird von Mumai Pheiga und seinem Team der NGO „People Action for Social Transformation“ in Imphal implementiert. Im November 2017 konnte außerdem der Grundstein für das „Dr. Sonja Memorial Health Centre“ in Selawor, im Süden von Karbi Anglong, gelegt werden. Die Krankenschwestern, die in dieser Gesundheitsstation arbeiten werden, sind im zweiten Jahr ihrer Ausbildung. Die von der Gossner Mission aufgebaute Margaret-Gesundheitsstation in Dolamara (Karbi Anglong) ist weiter in gutem Zustand. Begegnungen in Indien und Deutschland 2017 war vor allem geprägt durch viele Begegnungen mit Christen aus der Gossner Kirche. Im März kam Moderator Johan Dang zum Frühjahrskuratorium nach Berlin. Im Anschluss besuchte er soziale Projekte von Kirchengemeinden in Berlin und nahm an einem von Solidaritätsdienst-International e. V. organisierten Programm teil. Zum Kirchentag im Mai reiste auf Einladung der EKBO Pradeep Kujur nach Deutschland, Finanzsekretär der GELC. Zeitgleich kam eine Gruppe Erzieherinnen und SupervisorInnen zu Fortbildung und Exposure nach Berlin und Emden. Beim Herbstkuratorium (1). Verabschiedet: Wolfram Walbrach (2). Weit ist´s bis Indien … und Ostfriesland (3). 14 Gossner Mission Nur wenige Tage nach dem Kirchentag kamen Dr. Sumit Kerketta (GELC) und Amol Kujur (North-Western GELC). Sie besuchten in Berlin und Leipzig Stätten der Reformation sowie Rödinghausen und Lippe. Im Mittelpunkt stand die Teilnahme an der von der Norddeutschen Mission organisierten Internationalen Konsultation „Mission im multireligiösen Kontext“ im Juni in Detmold. Ende August kam eine siebenköpfige Gruppe aus Ranchi nach Deutschland, die zum Reformationsjubiläum die Lutherstätten sehen wollte. Die BesucherInnen gehören zur Adivasi-Mittel- und Oberschicht und hatten ihren Flug selbst bezahlt. Betreut wurden sie von Harald Lehmann, ehrenamtlicher Vorsitzender der Gossner Mission. Der neugewählte Bischof und stellvertretende Moderator

INDIEN Joseph Sanga nahm im Oktober am Herbstkuratorium im Sauerland teil. Advocacy für Religionsfreiheit Im März 2017 unterstützte die Gossner Mission zusammen mit dem Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen die Deutschlandreise einer Delegation des Nationalen Kirchenrat Indiens (NCCI), der auch ein Muslim angehörte. Die Reise diente Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten sowie kirchlichen Gruppen, in denen auf die gefährdete Religionsfreiheit in Indien aufmerksam gemacht wurden. Eine 2016 vom NCCI vorgelegte Studie belegt, dass religiös motivierte Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in ganz Indien zunehmen. Personelle Veränderungen Ende Mai beendete Wolfram Walbrach seine engagierte Mitarbeit als Indien-Koordinator der Gossner Mission. Für den Rest des Jahres übernahm der Direktor, zugleich Indien-Referent, den Arbeitsbereich. Ab April 2018 wird ihn Karin Döhne, ehemalige Leiterin der Afrika-Abteilung bei Brot und für Welt, in der Koordination der Indienprojekte entlasten. Alexander Nitschkes Vertrag als Entwicklungshelfer der Gossner Kirche in Ranchi wurde bis Ende 2017 verlängert. i Seit 1919 ist die Gossner Kirche eine selbstständige Kirche. Sie ist Partnerkirche der Gossner Mission und hat heute etwa eine halbe Million Mitglieder. Mehr als 90 Prozent gehören zu den Ureinwohnern, den Adivasi. Diese leben vor allem in den Bundesstaaten Jharkhand und Assam. Auch in der Gossner Kirche gab es viele personelle Veränderungen. Der Generalsekretär, Eliazer Topno, ging in Ruhestand. Nun nimmt eine Frau diese auch für die Partnerschaft so wichtige Position ein, Sujaya Kujur. In den Ruhestand gingen des Weiteren der Bischof der Südost-Diözese und stellvertretende Moderator Jolen Topno und der Leiter des Human Ressource and Development Centres, Bischof Dr. A. S. Hemron. Für sie wurden Bischof Joseph Sanga und Praveen Bage in diese Ämter berufen. Anfang Dezember ging auch der Prinzipal des Gossner Theological College, Dr. Manmasih Ekka, in Pension. Seine Nachfolge trat Dr. Sumit Kerketta an. Autor: Christian Reiser Direktor Ausgewählte Projekte in Indien Projekt Karbi Anglong/Assam, Dorfentwicklungsprogramm Neubau Bethesda English Highschool – 1. Bauabschnitt Stipendien für Theologiestudentinnen der Gossner Kirche Projektdauer Gesamtkosten Finanzierung 6/2016 – 5/2019 110.000 € Kirchen helfen Kirchen (75%), Spenden (25%) 11/2016-12/2017 20.000 € Spenden fortlaufend 18.700 € (2017) Zuschuss Ev. Kirche von Westfalen und Spenden

Jahresbericht 2012 (pdf) - Gossner Mission