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Gossner Mission Jahresbericht 2017

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SAMBIA Sambia SAMBIA Ein gespaltenes Land Politisch ist das Land immer mehr in zwei Lager gespalten. Das macht sich nach den Präsidentschaftswahlen deutlich bemerkbar. Und die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Lusaka Gwembetal Naluyanda i Die Arbeit der Gossner Mission in Sambia begann 1970 nach dem Bau des Karibastaudamms, für den 55.000 Menschen umgesiedelt werden mussten. In Sambia arbeitet die Gossner Mission eng mit der United Church of Zambia (UCZ) zusammen. Die UCZ ist die größte protestantische Kirche des Landes. Politisch wurde das Jahr 2017 in Sambia dominiert von einer verschärften Auseinandersetzung zwischen dem zuvor gewählten Präsidenten Edgar Lungu und dem unterlegenen Oppositionsführer Hakainde Hichilema, die zu dessen zeitweiliger und höchst zweifelhafter Inhaftierung wegen Hochverrats führte. Erst auf massiven nationalen und internationalen Druck erfolgte nach vier Monaten die Haftentlassung. Die Spannungen, die das Land in zwei Lager spalten, halten jedoch an. Der Herrschaftsstil des Präsidenten wird zunehmend autokratisch, die Korruption nimmt weiter zu. Zum Jahresende erfolgte ein erneuter Ausbruch von Cholera, besonders betroffen war die Hauptstadt Lusaka. Diese beinahe jährlich wiederkehrende Epidemie wirft ein bezeichnendes Licht auf die hygienischen Verhältnisse in einigen der ärmsten Viertel der Metropole. Und beides zusammen verdeutlicht die ungeheure Kluft zwischen Reich und Arm in diesem Land. Liaison Office Inmitten der Hauptstadt Lusaka, auf Ibex Hill, liegt die Repräsentanz der Gossner Mission, das Liaison Office (LO). Das Office – viele Besucher empfinden es als regelrechte Oase in dem gespaltenen Land – wird durch die umsichtige Hand von Heidrun Fritzen geleitet. Zu ihren Aufgaben gehört neben der Verwaltung der Gästehäuser und der Betreuung der Gäste die Pflege der Kontakte zu den Projektpartnern der Gossner Mission in Sambia. 20 Gossner Mission Breiten Raum nimmt die Betreuung der Freiwilligen ein, die durch Brot für die Welt im Rahmen des „weltwärts“-Programms entsandt werden und für die Heidrun Fritzen als Landesmentorin dient. Aus anfänglich fünf Einsatzplätzen in 2016 sind inzwischen sechs geworden; im nächsten Jahr wird mindesten ein weiterer Platz hinzukommen. Heidrun Fritzen ist hier sowohl als Ansprechpartnerin für die

SAMBIA Freiwilligen als auch für die Durchführung der vorgeschriebenen Seminare zuständig. Hinzugekommen ist als weiteres Engagement: Fritzen ist nun auch die sambische Repräsentantin des deutschen Senior Expert Service (SES). Dies führt erfreulicherweise auf manchen Feldern zu fruchtbaren synergetischen Effekten in Bezug auf Gossner-Partner und -Projekte. Neues Jugendzentrum im Gwembe-Tal: ein Projekt des Freiwilligen-Jahrgangs 2016/17. Die United Church of Zambia (UCZ) ist nach wie vor ein enger und vertrauter Partner der Gossner Mission. Die Beziehung wurde im Jahre 2017 noch einmal vertieft, als auf Einladung des Deutschen Evangelischen Kirchentages die Generalsekretärin, Rev. Dr. Peggy Kabonde, anreiste und darüber hinaus noch einen Besuch in der befreundeten Gemeinde Bochum-Stiepel einflocht. Mit der UCZ, besonders mit deren Community Development & Social Justice Department CDSJD, wurden erneut diverse Vorhaben umgesetzt. Dazu gehörte beispielsweise die Beschaffung einer Backmaschine für Oplaten. Das war ein lang gehegter Wunsch der UCZ, um so unabhängig und ausreichend Abendmahls-Oblaten für ihre Gemeinden herstellen zu können. Jahresbericht 2017 21

Jahresbericht 2012 (pdf) - Gossner Mission